User Online: 2 | Timeout: 04:28Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mehr als Schmierereien
Zwischenüberschrift:
Graffiti-Kunst bringt Farbe in die bisher ziemlich triste Stubenstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Einst war die Stubenstraße eine triste und graue Gasse, die an die Große Straße grenzt. Seit die Bunten Hunde″ dort ein Graffiti-Kunstwerk im Auftrag von Eyes & More hinterlassen haben, sieht es dort wieder bunter aus. Die Graffiti-Künstler wollen auf legale Weise die Stadt verschönern und zeigen, dass Graffiti nicht nur Schmierereien sind.

Osnabrück Die meisten Graffiti-Sprayer stellt man sich in dunkler Kleidung vor, nachts durch die Stadt schleichend, um heimlich fremde Wände zu besprühen. Bei den Künstlern der Bunte-Hunde-Osnabrück″-Gruppe sieht es ganz anders aus. Sie malen tagsüber in aller Öffentlichkeit und werden dafür auch bezahlt. Zuletzt haben sie in der Stubenstraße in der Osnabrücker Innenstadt eine Wand im Auftrag des Optikers Eyes and More besprüht.

Der Hauseigentümer hatte schon seit Ewigkeiten Probleme mit dem Graffiti-Befall. Ich will nicht wissen, wie oft er seine Fassade schon gestrichen hat. Er war schon sehr froh und dankbar für den Vorschlag, seine Hauswand diesmal mit professionellem Graffiti zu machen statt über eine Malerfirma″, sagt Marcel von den Bunten Hunden″.

Die Wand bei Eyes and More haben sie innerhalb von vier Tagen umgestaltet. Dabei orientierten sie sich an der Farbgebung und dem Design des Firmenlogos des Optikers.

Die Sprayer erzählen gern von Passanten, die sich im Vorbeigehen bei ihnen bedankten, weil die bisher etwas dunkle Gasse endlich freundlicher aussehe. Einige blieben bei ihnen stehen, um ein Foto oder Selfie mit dem neuen Graffito zu machen.

Aufträge von Freunden

Die Bunten Hunde″ bestehen aus Sprayern, die sich kürzlich aus den Crews 49ers Osnabrück″ und Malzeit-Design″ zusammengeschlossen haben. Sie erhalten von Privatpersonen bis Unternehmen Anfragen. Ihre ersten Aufträge kamen von Freunden, bei denen ein Kinderzimmer oder eine Garage neu gestaltet werden sollten. Mittlerweile werden sie auch von Unternehmen gebucht und haben Projekte bis ins nächste Jahr hinein. Denn Osnabrück habe genug graue Flächen, die verschönert werden sollten, sagt Max von den Bunten Hunden″.

Ein bunteres und weniger schmutziges Osnabrück, dafür setzen sich die Künstler ein. Den größten Teil ihrer Arbeit nimmt dabei nicht das eigentliche Sprühen ein. Ihre meiste Zeit verbringen sie mit viel Büroarbeit, Austausch mit den Kunden und der Vorbereitung der Projekte durch Entwürfe und Skizzen. Dass einer der Künstler gelernter Kaufmann ist, kommt ihnen dabei zugute.

Mehr als Farbesprühen

Wichtig beim Sprayen sei die Technik, denn es stecke mehr dahinter, als nur die Dose vor die Wand zu halten und zu sprühen. Der Hintergrund wird von den Graffiti-Künstlern zunächst mit Pinseln und Farbrolle grundiert, dann abgeklebt, um glatte Linien zu schaffen.

Mittlerweile zeigen sie auch Kindern in Workshops im Umgang mit der Spraydose und erklären, wo es legale Flächen in der Stadt gibt, an denen sie üben oder einfach malen können.

Bisher betreiben die Bunten Hunde″ ihre Firma nebenberuflich, können es sich jedoch vorstellen, bald hauptberuflich zu sprayen. Dafür bräuchten sie nur regelmäßig Aufträge, besonders im Winter. Bei Schnee und Regen können sie nicht sprühen: Das Wetter hat uns schon das eine oder andere Mal einen Strich durch die Rechnung gezogen″, sagt der Bunte Hund Max.

Die Graffiti-Künstlergruppe ist über ihre Facebook-Seite unter Bunte Hunde Osnabrück″ oder über ihre Website erreichbar, die bald veröffentlicht werden soll.

Bildtext:
Die Sprayer der Bunten Hunde″ arbeiteten an einem Graffito an der Hauswand des Optikers Eyes and More in der Stubenstraße.
Foto:
David Ebener.
Autor:
Viktoria Koenigs


Anfang der Liste Ende der Liste