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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Drangvolle Enge im Treppenhaus
Zwischenüberschrift:
Auch die Schüler des Ratsgymnasiums wollen keinen Anbau
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Es ist laut, es ist eng, und es wird gedrängelt: Im Treppenhaus des Ratsgymnasiums staut sich zu Beginn der zweiten großen Pause die Schülerschaft. Demnächst noch mehr Kinder und Jugendliche durch den Aufgang zu schicken geht gar nicht, meint die Schülervertretung (SV).

Osnabrück Mit dieser Auffassung steht sie nicht allein da. Auch die Gesamtkonferenz des Traditionsgymnasiums hat sich schon eindeutig für einen Solitärbau ausgesprochen, ebenso die CDU-Ratsfraktion. Um die Erweiterung kommt die Schule nicht herum, wenn zum Schuljahr 2020/ 21 nach der Umstellung von G8 auf G9 ein zusätzlicher Jahrgang an das Rats drängt.

180 zusätzliche Schüler

Dann werden zu den derzeit über tausend Schülern noch einmal schätzungsweise 150 bis 180 Jungen und Mädchen mehr in dem Gebäude aus dem Jahr 1906 unterrichtet werden. Die Raumkapazität wird dafür nicht ausreichen. Dass der für diese Größe der Schülerschaft notwendige Neubau bis zum Sommer kommenden Jahres nicht fertiggestellt sein wird, dürfte aber schon jetzt als sicher gelten.

Dass die Umsetzung des Neubaus sich unerwartet in die Länge zieht, missfällt der Schulgemeinschaft. Für zusätzlichen Ärger sorgt noch der von Stadtbaurat Frank Otte erklärte Wille der Stadt, nicht auf dem Schulhof an der Grenze zum Schlossgarten einen Solitärbau zu errichten, sondern die Erweiterung an den Altbau anzuflanschen.

Jetzt hat sich auch die Schülervertretung zu Wort gemeldet und ihre Ablehnung der Verwaltungspläne artikuliert. Es ist schon heute in den Treppenhäusern sehr eng″, sagen die SV-Sprecherinnen Carla Boße und Lea Gilhaus. Und in der Tat: Als sich pünktlich zur zweiten Pause die Türen zu den Klassenräumen im Altbau öffnen, strömen die Massen dem Pausenhof entgegen. Auch der Lärmpegel nimmt jetzt gesundheitlich bedenkliche Ausmaße an.

Boße und Gilhaus wundern sich zudem, dass der über Jahre hochgehaltene Denkmalschutz für den Schulträger nun mit einem Mal nicht mehr wichtig ist″. Und noch etwas macht sie stutzig: Da, wo der Solitärbau hinsoll, haben 40 Jahre lang Container gestanden. Da hat auch niemand gesagt, der Schulhof sei zu klein.″ Damit greifen sie ein Argument der Bauverwaltung auf, die den geringeren Flächenverbrauch bei einem Anbau gegenüber einem Solitärbau vorbringt.

Neue Container

Dass Pläne gemacht und auch diskutiert werden müssten, sei selbstverständlich, sagen Boße und Gilhaus. Dass sich die Diskussion über die völlig unstrittige Erweiterung ihrer Schule so in die Länge zieht, finden sie allerdings nicht gut. Ihnen drohen ab nächstem Sommer Wanderklassen oder Unterricht in Containern beides Lösungen, die kein Schüler wirklich gut findet.

Wann die Entscheidung zur Ratserweiterung fällt, steht noch in den Sternen. Für den nächsten Schulausschuss am kommenden Donnerstag fand sich das Thema zunächst nur unter dem regelmäßig wiederkehrenden Tagesordnungspunkt Stand der Baumaßnahmen″ mit dem Vermerk Vorentwurfsplanung″ am Ende einer langen Liste wieder. Am Montagnachmittag tauchte es dann als eigenständiger Tagesordnungspunkt auf. Die Ausschussmitglieder dürfen sich jetzt also auf einen ausführlichen Bericht der Verwaltung freuen. Am Rats wird gleichwohl weiter Geduld gefragt sein und mit Containerklassen kennt sich die Schule ja bestens aus.

Bildtext:
Es ist jetzt schon eng im Treppenhaus: Mit einem Anbau an das alte Gebäude könnte es noch enger werden, befürchtet nicht nur die Schülervertretung des Ratsgymnasiums.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Dietmar Kröger


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