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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Erneuerbare Energien als Geldquelle
Zwischenüberschrift:
Studie: Milliardeneinnahmen für die Kommunen – Dienstleistung als Trumpf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Erneuerbare Energien könnten einen großen Beitrag leisten, damit Kommunen ihre Finanznot überwinden. Das ist das Fazit einer Studie, die im September vorgelegt wird, von der jedoch vorab erste Ergebnisse veröffentlicht worden sind. Die Untersuchung ist vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gemeinsam mit dem Zentrum für Erneuerbare Energien der Universität Freiburg (ZEE) erstellt worden.
Die Studie kommt für 2009 zu folgendem Ergebnis: Insgesamt 6, 6 Milliarden Euro haben Städte und Gemeinden demnach durch die Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien erzielt. Daran waren die Windenergie mit 2, 1 Milliarden Euro und die Fotovoltaik mit 2, 4 Milliarden Euro beteiligt. Der hohe Beitrag der Fotovoltaik sei vor allem auf den starken Zubau von Neuanlagen verbunden, so die Wissenschaftler. Für 2020 prognostizieren sie sogar einen Anstieg der Wertschöpfung auf 12, 3 Milliarden Euro allerdings nur, wenn der Ausbau an Windund Fotovoltaikleistung so ansteigt, wie ihn die Branche erwartet.
IÖW-Projektleiter Bernd Hirschl sagte unserer Zeitung, die Produktion von Anlagen und deren Teile mache nur rund ein Viertel der Wertschöpfungskette aus. Selbst Kommunen, die nicht über einen Produktionsstandort verfügen, können durch nachgelagerte Dienstleistungen wie Planung, Installation, Versicherung von Anlagen und Finanzierung einen Großteil der Einnahmen erzielen″, sagte er. Eine solche kommunale Wertschöpfung gelinge aber nur, wenn der dezentrale Ausbau von Anlagen vorangetrieben wird″.

Bildtext:
Sonnenenergie und andere regenerative Quellen können für klamme Kommunen zum Rettungsanker werden.
Foto:
dpa

KOMMENTAR
Hoffnung für klamme Kommunen

Diese Studie lässt bei den klammen Kommunen in der Republik Hoffnung aufkeimen. Die erneuerbaren Energien und die damit zusammenhängende Wertschöpfung bieten viel Potenzial, um das Stadtsäckel zu füllen. Milliardeneinnahmen aus Windenergie, Fotovoltaik und anderen Quellen haben die Städte und Gemeinden mehr als nötig. Den meisten von ihnen steht das Wasser finanziell bis zum Hals.
Um über die Runden zu kommen, sehen sich Kommunen gezwungen, Hallenbäder zu schließen, Personal in Kindergärten einzusparen, die Müllabfuhr zu verteuern. An Investitionen in Schulen, Straßen und Kultur ist erst gar nicht zu denken.
In ihrer Untersuchung räumen die Wirtschaftsforscher nun mit einem Missverständnis auf. Entscheidend ist nicht, einen Hersteller etwa von Rotorblättern oder Sonnenkollektoren im Ort zu haben. Denn die Produktionsschiene hat an der gesamten Wertschöpfungskette der Studie zufolge nur einen vergleichsweise geringen Anteil. Billige Module aus China verderben das Geschäft keineswegs.
Die Kommunen können also noch genug verdienen, indem sie auf Dienstleistungen setzen wie Planung, Installation von Anlagen oder Wartung. Das bringt Jobs, Einnahmen und Luft für Gestaltung.
Autor:
Klaus Jongebloed


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