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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die staulose Baustelle
Zwischenüberschrift:
So funktioniert das moderne Verfahren unter Tage an der „Coca-Cola-Kreuzung″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Seit etwas mehr als zwei Monaten verlegen die Stadtwerke eine neue Wasserhauptleitung unter der sogenannten Coca-Cola-Kreuzung″ im Stadtteil Haste. Zu sehen ist davon allerdings nicht viel dank eines modernen Verfahrens ist eine komplette Straßensperrung nicht nötig. Für alle Leitungsarbeiten eignet sich die Methode aber nicht.

Osnabrück In mehreren Bauabschnitten legen die Stadtwerke schon seit Monaten eine neue Transportleitung vom Piesberg in Richtung Stadt. Das neue Rohr mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern soll die Wasserversorgung Osnabrücks zukunftssicher machen. Doch die Verlegungsarbeiten sind nicht ohne: Weil die Streckenführung des neuen Rohres auch die Kreuzung Bramscher Straße/ Fürstenauer Weg schneidet, mussten sich die Planer etwas einfallen lassen. Eine Sperrung der Kreuzung ist natürlich aufgrund ihrer Bedeutung nicht möglich gewesen″, sagt Günter Brüwer von der Stadtwerke-Tochter SWO Netz.

Eine Lösung musste her und wurde in Form des Microtunneling″-Verfahrens gefunden: Anstatt die B-68-Kreuzung zu sperren, wurden zwei acht Meter tiefe Löcher an der Ost- und Westseite gegraben und mit Spundwänden ausgekleidet. Dann kam eine Spezialfirma ins Spiel, die vereinfacht gesagt eine 70 Meter lange, unterirdische Verbindung zwischen den beiden Gruben bohrte und mit Stahlbetonrohren auskleidete. In diese Verbindung wird die neue Wasserhauptleitung eingezogen.

Anders als für die Stadtwerke-Planer war das Vorhaben für Eric Lord von der Firma de la Motte & Partner reine Routine. Das war ein Projekt, das man unter die Kategorie , Klein, aber fein′ einordnen kann.″ Besondere Schwierigkeiten seien nicht aufgetreten, berichtet der Ingenieur, der nach eigenen Angaben auch schon Bohrungen dieser Art über zwei Kilometer geleitet hat.

Eine Baustelle ohne Stau wäre das nicht eine tolle Lösung für andere Kanalbauarbeiten in Osnabrück? Leider nein″, erklärt Matthias Hackmann, Leiter Netzservice bei der SWO Netz. Der Grund: Abgesehen davon, dass das Microtunneling″-Verfahren nicht gerade günstig ist, eignet es sich laut Hackmann auch nur bei bestimmten Vorhaben. Für dieses Projekt passt es gut, aber es hat vor allem im innerstädtischen Bereich seine Grenzen″, so der Experte.

Ganz konkret habe die Verlegung einer neuen Transportleitung einfach eine andere Größenordnung als beispielsweise die einer einfachen Versorgungsleitung. Ferngesteuerte Bohrungen in großer Tiefe seien im innerstädtischen Bereich aus guten Gründen nicht zu machen.

Unter der B-68-Kreuzung ist ein Großteil der Arbeiten bereits abgeschlossen. Auf den ersten Metern des Fürstenauer Wegs wird die neue Transportleitung nun mit einem dort schon verlegten Teilstück verbunden. Zum Jahresbeginn gehen die Arbeiten dann im Bereich der Straße An der Netter Heide weiter.

Gegenüber, auf der Oldenburger Landstraße, beginnen ebenfalls im kommenden Jahr die Arbeiten zur Verbindung der Transportleitung mit einem schon bestehenden Abschnitt. Bereits im vergangenen Jahr hatte die SWO Netz den ersten Bauabschnitt entlang der Osnabrücker Straße/ Oldenburger Landstraße bis auf Höhe des Hochschulgeländes abgeschlossen. Im Juni hatte der zweite Abschnitt ab Hochschulgelände bis zur Einbindung auf Höhe der Haster Mühle begonnen.

Bildtexte:
In acht Meter Tiefe haben die Stadtwerke unter der Coca-Cola-Kreuzung″ in Haste eine neue Wasserhauptleitung verlegen lassen.
Während Bauarbeiten anderswo den Verkehr zum Erliegen bringen, läuft dieser im Bereich der Coca-Cola-Kreuzung″ völlig reibungslos.
Für Eric Lord von der Firma de la Motte aus Velbert war das Projekt in Osnabrück reine Routine.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Sebastian Philipp


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