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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein Spielplatz von Kindern für Kinder
Zwischenüberschrift:
Am Rubbenbruchsee werden bald die Ideen der kleinen Planer umgesetzt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ohne die Zustimmung der Kinder hätte ich das so nicht machen dürfen.″ Duygu Öztas vom Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) weiß, wer bei der Planung des Spielplatzes am Rubbenbruchsee das Sagen hat, und hat ihren Entwurf selbstverständlich danach ausgerichtet.

Osnabrück Wer könnte besser entscheiden, wie ein Spielplatz aussehen soll, als die Nutzer selber. Und so hat die Stadt sich Expertenrat bei den Kindern im Hort OGS Plus″ in Eversburg geholt. Die haben in einem dreitägigen Workshop gemeinsam mit Karin Wank und Rosa Jünemann vom Kinder- und Jugendbüro erarbeitet, was denn für sie wichtig ist.

Gott sei Dank waren die Kinder begeistert. Alle haben sich in dem Entwurf wiedergefunden″, sagt OSB-Spielplatzplanerin Öztas, die keinen Zweifel daran lässt, dass ihr die Meinung der kleinen Kollegen außerordentlich wichtig ist. Nach dem Workshop im Oktober letzten Jahres musste Öztas mit ihren Plänen kurz vor Weihnachten in einer Planungswerkstatt noch einmal vor das durchaus kritische Gremium treten. Ihre Aufgabe: Den Jungen und Mädchen erklären, was geht und was nicht, vor allem aber auch, warum denn bestimmte Ideen vielleicht nicht zu verwirklichen sind, andere womöglich in anderer Form realisiert werden müssen. Dass nicht jeder Traum wahr werden kann, sei für die Kinder in der Regel kein Problem, weiß Karin Wank. Wichtig ist, dass sie das Gefühl haben, ernst genommen zu werden.″

In der Tat ist es so, dass eine Planung komplett überholt werden müsste, wenn sie bei den Kindern keinen Gefallen findet. Dann hätte die Planerin noch einmal nacharbeiten müssen″, beschreibt Wank das Prozedere, das durchaus mit den Verfahren in der großen″ Politik vergleichbar ist.

Nachdem die Kinder im Workshop ihre Spielplatzmodelle fertiggestellt hatten, stimmten sie in einem demokratischen Prozess über eine Prioritätenliste ab. Die einzelnen Geräte wurden mit Punkten bewertet. So entstand eine Wunschliste, die Öztas nun abgearbeitet hat. Realisiert werden sollen eine Kletter-und Balancieranlage, eine Wasserspielanlage und eine Trampolinreihe sowie ein Walderlebnisbereich mit einem Sitzkreis aus Findlingen und Baumstämmen.

Selbstverständlich werden die jungen Planer demnächst zur Einweihung eingeladen. Ein bisschen werden sie sich allerdings noch gedulden müssen, denn die Arbeiten müssen noch ausgeschrieben werden, und vor allem haben die Spielgerätebauer derzeit Lieferfristen von sechs Monaten.

Bildtexte:
Wasserspielanlage, Schaukel und Walderlebnis so stellen sich die Kinder ihren Spielplatz am Rubbenbruchsee vor.
Im Oktober präsentierten die kleinen Spielplatzexperten ihre Ideen.
Grafik:
Osnabrücker Servicebetrieb
Foto:
Stadt Osnabrück/ Robert Schäfer
Autor:
Dietmar Kröger


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