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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Anlieger der „heimlichen Westumgehung″ müssen jetzt zügig entlastet werden
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Abbau der Berliner Kissen und der Verkehrssituation auf dem Westerberg, u. a. zum Artikel BOB fordert Neubewertung der Westumgehung″ (Ausgabe vom 22. Januar) und zum Leserbrief von Stefan Wichmann Nein der Bürger gilt auch weiterhin″ (Ausgabe vom 14. Februar).

Nach dem Beschluss des Rates der Stadt Osnabrück, die Berliner Kissen an der Gluckstraße wieder zu entfernen, ist es sinnvoll, erneut über die Entlastungsstraße West nachzudenken.

Trotz der Berliner Kissen ist es auf der , heimlichen Westumgehung′ zu keiner deutlichen Reduzierung der Verkehrsmenge gekommen, da eine Nord-Süd-Tangente fehlt. Der innerstädtische Verkehr nimmt unvermindert zu. Er wird weiter steigen, wenn durch eine drohende Sperrung des Neumarkts, und somit der Ost-West-Achse, es zu weiteren Staus auf dem inneren Ring kommen wird. Die Stickoxide werden über die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte weiter ansteigen. Es drohen uns Fahrverbote für Osnabrück.

Somit fordere ich die Parteien [...] und die Mitglieder der Runden Tische Westerberg auf, eine Neubewertung der westlichen Citystraße durchzuführen, um damit endlich nach vielen Fehlversuchen eine Entlastung des Verkehrs im Wohngebiet Westerberg und auf dem innerstädtischen Ring zu erreichen.″

Heiko Stock

Osnabrück

Das ist schon fast Realsatire! Über vier Jahre lang haben Anwohnervertreter dafür gekämpft, dass von den vollmundigen Versprechungen der Politik, eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs sei auch ohne neue Straße möglich, wenigstens etwas umgesetzt wird.

Anstelle der bewährten weichen Kissen werden im Spätsommer Hartplastikbremsbuckel geliefert und ohne Test prompt verbaut. Und jetzt geht alles ganz schnell [...]. Die Anwohner in dem Bereich stehen [...] wieder da, wo sie am Tag nach der Bürgerbefragung waren. Zusätzlich dürfen sie sich auf den Ausweichverkehr freuen, der den Straßenzug während der anstehenden Vollsperrung der Rheiner Landstraße erwartet.

Auch die Verantwortlichen im Rat sollten wissen, dass man ein gegebenes Wort hält. Im Übrigen hat man sie damals nicht dazu gezwungen, den Anwohnern irgendetwas zu versprechen!

Anja Rotermann

Osnabrück

Alle haben recht, Stefan Wichmann und der BOB (Bund Osnabrücker Bürger). Problemverlagerung wäre schädlich. Dialog jedoch hilft, Problemlösungen zu finden.

Fakt ist: Verkehrsmäßig ist der kürzeste Weg immer der beste, auch ökologisch betrachtet. Niemand käme auf die Idee, einen Umweg zu nehmen, nur um einige Anlieger zu schonen. Außerdem würde er mit der Wahl eines Umwegs durch die Stadt weit mehr Schaden anrichten.

Nicht zu vergessen, dass es bei der Durchfahrt einer 30-Zone stets Disziplinierer gibt, die als Kopf eine Autoschlange anführen, weil sie sich pflichtgerecht an die angeordnete Begrenzung der Geschwindigkeit halten. Als Anlieger, der gar keinen anderen Weg als den der , heimlichen Westumgehung′ nehmen kann, bin ich so einer. Selbst wenn ich mit 36 km/ h unterwegs wäre, würde ich dabei zwangsläufig erreichen, dass die Letzten in der Schlange nur noch mit 26 km/ h vorwärtskämen. [...] Außerdem verursachen die Kleintransporter mit ihrem Gerät auf dem Kasten einen ohrenbetäubenden Lärm, wenn sie mit 30 km/ h über die Berliner Kissen fahren.

Was spricht dagegen, dass vernunftbegabte Bürger eine Überprüfung der Fakten und deren Neubewertung anregen? Ich glaube, dass Dialog der Demokratie nicht schadet, sondern diese eher beflügelt, im Gegensatz zu festgeschriebenen bürokratischen Diktaten, mögen sie auch noch so demokratisch zustande gekommen sein.″

Stefan Middelberg

Osnabrück
Autor:
Heiko Stock, Anja Rotermann, Stefan Middelberg


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