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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Pyer wollen mehr Radwege
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum: Gefahren auf kurvigen Straßen, an Böschungen und Gräben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Radfahrer in Bedrängnis: Anwohner forderten im Bürgerforum Pye sichere Wege nach Lechtingen. Und auf manchen Straßen würden sie Autofahrer gerne ausbremsen.

Osnabrück Während das Stüveschachtgebäude aus dem Dornröschenschlaf erwacht, beschäftigen sich manche Pyer bereits mit Begleiterscheinungen. Burckhard Kuhn brachte diesen Vergleich ins Spiel: Der Rubbenbruchsee ist ein herrliches Freizeitgebiet mit besten kombinierten Rad- und Fußwegen. Es droht der Piesberg ebenso beliebt zu werden.″ Aber an der Lechtinger Straße fehle im Bereich des Stüveschachts ein Rad- und Fußweg den bestehenden Weg bezeichnete er als einen Eselspatt″. Kuhn schlug vor, eine geschotterte und gesplittete Piste″ anzulegen und sie an die Fahrradstraße in Lechtingen anzubinden.

Einen solchen Weg hält der Fachbereich Städtebau zwar auch für wünschenswert″, wie Oberbürgermeister Wolfgang Griesert vortrug, aber nicht unproblematisch″: Der Weg würde einen Eingriff in den Waldbestand bedeuten″, und zum Teil liegen benötigte Flächen nicht im städtischen Eigentum″. Griesert resümierte: Es ist derzeit nicht davon auszugehen, dass wir das in nächster Zeit angehen.″ Anwohner Manfred Diekmann war mit dieser Antwort nicht zufrieden und forderte: Wir wollen, dass es dort sicherer wird.″

Das gilt auch für den Knick vor der Einmündung zum Lindholzweg. Der Pyer Franz Heidemann erläuterte die Situation so: Fußgänger, die in diesem engen und unübersichtlichen Kurvenbereich an der Straße laufen müssen″, würden von Autofahrern nicht gut gesehen″. Er fragte, ob dort ein Fuß- und Radweg angelegt werden könnte. Aber der Fachbereich Städtebau hält einen Fuß- und Radweg nicht für erforderlich. Eine Verkehrsschau habe ergeben, dass ausreichende Sichtverhältnisse vorliegen″. Davon sind die Anwohner nicht überzeugt, zumal sich wie Burkhard Kuhn feststellte – „ die Straße an der Stelle verjüngt″. Heidemann bat darum, dort wenigstens Äste″ so weit zu beschneiden, dass die Sicht besser wird.

Wie sieht es mit dem Plan für einen Radweg am Moorweg aus? Das wollte Bernhild Hagenhoff wissen. Der Weg werde von vielen Bürgern genutzt, um in Lechtingen einzukaufen. Rita Feldkamp ergänzte, dass ein Radweg auch deshalb erforderlich sei, weil wir mit dem Fahrrad nicht von der Straße runterkönnen dort ist ein Graben″. Der Fachbereich Städtebau will mit einer Planung eines Radweges zwar beginnen, jedoch nicht mit hoher Priorität″. Eine Verkehrserhebung an einem Tag im September zwischen 6 und 20 Uhr habe ergeben, dass 984 Autos, 134 Radfahrer und 51 Fußgänger den Moorweg genutzt hätten das sei nicht viel. Wie Oberbürgermeister Griesert berichtete, nimmt die Verwaltung an, dass mit einem entsprechenden Weg mehr Menschen zu Fuß und mit dem Rad zwischen Pye und Lechtingen unterwegs sein werden. Wir haben das auf der Agenda.″ Diese Antwort gefiel einer Anwohnerin nicht: Mich ärgert es ungemein, dass wir abgeschmettert und immer vertröstet werden.″

Ein Wunsch geht jedoch bald in Erfüllung: Thorsten Kathmann machte auf die Situation von Radfahrern am Fürstenauer Weg zwischen der Kreuzung Auf der Hegge und Am Stollenbach aufmerksam: Direkt neben dem Weg befindet sich eine steile Böschung und darunter ein Graben. Als Oberbürgermeister Griesert verkündete, dass dort voraussichtlich bis Ende April zum Schutz ein Zaun gebaut werden soll, erhielt er Beifall.

Berliner Kissen″ für die Kreuzung Zum Pyer Moor/ Moorweg? Die jedenfalls wünscht sich Anja Hilbert, um Autofahrer auszubremsen. Für den Fachbereich Städtebau kommen solche Installationen dort nicht in Betracht. Neue Markierungen und Beschilderungen hätten die Situation bereits entspannt. Auch für die Überquerung zur Grundschule und zur Kita wünscht sich Anja Hilbert mehr Sicherheit. Der Osnabrücker Servicebetrieb versprach, den Zebrastreifen aufzufrischen, und der Fachbereich Städtebau will das Umfeld der Grundschule demnächst genauer betrachten.

Geld für die Römerbrücke: Oberbürgermeister Griesert wies darauf hin, dass im städtischen Haushalt in diesem Jahr 330 000 Euro für eine neue Verkehrsführung über den Altarm der Hase eingeplant sind. Darauf drängen die Pyer seit vielen Jahren.

Bildtexte:
Bedrängt? Fußgänger und Radfahrer fühlen sich auf der Lechtinger Straße nicht sicher. Aber die Stadtverwaltung will derzeit keinen eigenen Weg für sie bauen. Pyer vermuten, dass der Verkehr in ihrem attraktiven Stadtteil zunimmt.
Gefahr in der Idylle: Anwohner fordern einen Fuß- und Radweg für die Lechtinger Straße auch wegen solcher Kurven.
Fotos:
David Ebener
Autor:
Jann Weber


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