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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Aus Fehlern der Vergangenheit lernen
Zwischenüberschrift:
Nussbaum-Gesellschaft: Stadt muss Haus an der Herderstraße kaufen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Felix-Nussbaum-Gesellschaft fordert die Stadt auf, das leer stehende und wegen seiner Historie bedeutende Haus an der Herderstraße 22 zu kaufen und zu erhalten. Die Stadt Osnabrück müsse aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.

Im Hinblick auf die seinerzeit vertane Chance, das Elternhaus des Osnabrücker Malers Felix Nussbaum in der Schlossstraße zu erwerben, sieht der Vorstand der Felix-Nussbaum-Gesellschaft bei der Debatte um das Haus an der Herderstraße 22 eine parallele Entwicklung, die auf jeden Fall vermieden werden sollte″, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Heiko Schlatermund, hatte sich bereits im Vorfeld der Frage nach einem möglichen Erwerb des Hauses dafür ausgesprochen, wenn irgend möglich das Objekt in öffentliche Trägerschaft zu bringen″.

Die Chance hierzu besteht nach Auffassung von Schlatermund und der Nussbaum-Gesellschaft auch weiterhin, denn: Bevor ein Objekt an einer derartig exponierten Stelle und mit der ganz besonderen historischen Vergangenheit einem spekulativen Markt an Investoren überlassen wird, sollten alle Chancen für eine öffentliche Nutzung und ein entsprechend bürgerliches Engagement abgewogen werden.″

Die Frage des Zustandes des Gebäudes sollte nach Auffassung der Nussbaum-Gesellschaft daher zunächst durch dritte unabhängige Sachverständige beurteilt werden. Auch einem möglichen Nutzungskonzept, das noch zu entwickeln sei, sollte nicht durch voreilige Beschlüsse vorgegriffen werden.

Schlatermund: Insbesondere auch im Hinblick auf wachsende rechtspopulistische Tendenzen und einem zunehmend unerträglichen Umgang mit historischen Fakten zur jüdischen Geschichte in Deutschland sollte gerade in einer Stadt wie Osnabrück höchste Sensibilität der Maßstab der Dinge sein.″ Nicht die Frage der Finanzierung stehe im Vordergrund, sondern die Frage des notwendigen gesellschaftlichen Respektes zur Geschichte und das Praktizieren einer wirklichen Erinnerungskultur sollten heute im Vordergrund stehen.

Bevor eine öffentliche Diskussion hierzu nicht abgeschlossen sei, sollten keine voreiligen Entscheidungen getroffen werden. Gerade das Gebäude an der Herderstraße gibt Anlass dafür, sich an frühere fehlerhafte Entscheidungen zu erinnern und zunächst intensiv nach wirklichen Lösungsmöglichkeiten zu suchen.″ Die Felix-Nussbaum-Gesellschaft wolle hierzu jederzeit und engagiert beitragen.

Bildtext:
Die Felix-Nussbaum-Gesellschaft setzt sich für den Kauf und den Erhalt der früheren Villa der jüdischen Familie Flatauer an der Herderstraße in Osnabrück ein.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
pm


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