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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kritische Fragen der Bürger zu den Problemen im Stadtteil
Zwischenüberschrift:
Schinkelgang der beiden Bürgervereine
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Großer Andrang beim 44. Schinkelgang: Geschätzte 60 Personen nahmen am Samstag an der von den Ortsvereinen Schinkel 1912 und SchinkelOst organisierten Veranstaltung teil. Nach einem kurzen Gang durch den Stadtteil mussten sich dabei im HeinzFitschen-Haus Oberbürgermeister Boris Pistorius sowie Repräsentanten der Stadtverwaltung und des Rates den kritischen Fragen der Bürger zu ungelösten Problemen im Schinkel stellen.
Startpunkt des diesjährigen Schinkelgangs war die Baustelle an der Schellenbergbrücke. Franz Schürings und Lutz Vorreyer vom Fachbereich Städtebau berichteten vor Ort über den Fortschritt der Bauarbeiten. Vorreyer wagte eine optimistische Prognose: Ursprünglich habe man die Fertigstellung der Brücke für November 2011 geplant, zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei aber eine Inbetriebnahme bereits im Juli 2011 nicht unrealistisch. Entscheidend seien dabei die Wetterbedingungen in den nächsten Monaten.
Auf eine Nachfrage aus den Reihen der Schinkelaner erklärte Schürings, auch die kalkulierten Kosten für den Neubau der Brücke würden nicht wesentlich überschritten. Insgesamt liege man derzeit bei drei bis fünf Prozent über dem ursprünglich veranschlagten Betrag, was bei einem Elf-Millionen-Projekt aber keine nennenswerte Abweichung darstelle.
Nach dem eigentlichen Schinkelgang, der in diesem Jahr über den Jeggener Weg führte, entfaltete sich im Gemeinschaftszentrum HeinzFitschen-Haus dann eine lebhafte Diskussion. Im Mittelpunkt standen dabei zunächst die Spielplätze des Stadtteils: Seitens der anwesenden Bürger herrschte wenig Verständnis über einige geplante oder bereits durchgeführte Rückbaumaßnahmen der Stadt.
Franz Schürings erläuterte den Anwesenden daraufhin das städtische Spielplatzkonzept: Unter dem Einfluss des Sparzwangs stehe der Stadt immer weniger Personal für die Instandhaltung der Spielplätze zur Verfügung, daher habe man sich bei der Stadt entschlossen, die Anzahl insgesamt zu reduzieren, dafür sei aber die Schaffung qualitativ hochwertigerer Spielplätze geplant. Zudem soll bei dem Konzept dafür Sorge getragen werden, dass trotz des Rückbaus in allen Wohngebieten schnell erreichbare Spielplätze erhalten bleiben beziehungsweise geschaffen werden.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand dabei vor allem der Spielplatz an der Schützenstraße, der im Zuge einer möglichen Neugestaltung der Ebertallee durch ein neues Objekt ersetzt werden soll. Ratsmitglied Claudia Schiller (CDU) berichtete dazu, dass aufgrund der maroden Finanzlage der Stadt die Planungen für die Neugestaltung derzeit auf Eis lägen, weswegen auch der Spielplatz Schützenstraße zumindest aktuell nicht mehr zur Debatte stünde.
Fragen auch zu einer Freifläche an der Tiemannstraße. Die Stadt möchte die Fläche gerne als Bauland verkaufen, wogegen Walter Leineweber als Sprecher des Vereins Schinkel-Ost stellvertretend für die Anwohner protestierte. Die Situation an der Straße sei bereits jetzt unhaltbar, schilderte Leineweber und verwies dabei besonders auf die Parkplatzproblematik: Häufig sei die Straße derart zugeparkt, dass Rettungsoder Feuerwehrfahrzeugen im Notfall der Zugang unmöglich sei.
Für seinen Einwand erntete Leineweber lebhafte Zustimmung im Publikum. Oberbürgermeister Pistorius versuchte daraufhin zu beschwichtigen: An besagter Stelle seien derzeit lediglich zwei Einfamilienhäuser angedacht, benötigte Parkplätze würden dabei auf den Grundstücken eingeplant und führten somit nicht zu einer weiteren Verschärfung des Problems. Zweiflern gegenüber signalisierte Pistorius, dass bei den Planungen den Einwänden der Bürger nach Möglichkeit Rechnung getragen würde.

Bildtext:
An der Schellenbergbrücke startete der Schinkelgang in diesem Jahr.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
poel


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