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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kampweg: Stadt will dichter bauen
Zwischenüberschrift:
Bis zu drei Geschosse / Planung in Hellern geht in die nächste Phase
Artikel:
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Originaltext:
Für das geplante Wohngebiet am Kampweg in Hellern favorisiert die Stadt eine relativ dichte Bebauung. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt stellte der Fachbereich Städtebau erste Entwürfe vor. Sie sollen jetzt in die Bürgerbeteiligung gehen.

Osnabrück Der Ausschuss beschloss zwar einstimmig, das Verfahren auf der Basis der vorgelegten Pläne weiterzuverfolgen, einige Mitglieder äußerten jedoch Vorbehalte zum Teil wegen der landschaftlich sensiblen Lage an der Düte, zum Teil aber auch wegen der aus ihrer Sicht massiven Bauweise.

Bis zu drei Geschosse sieht der Entwurf für das Wohngebiet vor. Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau, sprach von einer gestaffelten Bebauung. Im Nordosten, wo sich die ins Auge gefasste Fläche an die Siedlung anschließt, sind drei Geschosse vorgesehen, im südlichen Abschnitt nahe der Düte sollen die Strukturen lockerer sein. Wir streben eine verdichtete Bebauung an″, erklärte der Planer, denn es handle sich um Flächen, die es nur einmal gibt″.

Schürings wies darauf hin, dass nicht das gesamte zum Kauf vorgesehene Areal bebaut werden solle. Im Westen sei ein breiter Gründstreifen als Übergang in die Landschaft″ vorgesehen, außerdem werde angestrebt, in der Verlängerung des Tongrubenweges einen von Bäumen gesäumten Fuß- und Radweg anzulegen, der zum Regenrückhaltebecken führt.

Stadtbaurat Frank Otte betonte, dass er die Planung für vertretbar halte. Ein Vorteil des Standorts sei, dass sich das Baugebiet an eine bestehende Infrastruktur anschließen lasse und dass das Straßennetz den zusätzlichen Verkehr aufnehmen könne. Mit der geplanten Wohnsiedlung werde ohne Zweifel Boden versiegelt aber das sei unumgänglich, wenn in Osnabrück, wie vorgesehen, 3000 neue Wohnungen entstehen sollten.

In der Diskussion wurde deutlich, dass es auch in einigen Ratsfraktionen Bedenken gibt, die bisher als Acker genutzten Flächen dem Wohnungsbau preiszugeben. Steffen Grüner vom Bund Osnabrücker Bürger (BOB) warnte vor einem Ausverkauf″ schützenswerter Flächen und kritisierte zugleich die im Entwurf vorgesehene dichte Bauweise. Sein Antrag, die Verwaltung solle eine modifizierte Planung ausarbeiten, die sich an der vorhandenen Siedlungsstruktur orientiert, wurde vom Ausschuss abgelehnt.

Kritische Töne an der Versiegelung der Landschaft kamen auch von anderen Parteien. Sebastian Bracke (Grüne) bekundete: Uns fällt das Ausweisen von Bauland immer schwer.″ Wenn aber schon gebaut werde, gelte es, möglichst viele Wohnungen zu schaffen. In diesem Sinne äußerte sich auch Heiko Panzer für die SPD. Eine Auflockerung komme nicht infrage angesichts der Flächenknappheit in Osnabrück.

Die Ausschussvorsitzende Anette Meyer zu Strohen (CDU) bemerkte, gegen jede neue Planung in Osnabrück täten sich Widerstände auf: Es gibt immer ein Riesentheater mit den Menschen, die dort wohnen! Sie sprach sich dafür aus, das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans wie von der Verwaltung vorgeschlagen in die nächste Phase zu bringen. In diesem Sinne votierte der Ausschuss einstimmig für beide Beschlussvorlagen.

Bildtexte:
Um sparsam mit der Fläche umzugehen, setzt die Stadt bei der Planung am Kampweg auf eine verdichtete Bebauung.
In Hellern hat sich eine Protestbewegung gegen das geplante Baugebiet am Kampweg formiert.
Ein Fuß- und Radweg soll sich in der Verlängerung des Tongrubenweges durch das geplante Baugebiet am Kampweg ziehen.
Zeichnung:
Stadt Osnabrück
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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