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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Straßenbäume sollen umziehen
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum über die geplante Baustelle Rheiner Landstraße: Verpflanzung vermeidet Verkehrschaos
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wenn die Bäume weichen, müsste die Rheiner Landstraße während der Bauarbeiten vielleicht nicht gesperrt werden: Mit dieser Idee beschäftigte sich das Bürgerforum für die Stadtteile Westerberg und Weststadt.

Osnabrück Wie lässt sich eine Vollsperrung für die Rheiner Landstraße verhindern? Die Aussicht auf eine Baustelle, die zweieinhalb Jahre lang stadtauswärts wandern soll, löst bei den Anwohnern und in den Nachbarschaften umliegender Straßen Kopfzerbrechen aus. Während der kommenden Sommerferien sollen die Kanalbauarbeiten auf Höhe der Rückertstraße beginnen.

Wie wird sich der Verkehr auf die Straßen im Westen der Stadt verteilen? Was bedeutet das für den Alltag? Werden die Geschäfte überleben? Mit Fragen wie diesen beschäftigte sich auch Gärtnermeister Gerhard Gust. Er kam auf eine Idee, mit der die Stadt vielleicht eine Vollsperrung vermeiden kann, und meldete sie als Thema für das Bürgerforum an: Die Bäume könnten seiner Auffassung nach für die Zeit der Bauarbeiten umgepflanzt und später wieder eingesetzt werden. Es gibt Firmen, die sich auf die Großbaumverpflanzung spezialisiert haben″, berichtete er im Bürgerforum. Damit würde einerseits ein Verkehrschaos vermieden und andererseits mehr Planungsfreiheit für die Gestaltung der Straße und der Radwege geschaffen. Inzwischen ist die Idee auch schon in den Verwaltungsausschuss vorgedrungen, berichtete die CDU-Politikerin Katharina Pötter, die das Bürgerforum leitete. Die Mitglieder des Ausschusses hätten am Abend zuvor einstimmig beschlossen, dass die Idee ernsthaft″ geprüft werden soll. Thomas Fillep, Finanzvorstand der Stadt, versicherte: Wir werden uns das auf jeden Fall anschauen.″

Es geht um 36 Bäume. Dass sie die Umpflanzungen alle überleben würden, gilt als eher unwahrscheinlich. Frank Bludau vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz erläuterte, dass die Wurzeln von Bäumen im Stadtgebiet oft anders verlaufen als in Lehrbüchern dargestellt. Gärtnermeister Gust kann sich vorstellen, dass die Bäume dauerhaft umgesiedelt und damit nur einmal umziehen müssen. Dann könne die Stadt an der Rheiner Landstraße stattdessen neue Bäume pflanzen.

Ralf Lieder und seine Kollegen vom städtischen Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen beschäftigen sich bereits mit unterschiedlichen Szenarien″. Bis zur Anliegerversammlung Mitte Januar müssten die Möglichkeiten akribisch geprüft und zu Ende gedacht sein″.

Berliner Kissen diese Bezeichnung verspricht eher Behaglichkeit. Doch Anwohner der Gluckstraße berichten etwas anderes. Zwar entschleunigten sie den Verkehr auf der heimlichen Westumgehung″, wie die Strecke entlang des Westerbergs genannt wird, aber offenbar bringen sie auch Nachteile mit sich. Anwohner berichten, dass Autofahrer vor ihnen bremsen und anschließend wieder Gas geben was mit Krach und mehr Abgasen verbunden sei.

Elisabeth Michel vom Bürgerverein Nordwest wies darauf hin, dass der Hersteller der Berliner Kissen seine Produktion auf härtere Kissen umgestellt habe. Die ersten seien von schlechter Qualität gewesen, die neueren aber nicht so weich wie gefordert. Dierk Meyer-Pries wies darauf hin, dass die Kissen zwischen der Paracelsus-Klinik und dem Klinikum am Finkenhügel die Krankenwagen erschütterten und die Patienten in Gefahr brächten. Er forderte, dass die Stadt die Kissen sofort aus dem Verkehr nimmt″. Finanzvorstand Fillep kündigte an, dass die härteren Kissen gegen weichere ausgetauscht würden. Aber: Erst muss die Lieferung kommen.″

Meyer-Pries plädierte außerdem für eine Untersuchung über den Verkehrsfluss am Westerberg im Zusammenspiel mit dem Wall. Ein Anwohner wünscht sich eine mittlere Verbindung″ zwischen den Krankenhäusern am Finkenhügel und am Natruper Holz. Vor einigen Jahren hatte die Mehrheit der Osnabrücker bei einer Befragung eine Entlastungsstraße West″ abgelehnt.

Ärger über eine Dauerbaustelle″ an der Augustenburger Straße: Anwohner wie Heinrich Boßmann haben den Eindruck, dass es dort nicht so richtig vorangeht, und beklagen, dass noch weniger Parkplätze zur Verfügung stehen als sonst. Frank Hoffmeister von den Stadtwerken kündigte an, dass die Arbeiten an den Gas-, Wasser- und Stromleitungen noch bis zum 20. Dezember dauern. Weiter gehe es Anfang kommenden Jahres an der Adolfstraße. Dort wollen die Stadtwerke vier Monate lang bauen.

Bildtext:
Bäume vor dem Umzug? Die Verwaltung beschäftigt sich mit der Möglichkeit, die Bäume an der Rheiner Landstraße umzupflanzen, um eine Vollsperrung während der Kanalbauarbeiten zu verhindern.
Umstritten: Anwohner der Gluckstraße ärgern sich über unsanfte Berliner Kissen″.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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