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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Abbruch der Kaserne ist wirtschaftlicher Unsinn
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Abbruch der Limberg-Kaserne wird erheblich teurer″ (Ausgabe vom 5. Februar).

Meiner Meinung nach kann der Abbruch gar nicht teuer genug werden! Denn vielleicht kann dadurch der wirtschaftliche Unsinn, der mit der , Tabula-rasa′-Aktion betrieben werden soll, gestoppt werden. Wirtschaftlicher Unsinn deshalb, weil Gebäude und Hallen abgerissen werden, die noch eine sehr gute Substanz haben und bei guter Pflege sicher noch in 100 Jahren dort stehen könnten. Außerdem sind die problematischen Altlasten eher im mittleren und südlichen Bereich des Geländes festgestellt worden. Als häufiger Besucher des ganz im Norden gelegenen Areals konnte ich die Hallen dort in Augenschein nehmen, teilweise auch von innen.

Deshalb ist es mir unverständlich, warum solide und hochwertige Hallen (zum Beispiel teilweise vorbereitet zum Einbau einer Kranbahn) abgerissen werden sollen. Das ist schlicht und einfach eine Vernichtung von Sachwerten. O. k., die Folgen der Vernachlässigung der Dachentwässerung müssten behoben werden, das ist aber mit verhältnismäßig geringem Aufwand getan. Die Dämmung könnte je nach Verwendung auf den aktuellen Stand gebracht werden. Aber das wäre dann Sache des Käufers, der das bei günstigem Erwerb dann auch problemlos vornehmen könnte. Auf jeden Fall würde man durch das Belassen einiger Hallen eine Menge Kosten einsparen, und man könnte schnell Gewerbetreibenden eine bezahlbare Bleibe anbieten. Ansonsten würde der Abschluss der Konversion sich wieder um Jahre nach hinten verschieben.

Meiner Meinung nach sollte man den Gebäudebestand differenziert betrachten und viel mehr erhalten als bisher vorgesehen. Damit kann man zwar kein , Hochglanz-Prospekt′-Gewerbegebiet anbieten, aber man kann schneller Leben in das Gelände bringen. Zumal man nach den bisherigen Vorstellungen der Planer sehr zahlungskräftige Interessenten finden muss. Denn beim eventuellen Einpreisen der enorm gestiegenen Abrisskosten wird das mit Sicherheit nicht interessant für Kleingewerbe oder Mittelstand.

Noch ein Aspekt: Die Stadt gibt sich oft als Vorreiter für Nachhaltigkeit [...] aus. Hier wäre mal eine Möglichkeit, das in den Vordergrund zu stellen: Die Bauindustrie ist ein großer Verursacher menschengemachter CO2 - und Feinstaub-Emissionen!

Uwe Bonk-Natorp

Gehrde
Autor:
Uwe Bonk-Natorp


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