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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Rabatt für Nachtparker in Osnabrück
 
Nacht-Schnäppchen für Dauerparker
Zwischenüberschrift:
Parkhaus statt Garage: OPG will Anwohner mit Sondertarif locken
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück Wer über keine eigene Garage für sein Auto verfügt, bekommt bald die Chance, es nachts verbilligt und sicher in einem Parkhaus abzustellen. Die Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft (OPG) will einen Nachttarif einführen. Das Monatsticket soll zwischen 39 und 59 Euro kosten und es Kunden ermöglichen, ihr Auto in der Woche zwischen 17 und 8 Uhr in einem der zehn OPG-Parkhäuser in der Innenstadt abzustellen. Ein entsprechender Vorschlag liegt dem Stadtrat für die Sitzung am morgigen Dienstag zur Entscheidung vor. Die OPG erhofft sich eine bessere Auslastung in den schwachen Nachtzeiten und zusätzliche Erlöse. Zur Abstimmung stehen auch kleine Gebührenänderungen. Unter anderem soll das Parken in der Garage an der Lotter Straße in der ersten Stunde billiger werden.

Osnabrück will ein verbilligtes Dauerparkticket für die Nacht einführen. Es ist speziell für die Menschen in der Stadt gedacht, deren Autos üblicherweise am Straßenrand übernachten.

Osnabrück Zu Hause parken″ so lautet der Arbeitstitel für den neuen Tarif, den die Parkstätten-Betriebsgesellschaft OPG zum Jahresbeginn 2019 einführen will. Autofahrer können in Zukunft zu Preisen von 39 bis 59 Euro im Monat ihr Fahrzeug montags bis freitags von 17 bis 8 Uhr in einem der Parkhäuser abstellen. Der Preis hängt jeweils vom Parkhaus ab.

Die Nachtparker können zusätzliche Optionen buchen: Mit der Option Arbeitsfrei″ zum Beispiel kann ein Nutzer sein Auto für vier Euro pro Tag ganztägig in der Garage stehen lassen. Eine andere Option ist die Tankkarte″ für Fahrer von Elektroautos, die damit im Parkhaus die Batterien aufladen können.

OPG-Geschäftsführer Wigand Maethner erhofft sich vom Nachtdauerticket eine bessere Auslastung der Parkhäuser in den schwachen Zeiten abends und nachts und damit höhere Erträge. Er geht davon aus, dass durch die neue Tarifstruktur nach einer Anlaufphase ab 2020 ein Mehrumsatz von etwa 45 000 Euro erzielt werden kann. In 2021 rechnet die OPG mit einer Umsatzwirkung von rund 145 000 Euro unter Berücksichtigung einer moderaten Erhöhung des Dauerparktarifes″, wie es in der Vorlage für die Ratssitzung am Dienstag heißt.

Das Nachtdauerticket ist Teil einer Tarifänderung, über die der Stadtrat in der Sitzung am morgigen Dienstag entscheiden wird. Ein anderer Teil ist das Job-Parken″, das für Berufspendler gedacht ist und dessen Bedingungen im Wesentlichen denen der derzeit gültigen Dauerparkkarten entsprechen. Für 79 Euro im Monat können die Nutzer montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr Dauerparkplätze in OPG-Parkhäusern nutzen. Neu ist: Das Job-Parken″ bietet darüber hinaus die Möglichkeit, das Auto für zwei Euro extra im Monat auch nachts und am Wochenende im Parkhaus stehen zu lassen.

Der Tarif für die erste Stunde im Parkhaus Lotter Straße soll von derzeit 1, 50 Euro auf 50 Cent reduziert werden. Ab der zweiten Stunde werden künftig 1, 50 Euro (statt ein Euro) erhoben. Ziel sei, Kunden und Gäste der umliegenden Geschäfte und Restaurants anzusprechen und damit die Auslastung mit Kurzparkern zu erhöhen sowie Parksuchverkehr im Quartier zu vermeiden, sagt die OPG. Finanzielle Folgen erwartet die OPG nicht.

Das Tarifpaket sieht außerdem eine Erhöhung der Gebühren auf dem Parkplatz an der Stüvestraße vor. Ab Januar 2019 soll die Stunde einen Euro kosten (bisher 50 Cent).

Teurer werden auch die XXL-Stellplätze in der Tiefgarage am Ledenhof. Im Mai hatte die OPG dort 30 Stellplätze für große Autos eingerichtet, die bisher nichts extra kosten. Die Nutzung eines Breit-Platzes soll künftig zwei Euro (statt 1, 50 Euro) pro Stunde kosten. Dazu muss an der Zufahrt zu Deck 3 der Ledenhof-Garage eine Schranke eingebaut werden, was bis Jahresende geschehen soll. Wo heute 30 große Autos Platz haben, konnten früher 44 Pkw stehen. Die Extragebühr soll die Verluste ausgleichen.

Bildtext:
Zu Hause parken″: So nennt die OPG den Nachttarif für Dauerparker, der 2019 eingeführtwerden soll.
Foto:
David Ebener

Kommentar
Goldgrube Parkhaus

Die OPG ist zu einer Gelddruckmaschine geworden. Vor zehn Jahren noch stand die Parkgesellschaft in der Kritik, weil die Eigenkapitalverzinsung bei nur drei Prozent lag. Aktuell liegt die Rendite laut Beteiligungsbericht bei sensationellen 16 Prozent. 2014 meldete die OPG einen Jahresüberschuss von 1, 3 Millionen, 2017 war es fast doppelt so viel: 2, 2 Millionen, die komplett in den städtischen Haushalt flossen. Wie hat die OPG das gemacht?

Jedenfalls nicht durch eine Erhöhung der Parkgebühren. Die sind zuletzt 2014 angepasst worden und seither stabil und das sollten sie angesichts der glänzenden Ertragslage der OPG wohl auch noch einige Zeit bleiben. Der wirtschaftliche Erfolg gründet sich vor allem auf den stetigen Anstieg der Umsatzerlöse. Das heißt: Immer mehr Innenstadtbesucher fahren gleich ins Parkhaus und sind mit dem Parkangebot offenbar sehr zufrieden.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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