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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Feldzug gegen individuelle Mobilität
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Kommentar von Uwe Westdörp Was nicht passt, wird passend gemacht″ mit Bezug zum Artikel Höhere Hürden für Fahrverbote? (Ausgbe vom 23. Oktober).

„[…] Zur Frage der Sinnhaftigkeit der EU-genormten NOx-Grenzwerte von 40 Mikrogramm stellte das Deutsche Ärzteblatt fest: , Vergleicht man lebenslang inhalierten Feinstaub und NO2 mit den inhalierten Dosen der Raucher, so müssten diese nach wenigen Wochen alle sterben, was offensichtlich nicht der Fall ist. Zudem ist der Zigarettenrauch noch ungleich toxischer. Damit ist die These einer Risikoerhöhung von Feinstaub und NO2 in den Grenzwertdosen falsifiziert (widerlegt).

Wissenschaftlich belegt ist, dass es erst ab 3000 Mikrogramm möglicherweise Einwirkungen auf das Befinden von vorerkrankten Menschen geben könnte. Auch im Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages zum sogenannten Abgasskandal wurde bestätigt, dass epidemiologisch ein Zusammenhang zwischen Todesfällen und bestimmten Stickstoffdioxid-Expositionen im Sinne einer adäquaten Kausalität nicht erwiesen sei.

Eine schwammige EU-Richtlinie, verschiedene Messhöhen, die Tatsache, dass Thessaloniki oder Neapel sauberer als Hamburg sein sollen, lassen hier Fragen aufkommen […]. Das politisierte Bundesumweltministerium unterstützte die Deutsche Umwelthilfe alleine 2016 mit 4, 2 Millionen Euro, ein grüner Umweltminister ermöglichte dieser ökokommerziellen Umwelthilfe Sammelklagen gegen Städte und Gemeinden die wiederum bekommen Gelder vom Bund, um den Fahrverboten zu entgehen.

Es ist also richtig, wenn Frau Merkel geringe Übertretungen der fragwürdigen NOx-Grenzwerte nicht ahnden will und die FDP eine Überprüfung der Messstellen fordert. Fahrverbote, Musterprozesse und die u. a. von Toyota gesponserten Medienkampagnen der Deutschen Umwelthilfe wären von einer Sekunde auf die andere Geschichte, kehrte der Verstand in die Normen und in die Politik zurück. Eine grüne Luxusmoral, die das ökonomische Fundament unseres Wohlstandes völlig außer Acht lässt, verkennt, dass über eine Million Menschen an der Schlüsselindustrie Automobilindustrie hängen und viele Kommunen nur deswegen bestehen können, weil es seit über 70 Jahren die Autoindustrie gibt. […]

Die Autoindustrie hat natürlich gravierende Fehler gemacht, dies rechtfertigt aber nicht diesen politisierten Feldzug gegen die individuelle Mobilität […]. Zur zukünftigen Mobilität auf innovativem Niveau wird neben Fahrrad und ÖPNV auch das Auto gehören müssen, ansonsten verspielen wir unseren Wohlstand und Dynamik.′′

Steffen Grüner
Christina Boom-Grüner
Osnabrück

Es ist schon ungeheuerlich, dass unsere Kanzlerin im verzweifelten Wahlkampf in Hessen zu einem Mittel greift, das man vielleicht Herrn Trump zugetraut hätte.

Es darf nicht akzeptiert werden, dass sich Politiker die Gesetze (Abgasgrenzwerte) nach eigenem Dünken passend gestalten. Dies ist umso ärgerlicher, als dass dadurch deutlich sichtbar wird, inwieweit Angela Merkel mit der Autoindustrie gemeinsame Sache macht.

Die Autoindustrie betrügt die Besitzer von Dieselautos, und die Politik steht nicht aufseiten der Betroffenen, sondern auf der Seite der Industrie. Die Lobby hat anscheinend gute Arbeit gemacht. Dieses Gesetzesansinnen wird hoffentlich durch die Wähler zusätzlich bestraft werden.

Kein Wunder, dass die Grünen zu Recht stetig steigende Zustimmung durch die Wählergemeinschaft erfahren.′′

Heiner Dirks
Osnabrück

Bildtext:
Eine Überprüfung der Messstellen sollte gefordert werden.
Foto:
dpa/ Andreas Arnold
Autor:
Steffen Grüner, Christina Boom-Grüner, Heiner Dirks


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