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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ängste der Helleraner ernst nehmen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu unserem Artikel Widerstand gegen Siedlung für Hellern Plan für den Kampweg, Gefahren bei Hochwasser? (Ausgabe vom 9. November).

Als Anwohnerin der Lengericher Landstraße und als Betroffene des Hochwassers von 2010 bin ich zur Bürgerinformationveranstaltung gegangen in der Hoffnung, dass endlich unsere Sorgen bei den Politikern Gehör finden.

Aber wir wurden wieder enttäuscht, das Ganze kam einer Werbeveranstaltung gleich. Durch einen , Stationenlauf′ wurde von der Verwaltung ein wahrscheinlich für , pädagogisch wertvoll′ erachtetes , Deeskalationsprogramm′ durchgeführt, welches einzig zum Ziel hatte, sich dem Ärger und berechtigten Fragen und Einwänden der Bürger kontrolliert stellen zu können.

Da sollte sich die Verwaltung lieber mal fragen, warum sich bereits mehr als 1700 Personen gegen die Bebauung ausgesprochen haben und der Frust steigt, denn seit einem halben Jahr sieht weder die Verwaltung noch die Politik hier eine Notwendigkeit, mit den Bürgen zu sprechen!

Unsere Fragen konnten wir unbeantwortet mit nach Hause nehmen mit dem Hinweis, dass es auf die meisten noch keine Antwort gibt, da erst noch etliche Gutachten in Auftrag zu geben und abzuwarten sind.

Brauchen wir diese Gutachten wirklich? Wie vonseiten der Stadt inzwischen eingeräumt wurde, sind die Grenzen des Überschwemmungsgebietes nicht aktuell, da hierfür Daten aus dem Jahr 2004 verwendet wurden und das Hochwasserereignis 2010 hierin noch gar nicht berücksichtigt wurde. Das ist der Verwaltung erst eingefallen, als sie von den Anliegern darauf aufmerksam gemacht wurde. Wie peinlich! Und anstatt zu ihrem Fehler zu stehen und die Politik, die es den Anwohnern ja nicht glaubt, jetzt endlich hierüber zu informieren und einzugestehen, dass diese Bauleitplanung unter diesen Umständen hätte gar nicht angefangen werden dürfen, schweigt sich alles aus.

Weiter wird immer wieder auf die Stadt Georgsmarienhütte verwiesen, dass dort erst Hochwasserschutz betrieben werden müsste. Einen eigenen Hochwasserschutz für die Düte hat die Stadt Osnabrück bis heute nicht vorgenommen. Aber auch in Georgsmarienhütte ist alles noch in der Planung, und nichts Genaues weiß man nicht.

Sollte man nicht erst abwarten, was dort passiert? Die besagten Flächen wurden schon mehrfach in die Bebauungsplanung einbezogen, die Pläne wurden stets verworfen. Auch hier die Frage: Warum wohl?

Uns geht es nicht darum, das sicherlich notwendige Ziel des Stadtrates, 3000 Wohnungen zu bauen, zu sabotieren. Uns geht es darum, unser Eigentum zu schützen. Wir möchten nicht noch mal zusehen, wie unser Haus in der Düte steht und für Monate gar nicht und später nur teilweise bewohnbar war. Diese Erfahrung hinterlässt große Ängste.

Wie kann die Politik und die Verwaltung das ignorieren, auch wenn, wie beim Bürgerforum Hellern von einer Anwohnerin der Düte aus Hörne dargestellt wurde, Häuser infolge von permanenten , Düteschäden′ abgerissen werden müssen?

Dazu hatte Herr Panzer von der SPD bei der Bürgerveranstaltung in Hellern jedoch erstaunlicherweise sofort eine klare Antwort gefunden: , Pech gehabt′. Und das sagt ein gewählter Volksvertreter? Die SPD sollte sich schämen, als sozialdemokratische Partei so eine Aussage zu treffen!

Sollte man nicht darüber nachdenken, die Energie und Kompetenz der einzelnen Mitarbeiter der beteiligten Fachbereiche dahin zu lenken, sich mit Flächen zu befassen, die für eine Wohnbebauung tatsächlich geeignet sind? Anstatt an diesem Projekt festzuhalten, das für alle Beteiligten, Alt- und potenziellen Neubürger, in einer Katastrophe enden könnte.

Dieses möchte ich zu bedenken geben und wünsche mir, endlich irgendwo Gehör zu finden.″

Susanne Kuleschoff

Osnabrück
Autor:
Susanne Kuleschoff


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