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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Makellos und ausgewogen
Zwischenüberschrift:
Entwürfe von Friedhofsgärtnern und Steinmetzen auf der Landesgartenschau
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
BAD ESSEN. Gemeinhin sind Gärten Orte, deren Gestaltung der Erholung, der Entspannung und der Freude dient. Doch auch Grabstätten die Orte der Trauer werden gärtnerisch und architektonisch gestaltet. Mit viel Einfühlungsvermögen, wie die Entwürfe von Friedhofsgärtnern und Steinmetzen auf der Landesgartenschau zeigen.

Als Spiegelbild der Gesellschaft wird die Bestattungskultur gern bezeichnet. Tatsächlich schlägt sich gesellschaftlicher Wandel unverkennbar in der Bedeutung nieder, die Friedhöfe und Totengedenken für uns haben. So wächst die Zahl der anonymen Bestattungen, da viele Hinterbliebene sich aus räumlichen oder zeitlichen Gründen nicht um die Grabpflege kümmern können. Aber auch das Gegenteil ist zu beobachten: Trauernde Angehörige betonen in der Grabgestaltung die Persönlichkeit des Verstorbenen, ersetzen allgemeine christliche Symbole durch sehr individuelle, charakterisierende Merkmale.
Wo ehedem ein Kreuz das Haupt des Grabes markierte, mag heute beispielsweise ein in Stein gemeißeltes Buch auf einer Säule den verstorbenen Literaten oder Literaturliebhaber ehren. Bei so viel Individualität ist natürlich die bildhauerische und gärtnerische Kreativität besonders gefragt. Zahlreiche Beispiele dafür finden sich im Schaugarten der Friedhofsgärtner und Steinmetze: Herzen, esoterische Symbole, wie das bekannte Ying und Yang, florale Ornamente oder fließende Formen als Sinnbild für den Fluss des Lebens vielleicht sind hier anzutreffen. Selbst Varus wurde mit einer Grabstele abermals ein Denkmal gesetzt.
Makellose Arbeiten, ausgewogene Proportionen, die durch die Grabbepflanzung noch unterstrichen werden. Hierzu kann Fritz Honermeyer Auskunft geben, denn der Bad Essener Friedhofsgärtner hat während der Gartenschau die Pflege der 28 Gräber übernommen, seine Tochter Gunhild eines der Gräber entworfen. Bodendecker und immergrüne Rahmenbepflanzung würden bei den meisten Gräbern durch Blühpflanzen im Wechsel der Jahreszeiten ergänzt, sagt er. Buchsbaum, Eibe und Spindelstrauch finden sich denn auch auf vielen Gräbern, aber auch Solitäre wie anmutige Gräser, Rhododendron oder die bereits genannten Formgehölze.
Individualität, die ohne Pflegeaufwand für Hinterbliebene auskommt das ist die Grundidee des Memoriam-Gartens, der auf der Landesgartenschau beispielhaft angelegt wurde. Er ist wie ein kleiner Garten gestaltet, in dem die Gräber und die Rahmenbepflanzung eine harmonisch aufeinander abgestimmte Einheit bilden. Jeder Verstorbene wird auf den Grabmalen mit Namen und Lebensdaten genannt, namenlose Bestattung gibt es nicht. Vom Tag seiner Einweihung an ist ein solcher Memoriam-Garten fertig bepflanzt, man erwirbt eine Grabstelle in einer kompletten Grabanlage mit der dazugehörigen Dauergrabpflege zu einem festen Preis.
Von einem Rundum-sorglos-Paket″ ist in einer Informationsbroschüre die Rede. Eine Formulierung, mit der die Werbetexter sich vermutlich unfreiwillig dem Zynismus nähern.

Weitere Informationen und viele weitere Details rund um die Landesgartenschau im Internet unter www.noz.de/ landesgartenschau.

Bildtext:
Grabgestaltung ist auch auf der Landesgartenschau in Bad Essen ein Thema. Friedhofsgärtner Fritz Honermeyer aus Bad Essen kümmert sich um die Muster-Ruhestätten.
Fotos:
Kerstin Balks

DAS LANDESGARTENSCHAU-PROGRAMM FÜR DIE NÄCHSTEN TAGE

Samstag, 9. Oktober: Blumenhallenschau Schlussakkord! Von allem das Beste″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Zeit für Äpfel pur oder beschwipst, ganztägig, Forum Natur; Spes Viva vom Grab zum Himmel (Hospizarbeit), ganztägig, Himmelsterrasse; Andacht zur Mittagsstunde, 14 Uhr, Himmelsterrasse; Konzert Sing We and Chant It″ (1. Europäisches Kinder- und Jugendchortreffen), 15 Uhr, Waldbühne.
Sonntag, 10. Oktober: Blumenhallenschau Schlussakkord! Von allem das Beste″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Zeit für Äpfel pur oder beschwipst, ganztägig, Forum Natur; Matinee mit Uli Singer, 11 Uhr, Solepark; Die Original Salzsieders!″, 12 bis 16 Uhr, NDR-Garten/ Schloss Ippenburg; Konzert mit dem MGV Bad Iburg, 13.30 Uhr, Waldbühne; Gottesdienst, 14 Uhr, Himmelsterrasse; Konzert mit dem Andreas-Posaunenchor Norden, 14.30 bis 15.30 Uhr, Himmelsterrasse; Line Dance Freunde″ Lotte, 15 Uhr, Waldbühne; Jagdhornbläser der Jägerschaft Wittlage, 15 bis 17 Uhr (16 Uhr vom Schlossbalkon), Schloss Ippenburg.
Montag, 11. Oktober: Blumenhallenschau Schlussakkord! Von allem das Beste″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Einfach kochen Lecker essen mit dem Bad Essener Urmeersalz, 12 Uhr, Gartenküche im Küchengarten/ Schloss Ippenburg.
Dienstag, 12. Oktober: Blumenhallenschau Schlussakkord! Von allem das Beste″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Schaukochen des Dehoga-Kreisverbands Wittlage, 11 Uhr, Gartenküche/ Schloss Ippenburg.
Mittwoch, 13. Oktober: Blumenhallenschau Schlussakkord! Von allem das Beste″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Andacht zur Mittagsstunde, 14 Uhr, Himmelsterrasse; Blumige Geschichten, 14.30 bis 15.30 Uhr, Himmelsterrasse.
Donnerstag, 14. Oktober: Blumenhallenschau Schlussakkord! Von allem das Beste″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Gartenfestival Ein letztes Mal! Schlussakkord!″, 9 bis 19 Uhr, Schloss Ippenburg; angehende Landschaftsgärtner bauen einen temporären Garten zum Thema des Gartenfestivals, 9 bis 17 Uhr, Lernbaustelle/ Schloss Ippenburg; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Schaukochen der Landfrauen in der Region Osnabrück, 10 Uhr, Gartenküche/ Schloss Ippenburg (Mitmachaktion: längste Apfelschale/ Preisvergabe um 16 Uhr); Kochen mit Kindern, 10 bis 12.30 Uhr, Gartenküche/ Schloss Ippenburg; Andacht zur Mittagsstunde, 14 Uhr, Himmelsterrasse; Lesung Gedanken zwischen Himmel und Erde″, 14.30 bis 15.30 Uhr, Himmelsterrasse.
Freitag, 15. Oktober: Blumenhallenschau Schlussakkord! Von allem das Beste″, 9 bis 19 Uhr, ehemaliges Hallenbad; Gartenfestival Ein letztes Mal! Schlussakkord!″, 9 bis 19 Uhr, Schloss Ippenburg; angehende Landschaftsgärtner bauen einen temporären Garten zum Thema des Gartenfestivals, 9 bis 17 Uhr; Mineralwasser erleben Ausstellung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen, ganztägig, Eingangsbereich Blumenhallenschau; Schaukochen der Landfrauen, 10 Uhr, Gartenküche/ Schloss Ippenburg (Mitmachaktion: längste Apfelschale); Kochen mit Kindern, 10 bis 12.30 Uhr. Schloss Ippenburg; Andacht zur Mittagsstunde, 14 Uhr, Himmelsterrasse.
Autor:
Kerstin Balks


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