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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Spundwände schützen Siedlung
Zwischenüberschrift:
Hochwasserschutz am Belmer Bach fertiggestellt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Etwas mehr als 130 Meter lang ist die Reihe der stählernen Spundwände, die von der Stadt Osnabrück am Ufer des Belmer Bachs eingebaut wurde. Hintergrund ist der Ausbau des Hochwasserschutzes, um die Siedlung an der Mindener Straße/ Poststraße vor Überschwemmungen zu schützen.

Osnabrück Zur Infrastruktur der Stadt gehören auch solche Vorkehrungen, damit die Leute hier in ihrem Eigentum nicht gefährdet werden″, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bei einer Besichtigung vor Ort. Als zusätzlicher Schutz dienen Wasserbausteine an den Ufern des Baches, die stellenweise mit Beton verklammert wurden, um bei starker Strömung nicht zu verrutschen.

Um dem Wasser den Weg in ein Rückhaltebecken an der Sandforter Straße zu ermöglichen, wurden ein knapp 13 Meter langer Spundwandkasten und ein neuer Durchlass errichtet. Eigentümer des Grundstückes, auf dem sich die Spundwände befinden, ist die Firma Felix Schoeller. Hinrich Torlage, Leiter der Wasserführung bei Schoeller, nahm als Repräsentant der Firma den Dank von Oberbürgermeister Griesert für die Zurverfügungstellung des Baugrundes entgegen.

Im August 2010 traten nicht nur die Flüsse Hase und Düte über ihre Ufer, sondern auch der Belmer Bach im Stadtteil Darum-Gretesch-Lüstringen. Im angrenzenden Wohngebiet entstanden dadurch erhebliche Schäden. Dies hatte zur Folge, dass Neubauten in dem Gebiet nur noch in Ausnahmefällen und unter umfangreichen Auflagen genehmigt wurden. Mit der neuen Hochwasserschutzanlage soll sich das ändern. Zum einen dient sie dem Schutz der bestehenden Häuser und zum anderen dazu, dass das Baugebiet nicht länger Teil des Überschwemmungsgebietes ist. Eigentümer wären von hochwasserrechtlichen Beschränkungen befreit.

Rund 300 Kubikmeter Boden mussten abgetragen werden. Eine besondere Schwierigkeit war es, zwölf jeweils sechs Tonnen schwere Fertigteile durch die schmale Zufahrt zu dem ebenfalls sehr engen Baufeld zu befördern″, erklärte Bauleiter Lutz Vorreyer. Der Verlauf einer Hochspannungsleitung über dem Baufeld erschwerte den Bau zusätzlich. Trotzdem konnten wir die Arbeiten innerhalb von nur drei Tagen erledigen″, sagte Vorreyer und lobte die reibungslose Logistik und das Zusammenspiel aller beteiligten Parteien vor Ort.

Insgesamt hat der Bau des Hochwasserschutzes um den Belmer Bach jedoch etwa fünf Monate gedauert. Alles in allem waren es 520 000 Euro″, sagte der Bauleiter zur Kostenfrage. 60 Prozent davon übernimmt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Durch die Baumaßnahmen ist das Wohngebiet nun gegen ein Jahrhunderthochwasser gewappnet.

Bildtexte:
Überzeugten sich vor Ort von der Schutzmaßnahme: Thomas Schawe (Bauleiter, Fa. Becker), Franz Albers, Hinrich Torlage (Leiter Wasserführung, Fa. Schoeller), Lutz Vorreyer (Bauleiter), Mike Bohne (Fachbereichsleiter Geodaten und Verkehrsanlagen), Marina Plog (Stadt Osnabrück Umwelt und Klimaschutz), Bernd Früchel (Leiter Umweltbehörde), Wolfgang Griesert (Oberbürgermeister Osnabrück).
Nach fünf Monaten Bauzeit fertiggestellt: Spundwände schützen jetzt die Siedlung am Belmer Bach.
Fotos:
Michael Goran
Autor:
Michael Goran


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