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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrücker sammeln Ideen für ihre Stadt
Zwischenüberschrift:
Erwartungen von Bürgern mit und ohne Migrationshintergrund
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Was erwarten Osnabrücker mit und ohne Migrationshintergrund von der Stadt? Zu einer interkulturellen Zukunftswerkstatt hat der städtischen Fachdienst Integration am Wochenende in die Lagerhalle eingeladen, um gemeinsam Ideen zur Gestaltung der Stadt und des Zusammenlebens zu entwickeln. Das Motto: Gestalte Deine Stadt Osnabrücks Zukunft kennt keine Herkunft″.

Diskutiert wurden dabei unterschiedliche Themenfelder, darunter Arbeit und Bildung″, Kultur und Ehrenamt″ sowie Ankommen in Deutschland″. Diese Schwerpunkte hatten sich im Vorfeld aus Gesprächen mit interkulturellen Vereinen und Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund herauskristallisiert.

Es war uns wichtig, vonseiten der Stadt Osnabrück bereits früh Wege der Beteiligung aufzuzeigen″, erläuterte Seda Rass-Turgut. Denn wer ein Projekt von Anfang an mitentwickelt hat, ist eher bereit, Verantwortung für die Realisierung und nachhaltige Gestaltung mitzutragen.″

Ziel sei es, Ideen für Projekte zur Verbesserung der Integration sowie der Arbeits- und Lebensverhältnisse in der Stadt zu entwickeln. Die Realisierung der Ideen soll 2019 in den zusammengefundenen Projektteams erfolgen. Die Umsetzung der Projekte will die Stadt mit insgesamt 45 000 Euro unterstützen.

Vor allem die Schwerpunkte Ankommen in Deutschland″ sowie Arbeit und Bildung″ stießen bei den Teilnehmern auf reges Interesse. Für viele Flüchtlinge und Migranten sind mangelnde Sprachkenntnisse durch fehlenden Kontakt zu Einheimischen ein Problem. Im alltäglichen Leben haben sie dadurch große Schwierigkeiten zurechtzukommen, zum Beispiel bei Behördengängen″, fand Pedro Goncalves, Vorstandsmitglied des portugiesischen Freizeitzentrums. Hier reiche die Unterstützung durch Ehrenamtliche allein nicht aus. So wünschen er und sein Verein sich die Einrichtung einer dauerhaften Anlaufstelle für Neuankömmlinge, bei der sie Unterstützung bei Behördengängen und Alltagsaufgaben finden. Auch solle neu zugereisten Bürgern, unabhängig vom Herkunftsland, der Zugang zu Sprachkursen ermöglicht werden.

Integration kann nicht einseitig funktionieren, fand Workshopteilnehmerin Yvonne Agboah: Man muss selbst offen sein. So können wir auch Diskriminierung unterbinden.″ 2010 kam die 36-jährige Ghanaerin nach Osnabrück der Liebe wegen. Ihren Mann, einen gebürtigen Osnabrücker, hatte sie in ihrem Heimatland kennengelernt. Er arbeitete damals in Ghana. Wir machten Bekanntschaft, weil ich aus Versehen eine falsche Nummer gewählt hatte, seine! Es folgte ein nettes Telefonat und Verabredungen, zwecks persönlichen Kennenlernens. Und z Zwischen beiden funkte es. Nach der Heirat zog das Paar nach Osnabrück. Zwar zerbrach die Ehe. Dennoch fühlt sich die Mutter eines elfjährigen Sohnes in Osnabrück sehr wohl. Agboah, die an der Universität von Accra ein Studium der Politik und Philosophie absolviert hat, sieht Integration als nie vollendeten Prozess an. Er erfordere konstantes Geben und Nehmen. Derzeit ist sie als Küchengehilfen tätig, aber dabei soll es nicht bleiben. Sie gehe gerne auf Menschen zu, um ihre Deutschkenntnisse weiter verbessern. Denn ihr Traum ist es, in Osnabrück in der Politik zu arbeiten und sich beruflich für ein gutes Miteinander einzusetzen″, fügt sie strahlend hinzu.

Bildtext:
Teilnehmer der Zukunftswerkstatt waren im regen Austausch von Ideen.
Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
Gudrun Schmiesing


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