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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fahrradstatt Autoparkplätze schaffen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu unserem Artikel Kaufleute wünschen sich mehr Parkplätze Commerzbank-Umfrage: Gute Stimmung im Einzelhandel″ (Ausgabe vom 8. Dezember).

Es freut mich zu lesen, dass es für den Einzelhandel in Osnabrück trotz Verkehrsproblemen und zunehmender Konkurrenz durch den Online-Handel gut läuft. Als Osnabrücker Bürger möchte ich schließlich nicht durch eine Innenstadt mit geschlossenen Läden und zugeklebten Fensterscheiben flanieren.

Dass die Kaufleute jetzt trotzdem wieder reflexhaft mehr Parkplätze fordern, ist natürlich Unsinn. Die Stadt erstickt schon jetzt am Verkehrsaufkommen. Der Platz in der Stadt ist nun mal begrenzt, und deshalb muss die Innenstadt gut erreichbar sein, ohne mehr Autos in die City zu locken.

Folgende Beiträge könnte der Einzelhandel leisten, um auch in Zukunft gut erreichbar zu sein:

1. Richten Sie in den eigenen Parkhäusern und auf Parkplätzen überdachte Stellplätze für Fahrräder ein. Die müssen idealerweise videoüberwacht sein, damit man auch ein teures E-Bike mit einem guten Gefühl abstellen kann. Auf die Parkfläche für ein SUV passen locker sechs Fahrräder. Mit demselben Parkflächenangebot holen sie sich sechs Kunden mit sechs Portemonnaies ins Haus statt nur einen.

2. Bieten sie auch abschließbare Spinde/ Schließfächer am Fahrradparkplatz an. Wäre doch genial, wenn man seinen Markteinkauf oder vielleicht Helm und Regenkleidung einschließen kann, um dann entspannt im Kaufhaus zu shoppen.

3. Bieten Sie Kunden, die mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen, Rabatte oder andere Benefits an.

4. Ermutigen Sie Ihre eigenen Mitarbeiter, mit dem Rad zur Arbeit zu kommen. Bieten Sie Ihnen dafür gute Rahmenbedingungen, Anerkennung und finanzielle Vorteile. Das wäre ein Beitrag, um den Parkdruck im Zentrum zu verringern, der Krankenstand würde sich verringern, und Sie könnten es als Imageplus im Marketing einsetzen. Letzteres vor allem dann, wenn auch der Chef/ die Chefin Rad fährt.

Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr werden das Auto nicht ersetzen. Aber es ist höchste Zeit, die Gewichtung zu verschieben. Dazu muss der Einzelhandel beitragen auch im eigenen Interesse.″

Ralf Brand

Osnabrück

Bildtext:
Ein gewohntes Bild, nicht nur an den Adventssamstagen: Eine Auto-Schlange wartet vor dem L& T-Parkhaus.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Ralf Brand


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