User Online: 1 | Timeout: 03:32Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Regenrückhaltebecken am Schinkelberg
Zwischenüberschrift:
Stadt informiert über Bauleitpläne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Weil unterhalb des Schinkelberges zu viel Wasser in die Kanalisation fließt, will die Stadt dort ein Regenrückhaltebecken bauen. Der Bolzplatz gegenüber dem Schinkelbad müsste dafür verlegt werden.

Osnabrück Allerdings nicht weit: Derzeit stehen die Tore aus Metall mitten auf einer Rasenfläche an der Ecke Schinkelbergstraße/ Im Wegrott. Im Bebauungsplan Nr. 22 (1) ist sie bisher als öffentliche Grünfläche mit Spielplatz festgesetzt. Doch das könnte bald per Ratsbeschluss geändert werden. Der Platz reicht aus, um zusätzlich zu dem Bolzplatz ein Regenrückhaltebecken zu bauen″, erklärt Franz Schürings, der Fachbereichsleiter für den Städtebau.

Das Becken wird dringend benötigt. Schon jetzt sei die Regenwasserkanalisation im Bereich des Heiligenweges an der Kapazitätsgrenze, sagt Schürings. Wenn in Zukunft, wie geplant, auf dem Grundstück des Schinkelbades Wohngebäude hochgezogen werden, fallen weitere Sickerflächen weg, und die Kanalisation müsste noch mehr Regenwasser aufnehmen. Also muss eine Entlastung in Form eines Regenrückhaltebeckens her. Die 8500 Quadratmeter große Fläche schräg gegenüber dem Schinkelbad dafür zu nutzen scheint naheliegend.

Wo genau Bolzplatz und Regenrückhaltebecken auf der Fläche angesiedelt werden, ist noch nicht festgelegt. Zum jetzigen Zeitpunkt geben wir nur Planungsziele vor″, so Schürings. Bis zum 1. März 2019 liegen die Aufstellungsabsichten im Fachbereich Städtebau im Dominikanerkloster an der Hasemauer aus. Die Öffentlichkeit kann sie einsehen und sich dazu äußern. Erst im nächsten Schritt werde über Größe und Volumen des Regenrückhaltebeckens entschieden, auch unter Berücksichtigung geltender Umweltrichtlinien, so Schürings. Bis zu einem möglichen Ratsbeschluss über den Bebauungsplan werden noch Monate vergehen.

In der Umgebung des Schinkelbades sind derzeit mehrere Projekte in der Schwebe: 2017 hatte die Stadt angeregt, das Areal zwischen Bremer Straße, Weberstraße, Schinkelbergstraße und Schwanenburgstraße als Wohngebiet auszuweisen. Bis dahin war ein Teil der Fläche für die Entlastungsstraße Ost freigehalten worden, außerdem verlaufen dort eine 30-kV-Stromleitung und ein Fußweg, einige Flächen sind im Privatbesitz. Damals hatte eine Bürgerinitiative gegen die Pläne mobilgemacht und auf ökologische Faktoren verwiesen. Politisch war der Bebauungsplan damit offenbar nicht mehr durchsetzbar.

Das weitere Vorgehen der Stadtplaner bei der Nachverdichtung in dem Bereich sei noch unklar, so der Fachbereich Städtebau, die Planungen für das Regenrückhaltebecken völlig unabhängig″ von einer möglichen Wohnbebauung, betonte Schürings. Sie werde dadurch weder verhindert noch vorbereitet. Als Baufläche war das Bolzplatz-Areal ohnehin nie vorgesehen gewesen.

Zwei weitere Pläne

Ab dem 12. Februar liegen noch zwei weitere Bebauungspläne im Fachbereich Städtebau aus: Bei der Nr. 634 geht es um vier Grundstücke am Nahner Weg, bei denen eine Wohnbebauung in zweiter Reihe ermöglicht werden soll. Auf den Flächen sind bis zu zweigeschossige Doppelhäuser vorgesehen, insgesamt könnten so acht zusätzliche Wohneinheiten entstehen. Wir zwingen niemanden, dort zu bauen″, stellt Stadtplaner Lars Bielefeld. Aber: Wir machen so etwas in der Regel nur, wenn wir ein konkretes Interesse eines Eigentümers haben″, ergänzt Franz Schürings.

Die Nr. 123 befasst sich mit einem Fußweg an der Josef-Schwetje-Straße in der Osnabrücker Wüste. Faktisch wird dieser Weg von den Anwohnern seit Langem als Zufahrt für ihre Grundstücke genutzt. Das letzte Haus wurde dort vor mehr als 15 Jahren gebaut″, sagt Franz Schürings. Im Sinne der Rechtsklarheit″, so steht es in der Begründung zur Änderung des Bebauungsplanes, sei es erforderlich, die besondere Zweckbindung der öffentlichen Verkehrsfläche″ als Fußweg entfallen zu lassen. Für die Anwohner würde das lediglich bedeuten, dass das entsprechende Schild an dem Weg abgebaut wird, stellte Stadtplaner Lars Bielefeld klar.

Beide Bebauungspläne sind bis zum 12. März unter www.osnabrueck.de einsehbar. Nach Ablauf dieser Frist wird der Stadtrat über die Änderungen entscheiden.

Bildtext:
Der Bolzplatz an der Schinkelbergstraße/ Ecke Im Wegrott″ soll verlegt werden, damit ein Regenrückhaltebecken gebaut werden kann.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Louisa Riepe


Anfang der Liste Ende der Liste