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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Berliner Höcker, verordnet von Kamelen
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur fortgesetzten Diskussion über die Berliner Kissen am Westerberg erhielten wir weitere Zuschriften, unter anderem mit Bezug auf den Leserbrief Aus ärztlicher Sicht ein Skandal″ von Dr. Rüdiger Cording, früherer Chefarzt für Anästhesie und Notfallmedizin des Marienhospitals.

Die Bezeichnung , Berliner Kissen′ ist irreführend. Wir sollten sie , Berliner Höcker′ nennen, da sie uns von Kamelen verordnet wurden.″

Jürgen Meierrose

Osnabrück

In dem Artikel werden gesundheitliche Belastungen angesprochen. Als Schwerbehinderter benutze ich einen Elektrorollstuhl. Da Fußwege bezogen auf die Breite eines Elektrokrankenfahrstuhls meist sehr schmal sind, parkende Autos häufig auf dem Fuß- oder Radweg stehen, sind Rollstuhlfahrer gezwungen, auf der Straße zu fahren, und kommen so in unzumutbare und gefährliche Situationen. Beim Befahren der Berliner Kissen, egal ob im Rollstuhl oder als Beifahrer im Auto, werde ich erheblich durchgeschüttelt und empfinde starke Schmerzen.

Gesundheitliche Belastungen können auch bei eiligen Notfällen für Patienten im Krankentransport- und Rettungswagen auf dem Weg zum Klinikum oder zur Paracelsus-Klinik eintreten.

Berliner Kissen sind darum als Mittel der Verkehrsberuhigung gefährlich und völlig ungeeignet. Die flächendeckenden Buckelpisten sollten daher umgehend zurückgebaut beziehungsweise entfernt werden, bevor auch in Osnabrück schwere Verkehrsunfälle und unverantwortliche Gefährdungen von Patienten auf ihrer Fahrt in das Krankenhaus zu verzeichnen sind.″

Manfred Nieweg

Osnabrück

Gefährliche Situationen im Notarztwagen, das eine. Unerträgliche Lärmbelästigung durch polternde Fahrzeuge, das andere.

Es kommt noch ein schwerwiegender Aspekt dazu, der gleichzeitig eine Frage aufwirft. Hat jemals ein Gutachter gemessen, wie viele Sekunden das Auge und damit die Wahrnehmung beim Überqueren des Betonkissens konzentriert auf der Stelle verharrt, bis das Kissen überquert ist? Ich behaupte, dass das genau die Zeit ist, die man brauchen würde, um einem Kind, das von der Seite auf dem Fahrrad in die Straße einfährt oder seinem Ball hinterherläuft, das Leben zu retten.

Und richtig, wer in der heutigen Zeit noch mittelalterliche Wehranlagen braucht und elektronisch nicht in der Lage ist, Fahrzeuge automatisch in 30er-Zonen einzubremsen, sollte sich fragen, ob ihm nicht jegliche Vorstellungskraft für sinnvolle Alternativen fehlt.″

Dr. Heinz- Dieter Unger

Osnabrück
Autor:
Jürgen Meierrose, Manfred Nieweg, Dr. Heinz- Dieter Unger


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