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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Es fehlen Maßnahmen gegen den Klimawandel
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur Berichterstattung über Greta Thunberg, u. a. zu den Artikeln Der unscheinbare Superstar″ (Ausgabe vom 2. März) und Pudelmütze statt Rüstung″ (Ausgabe vom 8. März) sowie dem Leserbrief von Karin Müssigbrodt Was tun Schüler für den Klimaschutz? (Ausgabe vom 9. März).

Bei dem an den Haaren herbeigezogenen Ikonen-Jungfrauen-Marienkult-Götzen-Bericht über Greta Thunberg kommt mir ein wenig Magensäure hoch. Dass die Autoren annehmen, dass Greta , unmittelbar zu Hass anstachelt′, lässt durchblicken, dass sie sich der Dramatik der Umweltverschmutzung nicht bewusst sind. Sie sind auch die Einzigen, die behaupten, Greta stehe im Dienste einer , heiligen′ Sache, und implizieren dauernd, mit Worten wie , Unbeflecktheit, Unschuld und Reinheit′, dass Greta fast schon einem religiösen Wahn unterliegt, der zum Rechtsbruch aufruft und sie dann auch noch, in einer Aufzählung über weibliche Identifikationsfiguren, irgendwie mit der RAF in Verbindung bringt.

Die Frage , Wann werden Steine geworfen? soll wohl noch mal mit Nachdruck darstellen, dass wir alle nur kurz vor einer Apokalypse durch die Jugend stehen! Und ja, wir stehen vor einer Apokalypse, und viele, wie Frau Müssigbrodt, scheinen zu vergessen, dass es nicht die Jugend ist, die uns dort hingebracht hat! Wer kutschiert denn die Kinder durch die Gegend, anstatt ihnen andere Möglichkeiten zu bieten? In Bissendorf gibt es keinen , Ortsbus′, der zum Beispiel ein Kind von Achelriede nach Deitinghausen (zwölf Kilometer) zu einem Freund bringen würde, und die wenigsten Eltern würden diese Strecke mit ihren Kindern gemeinsam mit dem Fahrrad fahren!

Wer organisiert in den Schulen denn immer pompösere Klassenfahrten und ist gewillt, sie zu bezahlen? Meist die Eltern auf den Elternabenden! Wer hat denn die Massentierhaltung, das plastikverschweißte Gemüse, die immer größeren Autos, die Billigflugreisen zu verantworten? Wer nutzt das alles vorrangig und lebt es vor? Die Jugend? Die sitzen jetzt auf der Anklagebank? Das ist eine Unverschämtheit!

Es sind diese Jugendlichen, die uns sagen, was falsch läuft, und Handeln einfordern! Und ja: Es müsste überall Panik herrschen, die zum sofortigen Handeln nötigt, weil uns allen bald die Lebensgrundlage verloren geht!

Sanne Deinert
Osnabrück

Mit Interesse las ich den Leserbrief zum Artikel , Der unscheinbare Superstar′ vom 2. März 2019. Ich bin der Meinung, dass Schüler weiterhin für die Umwelt protestieren sollten, weil die Politik immer noch viel zu wenig für das Klima tut.

So gibt es beispielsweise immer noch Parteien, die in ihrem Parteiprogramm keine Maßnahmen gegen den Klimawandel formulieren. Außerdem muss die Politik dringend handeln, weil sonst die Erderwärmung immer weiter fortschreitet. So werden beispielsweise Gletscher und Eis immer weiter schmelzen und kleine Inseln im Wasser untergehen. Denn das Klimabündnis Köln hebt hervor, dass bis zum Jahr 2050 voraussichtlich 75 Prozent der Gletscher in den Schweizer Alpen zurückgehen.

Außerdem wurde schon bei der Klimakonferenz 1996 vereinbart, dass es eine Zwei-Grad-Marke geben solle. Aber bisher ist noch nichts passiert. Besonders wichtig ist es, dass man die Menschen informiert, denn manche Menschen wissen gar nicht, dass es den Klimawandel gibt oder sie leugnen ihn. Fakt ist aber, dass die Gletscher zurückgehen, dass sich in unserer Luft mittlerweile 0, 038 Prozent CO2 befindet und es in der letzten Eiszeit vier bis fünf Grad kälter war als in dieser. Sicherlich kann man einwenden, dass die Schüler durch das Streiken den Unterricht verpassen, aber wenn die Schüler an Wochenenden protestieren würden, bekämen sie keine Aufmerksamkeit. Außerdem ist es die Zukunft unserer Generation, und es sind wir, die dann mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert sein werden. Genau aus diesen Gründen unterstütze ich Greta Thunberg und ihre Bewegung , Fridays for future′.″

Max Bennet Feiwald (12 Jahre)
Osnabrück

Bildtext:
Es geht um die Zukunft der Kinder, die in diesen Tagen für den Klimaschutz demonstrieren. Sie sind es, die uns sagen, was falsch läuft, meint unser Leser.
Foto:
dpa/ Carsten Koall
Autor:
Sanne Deinert, Max Bennet Feiwald


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