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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schüler kämpfen für eine Welt ohne Plastik
Zwischenüberschrift:
Gemeinsames Projekt von Ursulaschule und Geschwister-Scholl-Oberschule Bad Laer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bad Laer/ Osnabrück Die Plastikmüllproblematik ist aktueller denn je, und deshalb hat sich die Theatergruppe der Ursulaschule mit diesem Thema auseinandergesetzt und war mit ihrem Stück Plasticbusters″ nun zu Gast in der Bad Laerer Oberschule. Die Aufführung ist dabei das Ergebnis einer langen Kooperation der beiden Schulen.

Wolfgang Gerdes, Lehrer an der Geschwister-Scholl-Oberschule in Bad Laer, und Tobias Romberg von der Ursulaschule kennen sich noch aus gemeinsamen Studienzeiten. Auf diese Weise kam der Kontakt zwischen den beiden Schulen zustande.

Wöchentlich gibt es neue Bilder von Walen, die aufgrund von Plastikmüll in ihren Mägen verendet sind, oder von Vögeln, die sich in synthetischen Netzen verfangen und keine Chance aufs Überleben haben. Vor rund einem Jahr hatte Initiator Romberg die Idee mit seiner Theatergruppe, bestehend aus Schülern der siebten und achten Klasse, ein besonderes Stück aufzuführen und kontaktierte daraufhin seinen alten Studienkollegen: Wolfgang hat im Bereich Theater jede Menge Erfahrung und bot mir sofort seine Unterstützung an. Er hat in der Folge gemeinsam mit Christian Koltermann das Thema Plastikmüll mit dem Theater zusammengebracht.″ Über einen langen Zeitraum wurden mit der Klimatheatergruppe der Ursulaschule nach dem Unterricht Texte erarbeitet und geprobt. Einmal mit anderen Schülern zusammenzuarbeiten war auch für mich eine tolle Erfahrung″, freut sich Wolfgang Gerdes.

Das Theaterstück handelt von der egoistischen und selbstverliebten Bürgermeisterin Violet Purpleblum, die unbedingt wiedergewählt werden möchte. Um das Plastikproblem zu lösen, schlägt sie vor, aus diesem Müll Statuen von sich selbst anfertigen zu lassen. Helfen sollen ihr dabei die Plasticbusters″, die, im Widerspruch zu ihrem Namen, frühere Helden der Plastikwerbung sind. Erst als der mutige und idealistische Jean die Gruppe auf den Widerspruch zwischen ihrem Namen und ihrem Handeln hinweist, stellen sich die Freunde unter dem Motto Gemeinsam statt einsam″ der Bürgermeisterin entgegen und sagen der Plastikverschmutzung den Kampf an. Für eine Welt ohne Plastik.

Als aktuelles Thema soll das Stück die Zuschauer dabei nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen. Es reicht nicht, wenn wir den Müll aus den Ozeanen fischen. Wir müssen das Grundproblem lösen″, verdeutlicht Jakob Haferkamp (12) alias Jean. Ist es nicht so, dass wir uns nur für das interessieren, was wir sehen können? Vergessen wir dabei nicht beispielsweise die Unmengen Plastikmüll, die in den Meeren schwimmen?″, fragen die Plasticbusters″ provokativ.

Sowohl Schüler als auch Lehrer zogen in einem abschließenden Feedbackgespräch ein durchweg positives Fazit der Zusammenarbeit. Die Zeit sei während der Aufführung wie in Windeseile verflogen, bemerkte Marten, der selbst in der Theatergruppe der Oberschule aktiv ist. Und auch Lisa war begeistert: Die Rollen wurden super gespielt. Vor anderen Schülern kostet es immer noch mehr Überwindung, als wenn man die Leute aus dem Publikum kennt, und das haben sie wirklich gut gemacht.″

Geht es nach Romberg und Gerdes muss die Aufführung in der Bad Laerer Aula nicht das Ende der Kooperation bedeuten: Wenn es die Strukturen und Umstände zulassen, wäre es doch toll, wenn wir mit unserer Theatergruppe auch einmal in der Ursulaschule auftreten könnten″, so Gerdes. Das aktuelle Projekt habe gezeigt, dass sich vor allem die Schüler dabei enorm weiterentwickeln und voneinander lernen können.

Bildtext:
Die Plasticbusters″, angeführt vom waghalsigen Jean, wollen auf die weltweite Verschmutzung durch Plastikmüll aufmerksam machen und scheuen auch nicht davor zurück, sich mit der Bürgermeisterin anzulegen.
Foto:
Marius Paul
Autor:
Marius Paul


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