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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Blick „unter″ die Kulissen
 
Leben in der Dunkelheit
 
Das Leben unter der Erde beobachten
 
Enge Gänge für Nacktmulle kein Problem
 
Goldige Nesthocker
 
Achtung, ich komme!
 
Besser als ihr Ruf
 
Zwitschern wie ein Vogel
 
Bei Bauern eher unbeliebt
Zwischenüberschrift:
Schüler der Wittekind-Realschule als Klasse!-Reporter im Zoo Osnabrück unterwegs
 
Schwarzschwanz-Präriehunde sind Rudeltiere
 
Dicke Brummer: Erdhummeln
 
Maulwurfsgrillen sind keine Schädlinge
 
Coruros sind gesellige Nager
 
Gefräßige Feldhamster
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Der Osnabrücker Zoo lockt täglich viele Gäste an doch wer weiß schon, was sich hinter den Kulissen abspielt? Die Klasse 8a der Wittekind-Realschule wagte kürzlich nicht nur einen Blick hinter die Kulissen, sondern auch unter die Erde. Gemeinsam mit Lehrerin Hildburg Bente und Neue-OZ-Redakteurin Kristina Schwarte verbrachten sie einen Vormittag im Unterirdischen Zoo.

Die Exkursion war Teil des Klasse!- Projektes der Neuen OZ. Zuvor hatten die Schüler die Zeitung vier Wochen lang im Unterricht gelesen und sich mit dem Aufbau und den Inhalten der Neuen OZ beschäftigt. Außerdem durften die Schüler an einer sehr interessanten Führung durch das Druckzentrum teilnehmen. Jetzt wollten die Jugendlichen einmal selbst recherchieren und schreiben. Deshalb nahmen sie an der Klasse!- Schreibwerkstatt für Schüler teil.
Am Projekttag wurden die Schüler zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. Während sich eine Gruppe mit den Tieren beschäftigte, versuchte die andere Gruppe, den Geheimnissen des Lebens unter der Erde auf die Schliche zu kommen. Sie erkundeten den Unterirdischen Zoo mithilfe von zwei Experten. Unter der Leitung von Revierleiter Oliver Schüler und dem Biologen Norbert Niedernostheide erfuhren sie viele spannende Dinge, die sie eifrig notierten.
Nach der Besichtigung wurden sie in das naturkundliche Museum geführt. Es gibt eine direkte Verbindung dorthin, sodass alle Zoobesucher auch noch einen Abstecher in das Museum machen können. Hier haben sich die Schüler die Ausstellungen angesehen und weitere Infos zum Thema Bodentiere und Bodenschutz″ gesammelt. Zurück in der Klasse, haben sie dann ihre Artikel geschrieben.

Bildtext:
Expedition ins Tierreich: die Achtklässler der Wittekind-Realschule beim Besuch im Zoo.
Foto:
privat

Zahlen, Daten, Fakten: Der Zoo im Überblick

Der Osnabrücker Zoo hat einen Tierbestand von insgesamt 2452 Tieren, diese gehören 298 verschiedenen Arten an. Im Jahr 2009 kamen insgesamt 850 000 Besucher. Damit ist der Osnabrücker Zoo die meistbesuchte Freizeiteinrichtung der Region. Den Unterirdischen Zoo gibt es seit rund einem Jahr. Er hat eine Größe von 500 Quadratmetern. Die Länge der Gänge beträgt 120 Meter. Über 10 verschiedene Tierarten und mehr als 60 Tiere leben in den Gängen. Im ersten Schritt wurde der Unterirdische Zoo wie eine Tiefgarage gebaut. Die Besucher können einen Stollen erkunden mit verschiedenen Bodenarten, Stützbalken und Findlingen, die aus dem Boden ragen.

KOMMENTAR
Schützen, nicht jagen

Wir Menschen glauben, Maulwürfe haben nur negative Seiten; doch das stimmt nicht! Maulwürfe nerven zwar viele Gartenbesitzer mit ihren Erdhaufen, aber durch ihre unterirdischen Gänge kann Wasser auch tiefer liegende Erdschichten erreichen. Wir, die Menschen, bringen diese Tiere weit nach oben auf die Rote Liste der bedrohten Tierarten, da wir sie töten, obwohl sie unter Artenschutz stehen. Das ist kein Kavaliersdelikt.
Maulwürfe sind faszinierende Lebewesen. Denn wer hätte schon gedacht, dass sie ihre drei Lebensjahre komplett allein verbringen und sie nur in der Paarungszeit zu zweit anzutreffen sind? Oder dass sie einen so hohen Energieverbrauch haben, dass sie mindestens alle zwei Stunden auf Jagd gehen müssen? Zudem sind sie auch nicht schädlich für Haustiere, denn sie fressen nur Weichtiere wie Regenwürmer und Engerlinge.
Maulwürfe sind so bedroht, dass sich selbst der Osnabrücker Zoo eine Genehmigung holen musste, um sie fangen und ausstellen zu dürfen.
Deshalb müsste man den Maulwurf doch gerade schützen und verhindern, dass unsere Kinder und Enkelkinder ihn später nur noch im Zoo bestaunen können.

OSNABRÜCK. Viele Tiere leben in der Erde, nicht nur Würmer und Käfer, sondern auch Nacktmulle, Feldhamster und Maulwürfe. Nicht etwa weil sie das Tageslicht scheuen, sondern weil an der Oberfläche viele Fressfeinde drohen. Sie haben sich an das Klima und das Leben im Dunkeln angepasst. Durch das ständige Leben in der Dunkelheit hat sich ihr Sehsinn zurückentwickelt.
Dafür sind der Orientierungssinn, die Geräuscherkennung und der Tastsinn gut ausgeprägt. Die kleinen Tierchen sind aber nicht nur flink, sondern weisen auch eine Besonderheit in ihrem Gebiss auf. Wer hätte zum Beispiel gewusst, dass Nacktmulle, Feldhamster und Co. ihre vorderen Schneidezähne einzeln bewegen können? Die Tiere kommen dabei nicht nur aus Deutschland. Der Experte Oliver Schüler erklärte: Einige von ihnen sind aus anderen Ländern extra importiert worden.″

OSNABRÜCK. Bislang war Buschi, der malende Orang-Utan, unangefochtener Star im Osnabrücker Zoo. Das hat sich nun geändert: Denn in Osnabrück gibt es den ersten Unterirdischen Zoo Deutschlands. Besucher können Tiere in einem einzigartigen Höhlenlabyrinth auf Augenhöhe beobachten.
Als meine Klasse an ihrem Projekttag einen Ausflug in den Zoo gemacht hat, konnte ich leider nicht dabei sein. Sie haben mir aber so viel davon erzählt, dass ich sehr neugierig wurde und prompt allein in den Zoo gefahren bin. Ich kann meinem Mitschüler Justin Driftmeyer nur beipflichten: Man muss sich erst einmal an die Dunkelheit gewöhnen, um die Tiere sehen zu können.″

Ein Nacktmull sieht aus wie ein hilfloses Junges. Die nackte Haut ist eine Anpassung an seine Lebensweise, denn haarlos bewegen sie sich problemlos vor- und rückwärts durch ihre Gänge. Nacktmulle brauchen kein Fell, weil es in ihrer Heimat, Südafrika, viel zu warm ist. Ein Nacktmull ist fast schmerzunempfindlich und blind. Ihr Volk ist in etwa genauso aufgebaut wie ein Bienenstaat. Sie haben eine einzige Königin, Soldaten und viele Arbeiter.
Nacktmulle können 25 Jahre alt werden. Die Babys sind kurz nach der Geburt so klein wie Gummibärchen, wenn nicht noch kleiner. Ein Volk umfasst 80 bis 150 Tiere. Die natürlichen Feinde der Nacktmulle sind Schlangen.

Die Schwarzschwanz-Präriehunde kommen aus Prärien (sogenannten Steppenlandschaften), die sich in Nordamerika befinden. Sie leben immer in großen Rudeln zusammen. Insgesamt gibt es fünf Rassen: die Schwarzschwanz-, Weißschwanz-, Gunnison′ s-, Mexiko- und die Utah-Präriehunde. Sie werden circa 30 bis 35 Zentimeter groß.
Die Paarungszeit beginnt im Februar. Während dieser Zeit klären die Männchen unter sich, wer sich mit welchem Weibchen paaren darf. Damit soll Ärger vermieden werden. Die Weibchen können vier bis sechs Jungtiern haben. Die Tragezeit beträgt ungefähr 27 bis 30 Tage. Nachdem die Jungtiere geboren wurden, trennen sich die Weibchen mit ihrem Nachwuchs für zwei bis drei Wochen von dem Rudel ab, um sie großziehen zu können.
Sogenannte Wächter, die das Nest bewachen, schlagen laut Alarm, wenn sie sich bedroht fühlen. Dabei zieht sich das Rudel ins Nest zurück, um sich zu schützen.

Erdhummeln sind mit den Bienen verwandt und haben auch einen Stachel. Mit ihrer gelb-schwarzen, flauschigen Behaarung warnen sie andere Tiere und schützen sich so selbst.
Wenn sie im kühlen Frühjahr unterwegs sind, werden sie von ihren langen Haaren gewärmt. Denn Erdhummeln sind im Frühjahr schon ab zwei Grad Celsius richtig aktiv.
Aber zum Brüten haben sie es gern wärmer. Wegen der guten Dämmung beziehen sie deshalb meist verlassene unterirdische Mäusenester. Dort erzeugen sie durch Vibrieren mit der Flugmuskulatur die notwendige Bruttemperatur von rund 30 Grad Celsius.

Maulwurfsgrillen kommen von Nordafrika bis Europa (Süddeutschland) vor. Sie leben in lockeren, leicht lehmigen Böden. Vier bis fünf Zentimeter lang können die Insekten werden, und an ihren Vorderbeinen haben sie Grabschaufeln. Außerdem haben sie einen sehr großen Brustpanzer.
Maulwurfsgrillen ernähren sich von Tieren wie zum Beispiel Würmern. Früher waren die Menschen der festen Überzeugung, dass sie die Wurzeln der Pflanzen beim Graben zerstören. Dies stimmt allerdings nicht.
Es gibt insgesamt 60 Arten von Maulwurfsgrillen, und sie existieren schon seit 35 Millionen Jahren. Die männlichen Maulwurfsgrillen locken die Weibchen mit ihrem Gesang an, der durch die Flügel erzeugt wird. Maulwurfsgrillen sind nachtaktiv und können laufen, schwimmen und tauchen.
Ihre Paarungszeit ist April und Mai. Sie bauen Wohn- Futter- kammern an und sind im Winter in der Winterstarre.

Der Coruro ist eine in Südamerika lebende Nagetierart. Sie sind stämmige Tiere mit großem Kopf und kurzem Hals. Das weiche Fell ist schwarz-braun oder schwarz gefärbt. Der Schwanz ist relativ kurz, er ist mit Schuppen versehen und behaart.
Coruros werden 16 Zentimeter lang und etwa 60 bis 120 Gramm schwer.
Sie leben in trockenen Gegenden von der Küste bis in die Hänge der Berge Chiles. Sie leben fast ihr ganzes Leben im Boden. Sie sägen mit ihren langen Schneidezähnen verzweigte Tunnel an, die zu ihren Futterpflanzen führen.
Am liebsten essen sie Wurzelknollen von Pflanzen und die Zwiebel und Stängel von Lauchgewächsen. Diese Tiere legen sich in ihren Bauen Nahrungsvorräte an, machen aber keinen Winterschlaf. Bei Gefahr warnen sich die geselligen Tiere durch Triller, die Vogellauten ähneln.

Der Feldhamster ist an seiner bunten Fellfärbung sehr gut zu erkennen. Der Rücken ist rötlich bis braun, der Bauch schwarz, und im Gesicht hat er weiße Flecken. Hamster legen zwei bis fünf Kilogramm Futter für den Winter in ihren Bauten an.
Sie sind Einzelgänger und leben im Ackerland und in der Steppe. Die Bauern sind nicht so begeistert von den Nagern, denn sie fressen Getreide, Hülsenfrüchte, Samen, Wurzeln, Knollen und grüne Pflanzenteile.
Ihre Tragezeit beträgt 20 bis 24 Tage, und sie bekommen drei bis sechs Jungtiere. Die Jungtiere bleiben bis zu drei Wochen in den Bauten, deswegen werden sie auch Nesthocker genannt. Feldhamster sind nicht vom Aussterben bedroht.

Bildtext:
Präriehunde sind neugierige Zeitgenossen.
Foto:
ddp
Autor:
Eric, Lukas Heintze, Christopher Heidemannn, Alex Litau, Agnetha Richter, Sarah Scheier, Rita Vivian Schulz, Frederick Zschaler, Dafina Maxhuni, Eduard Gerber, Sergej Kujan, Ilay Orgun, Jana Niemann, Dajana Vokic, Jasmin Preuß


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