User Online: 3 | Timeout: 07:37Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Insolvenz nach Landesgartenschau
Zwischenüberschrift:
Rote Zahlen bei den Abendterminen – Gagen und Technik nicht bezahlt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
BAD ESSEN/ MELLE. Vor zwei Wochen gab es zum Finale der Landesgartenschau ein Feuerwerk der Erfolgszahlen. Jetzt folgt der erste Missklang: Bei den rund 25 Abendveranstaltungen, die von der Alten Stadthalle Melle auf der Waldbühne und dem Kirchplatz auf eigene Rechnung durchgeführt wurden, gab es ein dickes Minus. Die Gesellschaft meldete am Donnerstag Insolvenz an. Künstler wie die Cale Copf Company oder die Technik-Dienstleister müssen ihr Geld jetzt möglicherweise abschreiben.

Die Betroffenen: Zur Zahl der Vertragspartner, die noch Ansprüche haben, oder der Höhe der nicht gezahlten Rechnungen wollte Volker König, Geschäftsführer der jetzt insolventen Alte Stadthalle Veranstaltungs-GmbH, am Freitag keine Angaben machen. Die Bandbreite der Geschädigten reicht von Künstlern bis zur Firma, die zum Teil die Ton- und Lichtanlage stellte. Auch ein Star wie Götz Alsmann ist laut König betroffen, da er von einer Agentur vermittelt wurde, mit der häufiger zusammengearbeitet wurde. Eigentlich sind bei solchen Größenordnungen Vorleistungen sowie Zahlung der Restgage am Veranstaltungstag üblich. König legt Wert darauf, dass die Gehälter für Mitarbeiter und Aushilfen komplett gezahlt worden seien.
Die Reaktionen: So etwas haben wir 18 Jahre lang nicht mehr erlebt″, kommentiert Ulli Pommer von der Cale Copf Company, die einer der Acts des A-cappella-Festivals der Landesgartenschau am Abend″-Reihe war, die Situation: Wir sind wegen unserer Gage immer wieder vertröstet worden. Einfach unschön.″ Zu den Geschädigten zählt unter anderem auch das GMHütter WaldbühnenEnsemble, das mit der Erfolgsinszenierung Heiße Ecke″ für eine ausverkaufte Waldbühne auf dem Landesgartenschaugelände gesorgt hatte. Spielleiter Johannes Börger: Ich bin bisher der Meinung gewesen, dass die Alte Stadthalle und ihr Geschäftsführer im Auftrag der Landesgartenschau tätig waren. Das ist ein Hammer.″ Der hier ausstehende Betrag: mehr als 4000 Euro. Ein betroffener Technik-Dienstleister: Das ist typisch, dass ein Bereich, in dem Verluste drohen, bei der Landesgartenschau an einen externen Veranstalter gegeben worden ist. Den Schaden haben jetzt die Kleinen.″
Die Insolvenzgründe: Für Volker König, einen Osnabrücker Geschäftsmann, der in den Bereichen Immobilien und Windenergie tätig ist und außerdem das Veranstaltungsgeschäft betreibt, ist das Minus vor allem im September aufgelaufen: Wir hatten sicherlich knapp kalkuliert, aber am Ende auch mit dem Wetter Pech. Bei Hermann van Veen waren es weniger als 1000 Besucher, nachdem es zuvor nachmittags geregnet hatte. Marshall und Alexander haben sogar nur vor rund 300 Besuchern gespielt.″ Dagegen sei das Konzert von Bosshoss zwar voll, aber wegen des großen technischen Aufwands in der Endabrechnung gerade einmal kostendeckend gewesen. König: Die Situation tut mir sehr leid. Es gab keine Finanzierungsmöglichkeit mehr.″
Die Folgen: Die Betroffenen müssen ihre Ansprüche jetzt beim Insolvenzverwalter anmelden und auf genug Masse hoffen. König: Das Geschäft der Alte Stadthalle GmbH läuft erst einmal weiter.″ Allerdings gebe es für die Konzertstätte Honerkamps Ballsaal wegen baulicher Mängel keine Perspektive. König weiter: Ich kann mir aber vorstellen, an einer anderen Location weiterzumachen.″
Autor:
Wolfgang Elbers


Anfang der Liste Ende der Liste