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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
CDU für Radwege im Normalformat
Zwischenüberschrift:
Grüne nehmen Union beim Wort
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Diskussion über die wahren Kosten des Superradweges am Heger-Tor-Wall befeuert die Verkehrsdebatte neu. Die CDU fordert eine Rückkehr zu Standardradwegen. Die Grünen mahnen, mehr für die Sicherheit der Radfahrer am Wall zu tun.

Die CDU erinnert in einer Mitteilung daran, dass die Unionsfraktion in den Haushaltsberatungen den Vorschlag eingebracht hatte, die Mittel für den Radwegeausbau um 25 Prozent zu erhöhen. Wir handeln jedoch für und mit Geldern der Steuerzahler und müssen im Blick behalten, wo die Grenze von gut ausgebauten Radwegen zur Steuergeldverschwendung für Ideologieprojekte liegt. Wir sind dem Finanzdezernenten Thomas Fillep dankbar, dass er in der vergangenen Ratssitzung transparent gemacht hat, dass der Ausbau der Protected Bike Lane eine sehr teure Investition war″, so wird CDU-Ratsherr Marius Keite in der Mitteilung zitiert. Fillep hatte in der Ratssitzung gesagt, dass der geschützte Radweg am Heger-Tor-Wall über 700 000 Euro gekostet habe. Genaues Nachrechnen hat ergeben, dass die Kosten bei 430 000 Euro liegen.

Ursprünglich war mit Kosten von 275 000 Euro für die Protected Bike Lane″ geplant worden. Wir sprechen uns dafür aus, dass der weitere Ausbau am Wallring im sogenannten ERAplus-Standard, also zwei Meter breiter Radweg und zusätzlich ein halber Meter Schutzstreifen, erfolgt. Diese Variante ist für Fahrradfahrer sicher, man kann sogar überholen und wir bekommen selbst auf Basis der Planzahlen 50 Prozent mehr Radweg für das gleiche Geld″, so Keite weiter. Wir möchten keine Prestigeprojekte mit nur 168 Meter Länge, sondern einen breiten, sicheren Radweg um den gesamten Wallring, den man dem Steuerzahler auch im Nachhinein noch erklären kann″, stellt Keite die Position der CDU-Fraktion klar.

Die Grünen betonen, dass die Sicherheit der Radler oberste Priorität″ haben müsse. Am Wall erleben wir an vielen Abschnitten jeden Tag schlimme Gefährdungssituationen″, heißt es in einer Erklärung von Volker Bajus, und Michael Kopatz. Die Stellungnahme der CDU bezeichnen sie als bemerkenswert″. Zwar lehne die CDU die Protected Bike Lane″ ab, fordere aber eine erhebliche Verbreiterung der Radwege. Das geht an vielen Stellen nur, wenn wir auch mal auf den einen oder anderen Parkplatz und auch mal auf eine zusätzliche Fahrspur verzichten. Gut, dass sich nun auch die CDU diesen Fragen stellt″, so Bajus.

Die FDP fordert, den Rat in Zukunft sofort zu informieren, wenn die vorgegebenen Finanzmittel nicht auskömmlich sind. Sichere Fahrradwege sind uns wichtig, denn ein Menschenleben ist nicht ersetzbar und Verkehrstote müssen verhindert werden. Diese ungeahnte Kostenexplosion ist jedoch nicht hinnehmbar, erklärte der FDP-Vorsitzende Moritz Gallenkamp.
Autor:
pm, hin


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