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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schüler werden zu Kleingärtnern
Zwischenüberschrift:
Viertklässler der Grundschule Heiligenweg ernten Obst und Gemüse
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ich bin die Bohnenmama″, sagt die kleine Blinera und grinst breit. Die Viertklässlerin der Grundschule Heiligenweg in Osnabrück-Gretesch ist eines von 17 Kindern, die sich seit sechs Wochen um einen Schrebergarten kümmern.

Osnabrück Die Parzelle Blaues Wunder im Grünen″ gehört der ehrenamtlichen Energiebahn-Initiative Gretesch, einem interkulturellen Projekt für nachhaltige Ernährung. Wir haben während der Sommerferien das einwöchige Projekt , Green Village′ angeboten und die Kinder der benachbarten Wohnanlage Kreuzhügel eingeladen″, erklärt Brigitte Schäfer, Sprecherin der Initiative. Beim Green Village″ handelt es sich um eine Ferienaktion, bei der es darum geht, Kindern die Natur näherzubringen. Dort lernten die Teilnehmer viel übers Gärtnern und Imkern zwei waren so begeistert, dass sie ihrem Klassenlehrer am Heiligenweg davon erzählten. Das ist Andreas Röhl.

Seit sechs Wochen läuft Röhl jeden Donnerstag zwischen 9 und 11 Uhr mit seiner 4a hinüber zur Helmut-Stockmeier-Straße, um das Blaue Wunder″ zu beackern. Wir machen das, um die Kinder mal rauszuholen und Integration zu schaffen″, sagt er: Wir ernten Tomaten, Himbeeren oder Bohnen und machen den Garten winterfest.″ Hilfe gibt es von den Ehrenamtlichen der Energiebahn-Initiative. Als Lohn dürfen die Kinder die Früchte ihrer Arbeit mitnehmen.

Röhl unterstreicht den pädagogischen Wert dieses speziellen Unterrichts: Wir decken alle Fächer ab: Deutsch, Mathe, Sachunterricht. Das ist soziales und kulturelles Lernen auf hohem Niveau.″ Gerade erst haben seine Schützlinge aus Laub und Holz eine Igelhöhle gebaut.

Der ganze Kontext sei viel offener als in der Schule. Die Kinder lernen Verantwortung gegenüber der Natur und den Tieren″, so der Pädagoge. Außerdem würden sie verstehen, dass nichts selbstverständlich sei. Tomaten wachsen eben nicht einfach im Supermarkt im Regal″, bemerkt Röhl.

Was sagen die Kinder zum Wühlen und Schnippeln im Dreck? Ist eigentlich voll cool″, findet Hussein. Bei seiner Klassenkameradin Blinera schwingt schon Stolz mit, wenn sie verkündet: Das ist der beste Schrebergarten, den es gibt.″ Und für Gözde stellen die Bienenstände ein absolutes Highlight dar.

Anfang des Jahres wollen die jungen Hobbygärtner ihre″ Laube neu bepflanzen. Wenn sie im Sommer 2019 die Grundschule verlassen, soll schon für Nachwuchs gesorgt sein. Wir planen, das Projekt im nächsten Schuljahr zu öffnen und als AG anzubieten″, kündigt Andreas Röhl an. Mit der Schulleitung und der Initiative ist schon fast alles geklärt. Auch Brigitte Schäfer freut sich: Das , Blaue Wunder′ braucht Kinder.″

Bildtext:
Eine kleine Höhle haben Ahmed (11), Dalia (9), Blinera (9) und Zara (10) gebaut, damit die Igel gut durch den Winter kommen. Zusammen mit ihren Klassenkameraden beackern sie jeden Donnerstag ihre″ Parzelle in Gretesch.
Foto:
André Havergo
Autor:
Raphael Steffen


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