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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kinder malen die Zeitungsbilder
 
Ein Unikat für unsere Leser
 
Kinder heben Realität auf ein neues Niveau
 
„Fridays for Future″ – Organisatoren suchen Dialog
Zwischenüberschrift:
Mehr als 200 Mädchen und Jungen unserer Region zeichnen Nachrichtenfotos nach / Weltweit demonstrieren Schüler für Klimaschutz
 
Mädchen und Jungen malen die Fotos in der Neuen Osnabrücker Zeitung
 
Einblicke und Diskussionen beim Informationsabend / Heute nächster Streik
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Im Rahmen unserer redaktionellen Serie FamilienLeben″ bekommt unsere Zeitung heute ein ganz besonderes Erscheinungsbild. Alle Nachrichtenfotos wurden von Jungen und Mädchen aus unserer Region gemalt. Von Papenburg bis Melle, von Delmenhorst bis Osnabrück haben sich über 200 Kinder und Jugendliche an der Aktion beteiligt und für alle Zeitungsressorts zu den Stiften gegriffen. Das gemalte Bild rechts zeigt Schüler, die an einer Freitagsdemo teilnehmen. Weltweit wollen auch heute wieder Schüler für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen. Die Organisatoren der Fridays for Future″ gehen von mehr als tausend Demonstrationen aus. Der Aktionstag wird zeigen, wie gut die Protestbewegung um ihre Galionsfigur Greta Thunberg es schafft, Jugendliche rund um die Welt zu mobilisieren.

Bildtext:
Mit einem Megafon verschaffen sich diese Jugendlichen der Bewegung Fridays for Future″ Gehör. Heute wird wieder demonstriert.
Bild:
Thanh An Nguyen (12), Osnabrück

Heute ist eine einzigartige Zeitung entstanden. Eine Zeitung ohne Fotos wie ansonsten gewohnt, dafür aber mit vielen wunderschönen gemalten Bildern. Bunte Bilder aus Kinderhänden und inspiriert von Kindergedanken. Wir haben bewusst auf die direkte Wiedergabe der Wirklichkeit durch detaillierte Fotografien verzichtet, haben einmal nicht auf die professionellen Arbeiten der vielen Fotografen zurückgegriffen, die Tag für Tag auf der ganzen Welt für die unzähligen Zeitungen, Webseiten und andere Medienprodukte im Einsatz sind.

Wir wollten wissen, wie Kinderaugen diese Welt der Fotos sehen, und haben deswegen in der heutigen Ausgabe alle Fotos durch Bilder ersetzt, die ebenso hochaktuell von fast 200 Kindern aus unserem Verbreitungsgebiet gemalt worden sind. Die Idee ist in der Vorbereitung der großen Familienserie entstanden, die wir am vergangenen Samstag gestartet haben.

Die Redakteure, die auch an jedem anderen Tag die Texte und Fotos zusammenstellen, haben dies im ersten Schritt genauso gemacht wie gewohnt. Dann sind aber die vielen kleinen und großen Künstler im Alter von 8 bis 16 Jahren auf den Redaktionsplan getreten und haben das Fotomotiv mit ihren eigenen Gedanken und Gefühlen gemalt. Wir haben den Rahmen und das Format vorgegeben, die Kinder haben ihn mit bunten Inhalten gefüllt. Dabei sind sie manches Mal auch gehörig ins Schwitzen gekommen. Denn die Aktualität der Zeitung haben auch die Kinder nicht aufgegeben. Auch die Ereignisse des späten Nachmittages oder frühen Abend mussten noch ins Blatt also auch schnell von den Kindern gemalt werden. Da blieb nicht viel Zeit, einige Bilder mussten in wenigen Minuten auch gemalt auf der Seite stehen, damit diese zum Druckhaus gesendet werden konnte. Unsere Kinder, die sich vorher beworben und durch eigene Bilder empfohlen hatten, haben ihre journalistische Aufgabe mit Bravour gemeistert. Das Meisterwerk der Kinder halten Sie heute in Ihren Händen und können es mit den Augen begeistert erschließen.

Entstanden ist dabei ein Unikat für unsere Leser, eine Zeitung, die es so bisher nicht gegeben hat. Es gibt auf jeder Seite etwas Neues auf den Bildern zu entdecken. Die Welt der Großen mit den Augen der Kinder gesehen und mit den Buntstiften auf das Papier gebracht. Es ging nicht darum, detailgetreu bis auf die letzte Nuance die Fotos nachzumalen und sie zu kopieren. Die Ideen, Gedanken und Empfindungen sind in die vielen Bilder mit eingeflossen. Und Spaß hat es allen gemacht, den jungen Malern wie den erfahrenen Zeitungsmachern.

Buntstifte, Radiergummis und Anspitzer lagen verstreut auf den Tischen. Fotos von Schweinen, Lemuren, Promis oder Politikern hatten die Kinder in die Hand gedrückt bekommen. Ihre Aufgabe: Die Bilder, die normalerweise professionelle Fotografen für die Zeitung liefern, wurden an diesem Tag von den Kindern gemalt und sind an diesem Freitag in der Zeitung zu bestaunen.

Osnabrück Die Jungen und Mädchen waren die Teilnehmer der NOZ-Aktion Kinder malen Zeitungsbilder″, die gestern stattfand. Das Medienzentrum am Breiten Gang wurde zur Künstlerwerkstatt. Köpfe rauchten, hoch konzentriert machten sich die Sechs- bis 16-Jährigen an die Arbeit. Ich bin ein bisschen aufgeregt, weil ich noch nie unter Zeitdruck gemalt habe″, sagte die achtjährige Suraya. Sie bekam das Bild eines Satelliten, den sie in nur zwei Stunden malen musste.

Die Mädchen am Tisch nebenan gaben sich gegenseitig Tipps, denn eine Hand zu malen, das ist gar nicht so einfach. Unterstützung bekamen sie auch von Mitarbeitern der Neuen Osnabrücker Zeitung. Redakteure schauten den Kindern neugierig über die Schultern, denn einige bekamen exklusive Porträtbilder gezeichnet.

Davon hielt Amelie aus Wallenhorst eines in der Hand. Das fertige Bild ersetzt nachher das Foto im Kommentar: Gesichter zeichne ich nicht so oft, das ist ganz schön schwer. Ich male eher Ausmalbilder″, erzählte sie. Milana aus Osnabrück hatte eine ganze Schweineherde vor sich liegen. Dichtes Gedränge, Schatten und Licht wechseln sich auf dem Foto ab. Doch die Zeichnung kam dem Original sehr nah. Ich zeichne sehr gerne. Ich bin auch im Zeichenkurs, das ist mein Hobby. Schweine hätten zwar keine Lippen, aber ganz allgemein seien die für sie besonders zu malen, erzählte sie.

Etwas technischer ging es bei Phillip und Luke zu. Luke zeichnete mit Lineal und Bleistift ein Regal mit einem Plattenspieler darauf sogar mit Fluchtpunkt. Meine Oma ist gut im Zeichnen, ich glaube, das Talent habe ich von ihr″, sagte der Neunjährige aus Lechtingen. Phillip malte detailgetreu zwei Boote. Es wurde in zwei Schichten gemalt. Die Ersten mussten gegen 16 Uhr fertig sein, dann kam die Ablösung, die bis 19 Uhr blieb.

Insgesamt haben sich rund 1140 Kinder für die Aktion mit eigenen Zeichnungen beworben, rund 230 Jungen und Mädchen wurden ausgewählt und durften beim Malen mitmachen. Wir haben uns durch die , Augsburger Allgemeine′ inspirieren lassen. Die Kollegen dort haben die Aktion im vergangenen Jahr durchgeführt″, sagte Andrea Wegmann vom Marketing der NOZ. Wir wollen mit der Aktion der Zeitung ein besonderes Erscheinungsbild geben und expliziert während der Familienwochen Kinder mit einbeziehen″, so Wegmann.

Das ist mal etwas ganz anderes und eine witzige Idee″, äußerte sich Gert Westdörp, Chef der Fotografie, begeistert über die Aktion. Durch Kinderaugen werde die Realität auf ein neues Niveau gehoben. In vielen Fällen sei es sogar gelungen, Sachverhalte in einer Mischung aus Karikatur und kindlicher Naivität besser auf den Punkt zu bringen.

Bildtexte:
Die zehnjährige Milina malte eine Schweineherde. Sie ist in einem Zeichenkurs und schon geübt.
Zu Gast beim Wittlager Kreisblatt waren, neben älteren Schülern, auch die Schüler der Klasse 3 der Grundschule Wehrendorf. Das Thema Zeitung nehmen sie gerade auf Basis des Klasse!- Projekts im Sachunterricht bei ihrer Klassenlehrerin Sabine Böschemeier durch.
Konzentriert gingen Robert (10) und Sophie (8) als Gäste des Bersenbrücker Kreisblattes in Quakenbrück an die Arbeit. Sophie hatte sich zum Beispiel Per Pedes ausgesucht, der täglich über Anekdoten aus dem Nardkreis berichtet. Wie viele andere Kinder hatte sie ihr Motiv vorgezeichnet.
Das Fachwerkhaus der Biologischen Station am Alfsee oder einen VW Käfer für die Serie " Mein erstes Auto" galt es bei der Malaktion der Bramscher Nachrichten zu zeichnen, In zwei Gruppen wurde deshalb fleißig gemalt. Justus (l.), KEn (2.v.l.), Darian und Elerus (r.) hatten dabei Spaß.
Der Redakeur des Meller Kreisblattes versuchen noch, mit ein paar Sprüchen die Atmosphäre aufzulockern, aber pustekuchen: Die Meller Mal.Kids waren bereits so konzentriert bei der Arbeit, dass er ihnen kaum ein müdes Lächeln entlocken konnte.
Fotos:
David Ebener, Kerstin Balks, Strakeljahn, Marcus Alwes, Teresa Bäumer

Osnabrück Um die 30 Eltern und Interessierte kamen zum Informationsabend im Museum am Schölerberg. Sie bekamen von den Organisatoren Einblicke in die Klimainitiative Fridays for Future″ und ihre Ziele. Diskussionsstoff bot die Schulpflicht.

Die Organisatoren waren enttäuscht von der geringen Teilnahme am Infoabend, wollten sie doch eigentlich den Dialog mit möglichst vielen suchen. Lehrer, die ihnen kritisch gegenüberstehen, seien nicht vor Ort gewesen. Eine Mutter des Gymnasiums In der Wüste″ kritisierte dies scharf: Da hat keiner das Rückgrat, hier aufzutauchen.″ Die Anwesenden jedenfalls erfuhren, wie sich die Schüler durch Ortsgruppen, Delegierte und Telefonkonferenzen organisieren. Wir wollen nicht nur streiken, sondern eine Bewegung bilden″, sagte Jakob zur Heide, Delegierter der Ortsgruppe Osnabrück . Zwar seien die Osnabrücker Schulleiter der Initiative gegenüber meist eher positiv gestimmt″, so Mitorganisator Lars Biesenthal. Am Gymnasium In der Wüste″ habe es aber mittlerweile vehemente Diskussionen und Verbote gegeben, berichtete Schülerin Lili aus der elften Klasse. Streiks und Demos seien nicht mehr erlaubt. Zudem gelte die Demonstration nicht mehr als Entschuldigung für das Fehlen im Unterricht.

Eine Mutter sah das anders: Wir dürfen entschuldigen, egal, worum es geht.″ Wilhelm Vennemann aus dem Elternschulrat des Wüstengymnasiums empfand zu harte Bestrafungen als unverhältnismäßig″. Schließlich störe es nicht den Schulfrieden. Er zeigte jedoch Verständnis für die schwierige Situation, in der sich Schulleiter befänden: Der Rektor muss sich natürlich an die Gesetze halten.″

Die anwesenden Eltern zeigten weitgehend Sympathie für die Streiks und Ideale der Schüler. Es sei eine spezielle Situation: Für alle ist es neu und eine enorme Wucht″, betonte eine Mutter. Die Streiks aber seien kein Vergehen, sondern zeugten von Engagement.

In einer Pressemitteilung forderte die SPD-Fraktion im Stadtrat am Donnerstag alle Parteien auf, die Schülerproteste Ernst zu nehmen und mit Vertretern von Fridays for Future″ ins Gespräch zu kommen.

Heute gehen die Proteste in die nächste Runde. Um 10 Uhr beginnt der Streik vor dem Theater. Es soll unter anderem musikalische Workshops und Gastbeiträge geben, bevor um 13.30 Uhr der Demonstrationszug beginnt. Die Organisatoren rechnen mit großer Beteiligung im dreistelligen Bereich.

Bildtext:
Unter dem Motto Wir streiken, bis ihr handelt″ demonstrierten Schüler am 15. Februar vor dem Theater am Domhof in Osnabrück.
Bild:
Cheyma Stiti (10), Osnabrück
Autor:
Kathrin Pohlmann, Felix Westhoff


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