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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Moorbrand: Land attackiert Bundeswehr
 
Land fordert Aufklärung
Zwischenüberschrift:
Verzicht auf Moorbrand-Messungen: Bundeswehr in der Kritik
Artikel:
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Originaltext:
Berlin/ Meppen Über mögliche Fehler der Bundeswehr beim Moorbrand im Emsland soll spätestens bis Ende des Jahres Klarheit herrschen. Derzeit werde der Vorfall ausführlich aufgearbeitet, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gestern in Berlin. Er könne zwar kein genaues Datum nennen, aber die Ergebnisse würden bestimmt noch in diesem Jahr″ vorliegen. Die niedersächsische Landesregierung kritisierte gestern die Bundeswehr scharf. Es hätte deutlich früher zivile Unterstützung angefordert und über das Ausmaß der Brände informiert werden müssen. Die Landesregierung hatte sich bislang eher zurückhaltend geäußert.

Hannover/ Meppen Nach dem Moorbrand bei Meppen äußert die niedersächsische Landesregierung nun doch erhebliche Kritik am Verhalten der Bundeswehr. Während das Land bisher eher zurückhaltend auf das zweifelhafte Krisenmanagement der Bundeswehr reagierte, heißt es nun: Es hätte früher zivile Unterstützung angefordert und über das Ausmaß der Brände informiert werden müssen. Die Bekanntmachung von Erkenntnissen und Messdaten zu etwaigen Belastungen und Gesundheitsrisiken wurden nur schleppend und in Teilen unvollständig kommuniziert.″

Das Feuer war auf dem moorigen Bundeswehrgelände am 3. September nach einem Waffentest ausgebrochen. Erst nachdem die Bundeswehr nach eigenen gescheiterten Löschversuchen auch zivile Feuerwehren und das Technische Hilfswerk zu Hilfe rief, gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Erst vergangene Woche konnte das Feuer gelöscht werden. Bis heute sind viele Fragen offen etwa wieso Brandbekämpfung und Schadstoffmessungen relativ langsam anliefen und ob der Waffentest angesichts anhaltender Trockenheit tatsächlich verantwortbar war.

Fehler vor Ort

Das Land wirft der Bundeswehr außerdem vor, dass vor Ort zum Teil Fehler gemacht wurden und Zuständigkeiten nicht klar geregelt waren″. Was die Versäumnisse bei Schadstoffmessungen angeht, so fordert das Innenministerium das Bundesverteidigungsministerium unmissverständlich auf, die Gründe für den Verzicht substanziell zu begründen, da entsprechende Messungen aufgrund der gegebenen Umstände zu Standardeinsatzmaßnahmen gezählt werden können″.

Unterdessen fordern das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Niedersächsische Landkreistag (NLT) von Bund und Land mehr Engagement für den Katastrophenschutz. Zum einen gelte es, einen großen Investitionsstau zu beheben, zum anderen sei es sinnvoll, einen Voralarm ins Katastrophenschutzgesetz einzuführen. Wenn er gesetzlich geregelt gewesen wäre, hätte bei dem Moorbrand im Emsland möglicherweise ein Katastrophenvoralarm genügt, um die Vorbereitungen für die Evakuierung einzelner Ortsteile zu koordinieren″, sagte der NLT-Geschäftsführer Joachim Schwind . Er ergänzte, nur mit der Ausrufung des Katastrophenfalls habe derzeit ein Landkreis die Möglichkeit, einen Krisenstab einzurichten und überregional Einsatzkräfte zu alarmieren.
Autor:
Lars Laue


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