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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Häuser statt Grabstätten
Zwischenüberschrift:
Stadt plant 200 neue Wohnungen am Eversburger Friedhof
Artikel:
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Originaltext:
Rund um den Eversburger Friedhof gibt es noch Erweiterungsflächen, die im Zeitalter der Urnenbegräbnisse nicht mehr benötigt werden. Deshalb will die Stadt dort Bauland für 200 Wohnungen ausweisen.

Osnabrück Im Norden, im Süden und im Westen des Friedhofs sollen demnächst neue Siedlungen entstehen, die bei allen Unterschieden eines gemeinsam haben: Das freistehende Einfamilienhaus, jahrzehntelang das Standardprogramm bei neuen Planungen, kommt nicht mehr vor. Stattdessen sieht der Entwurf im Norden am Grünen Weg zweigeschossige Reihen- und Doppelhäuser vor, im Süden und im Westen sollen dreigeschossige Mehrfamilienhäuser entstehen, die zusätzlich mit einem Staffelgeschoss versehen werden dürfen.

Damit hat sich die Stadt für einen sparsamen Umgang mit den vorhandenen Flächen entschieden. Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau, spricht von einem gewichtigen Beitrag, um die Wohnraumsituation in Osnabrück zu verbessern″. Der Bebauungsplan, zu dem auch der gesamte Friedhof gehört, umfasst eine Fläche von 11, 7 Hektar. Fünf Hektar davon sind als reines Bauland vorgesehen.

Bei der systematischen Untersuchung des Plangebiets ist aufgefallen, dass sich im rückwärtigen Bereich der Schwenkestraße eine Magerrasenfläche befindet, die wegen ihrer seltenen Pflanzenvorkommen als schützenswert gilt. Anfangs hatte es Überlegungen gegeben, an dieser Stelle ein Regenrückhaltebecken zu bauen. Um das Regenwasser dennoch zurückzuhalten, soll es möglichst nicht in die Kanalisation fließen, sondern auf den Grundstücken versickert werden. Zugleich sieht die Planung vor, dass alle Häuser mit Gründächern versehen werden, die ebenfalls einen Teil des Niederschlagswassers zurückhalten.

Dass der Bebauungsplan nach dem Friedhof benannt ist, soll übrigens keine Festlegung für den Namen der künftigen Siedlung sein. Ein markanter Begriff werde noch gesucht, sagt Stadtplaner Schürings. Möglicherweise biete sich die alte Flurbezeichnung Eversheide an.

Bürgerbeteiligung: Bis zum 13. Dezember liegen die Entwürfe für die Änderung des Bebauungsplans Nr. 38 (Eversburger Friedhof) und die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans 2001 aus, im Internet unter osnabrueck.de und als Skript im Fachbereich Städtebau, Hasemauer 1, Osnabrück (1. Etage). Änderungsvorschläge und Einwendungen können bis zum Ende der Auslegungsfrist schriftlich oder per Mail abgegeben werden, die den Planern und Politikern im weiteren Verfahren vorgelegt werden.

Bildtexte:
Rechts der Friedhof, links Platz für eine neue Siedlung: In Eversburg soll ein neues Baugebiet entstehen. Das Foto zeigt den südlichen Abschnitt an der Eversheide.
Am Grünen Weg will die Stadt Bauflächen ausweisen. Die Pläne liegen bis zum 13. Dezember öffentlich aus.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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