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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Berührungsängste abbauen
Zwischenüberschrift:
Projekt „BusSchlau″ von Stadtwerken und Osnabrücker Werkstätten ein voller Erfolg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Fünf Jahre, 320 Teilnehmer und ein voller Erfolg. Das ist die Bilanz der Verantwortlichen zum Abschluss des Projekts BusSchlau″. Es fand seit 2013 in Kooperation der Stadtwerke Osnabrück und der Osnabrücker Werkstätten statt.

Osnabrück Die Werkstätten für Menschen mit Behinderung werden von der Heilpädagogischen Hilfe (HHO) betrieben. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Irritationen und unschönen Erlebnissen zwischen Busfahrern und gehandicapten Fahrgästen. Daraus entstand die Idee, gemeinsame Schulungen durchzuführen – „ BusSchlau″ war geboren. Voneinander miteinander″ sollte das Motto sein, betont Tanja Stiegeler, Leiterin des Stadtbus-Fahrbetriebs.

Es ging uns darum, Unsicherheiten zu bereinigen″, sagt Anke Haidar, Projektleiterin bei den Werkstätten. Jeweils vier Fahrer und vier Mitarbeiter der Werkstätten kamen zusammen, lernten sich kennen, machten zusammen einen Rundgang über das Gelände. Ehrenamtliche Moderatoren wie Helmuth Theidel und Dietmar Zinke halfen beim ersten Kontakt. Theidel nennt BusSchlau″ ein tolles Projekt″: Alle haben eine ganze Menge dazugelernt und eine wertvolle Erfahrung gemacht.″

Später konnten die Busfahrer mithilfe eines Alterssimulationsanzugs am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt, sich mit körperlichen Beeinträchtigungen im Bus zurechtzufinden. Kathrin Ender, Spezialistin für Gehörlosenkultur, brachte ihnen einfache Gesten zur Kommunikation bei. Die meisten Kollegen hatten morgens viele Fragezeichen und sind abends mit einem Lächeln nach Hause gegangen″, berichtet Ralf Haunhorst, Fahrschullehrer bei den Stadtwerken.

Die Mitarbeiter der HHO wiederum erhielten Busfahrschulungen, die zeigten, wie Gefahrenquellen in der täglichen Nutzung der Stadtbusse vermieden werden können. Wir haben eine Vollbremsung geübt″, erzählen Alexander Rostel und Annette Ehrenbrink, die in den Werkstätten im Industriegebiet Sutthausen arbeiten. Außerdem wurden sie für das Thema toter Winkel sensibilisiert. Als Highlight durfte jeder einmal auf dem Busfahrersitz Platz nehmen″, so Haidar.

Einer der Fahrer, die am Projekt teilgenommen haben, ist Rolf Schneke. Er ist sich sicher: Wir haben Hemmschwellen abgebaut.″ 80 Prozent der Fachkräfte im Fahrbetrieb der Stadtwerke, insgesamt etwa 160 Personen, haben mittlerweile BusSchlau″ absolviert, für die Auszubildenden besteht die Möglichkeit eines dreiwöchigen Praktikums in den HHO-Werkstätten.

Ehrenamtler Theidel findet, solche Schulungen müssten häufiger stattfinden, auch mit anderen Besuchsgruppen. Heiner Böckmann, HHO-Geschäftsführer, und Stadtwerke-Projektleiter Frank Schalldach sind zumindest bereit, BusSchlau″ bei Bedarf wieder aufleben zu lassen. Die Zukunft ist offen. Wir können das Projekt jederzeit wieder aufnehmen″, erklärt Böckmann.

Bildtext:
Freuen sich über das gelungene Projekt: Helmuth Theidel, Alexander Rostel, Tanja Stiegeler, Anke Haidar, Annette Ehrenbrink, Ralf Haunhorst, Dietmar Zinke (vorne, von links) sowie Heiner Böckmann und Frank Schalldach (hinten, von links).
Foto:
Raphael Steffen
Autor:
Raphael Steffen


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