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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Grenzwerte bei Moorbrand überschritten
 
Feuerwehr kontra Bundeswehr
 
Behörden warten auf Messdaten
 
In Meppen wurde Uranmunition gelagert, aber nicht getestet
Zwischenüberschrift:
Feuerwehr erhebt Vorwürfe
 
Messungen beim Moorbrand: Hätten Dorf und THW-Lager im Emsland evakuiert werden müssen?
 
Dienststellenleiter lehnte Verschuss Ende der 1970er-Jahre ab / Unterlagen sind nicht mehr verfügbar
Artikel:
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Originaltext:
Bei dem von der Bundeswehr mit Munitionstests verursachten Moorbrand im Landkreis Emsland sind in angrenzenden Ortschaften einschlägige Kohlenmonoxidgrenzwerte überschritten worden. Das geht aus Messprotokollen hervor, die unserer Redaktion vorliegen .

Osnabrück In Stavern östlich des Testgeländes für Waffen und Munition der Bundeswehr (WTD) stellte der ABC-Messzug der Feuerwehr Leer in der Nacht von 18. auf 19. September mehrere Überschreitungen von Grenzwerten fest, teilweise um mehr als 100 Prozent. Der höchste gemessene Wert an Kohlenmonoxid betrug 20 ppm (parts per million).

In direkter Nähe des Zeltlagers, das das Technische Hilfswerk (THW) in Stavern für rund 400 seiner Helfer aufgeschlagen hatte, sowie im Bereich der dörflichen Wohnbebauung überstiegen die Messungen den relevanten Schwellenwert von 9 ppm ebenfalls teilweise sehr deutlich. Die Messungen führten nur deshalb nicht zur Evakuierung, weil die Werte nicht über einen dafür relevanten Zeitraum von vier beziehungsweise acht Stunden ermittelt worden waren. Erst in der Kombination von Konzentration und Dauer wird von einer spürbaren Beeinträchtigung der Gesundheit ausgegangen.

Um die Gefahr bewerten zu können, hatte die Feuerwehr ihren Angaben zufolge der Bundeswehr nach den ersten Ergebnissen dringend eine fortlaufende Kontrolle der Messpunkte mit Überschreitungen empfohlen. Die Einsatzleitung der Bundeswehr allerdings lehnte Anschlussmessungen an den identischen Stellen ab, wie es in Feuerwehrkreisen verständnislos heißt. Folge: Die Messwerte blieben auf einzelne kurze Zeitpunkte begrenzt, weder das Dorf noch das THW-Lager mussten formal evakuiert werden.

Als gar nicht witzig″ bezeichneten Einsatzkräfte gegenüber unserer Redaktion die pauschale Aussage von Bundeswehr und Landkreis, dass die Messwerte der Nacht nicht auf eine akute Gesundheitsgefährdung für Anwohner und Helfer hätten schließen lassen. Mindestens für Alte, Schwangere, Kinder und Kranke gelte das trotz der ermittelten, in Relation niedrigen und auch in Privaträumen zuweilen erreichten Schadstoffwerte nicht.

Keine neuen Erkenntnisse gibt es zu einer möglichen Belastung des Areals durch radioaktives Material. Klar ist inzwischen jedoch: Uranhaltige Munition wurde auf dem WTD-Gelände zwar gelagert, allem Anschein nach aber nicht verschossen.

Kommentar
Verschleierungstaktik

Wer am Abend des 18. September durch das emsländische Stavern ging, konnte die Auswirkungen des mächtigen Moorbrandes auf der WTD 91 bei Meppen am eigenen Körper spüren: Es lag ein beißender Gestank in der Luft, die Sicht war stark eingeschränkt und die Augen tränten. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich nicht nur die Staverner im Dorf auf, sondern auch mehrere Hundert THW-Helfer campierten dort in ihren Zelten. Sie alle haben ein Recht darauf zu erfahren, welchen Kontaminationen sie speziell in dieser Nacht ausgesetzt waren.

Bislang hieß es, zu diesem Zeitpunkt hätten noch gar keine Messungen stattgefunden. Allein dieser Umstand wäre fahrlässig gewesen. Nun tauchen aber plötzlich doch konkrete Messwerte auf. Jeden, der sich an diesem Abend in dem emsländischen Dorf aufhielt, kann es eigentlich nicht verwundern, dass er erheblichen Belastungen ausgesetzt war. Jetzt haben es die Betroffenen schwarz auf weiß.

Die Bundeswehr kommt immer mehr in Erklärungsnot. Warum hat sie mit diesen Werten bislang hinter dem Berg gehalten? Und warum ist sie nicht der Empfehlung der Feuerwehr nachgekommen, länger zu messen? Man wird das Gefühl nicht los, dass die Verschleierungstaktik der Bundeswehr in Sachen Moorbrand auf dem WTD-Gelände Methode hat.

Unserer Redaktion liegen die Protokolle der Moorbrand-Messungen aus der Nacht vom 18. auf den 19. September vor. Die Werte sind nicht dramatisch, aber belegen sehr wohl: So unkritisch, wie Bundeswehr und Behörden behauptet haben, war die Schadstofflage nicht. Die Feuerwehr erhebt einen schweren Vorwurf.

Osnabrück Erst hat die Bundeswehr gar nichts gemessen, dann verweigert sie die Veröffentlichung erster Schadstofferhebungen nach dem Moorbrand im Emsland seit inzwischen mehr als zwei Wochen Transparenz sieht anders aus. Inzwischen liegen unserer Redaktion die Protokolle der Luftmessungen aus der Nacht vom 18. auf den 19. September aus anderer Quelle vor. Sie belegen: Die Ergebnisse waren keineswegs so unkritisch wie bisher behauptet.

In dem Dorf Stavern östlich des Testgeländes für Waffen und Munition der Bundeswehr (WTD) stellte der Messzug der Feuerwehr Leer mehrere Überschreitungen von Grenzwerten fest, teilweise um mehr als 100 Prozent. Selbst im Kern des Ortes wurden Kohlenmonoxid-Grenzwerte unmittelbar neben Wohnhäusern um 50 Prozent und mehr gerissen. Auch in direkter Nähe des THW-Zeltlagers in Stavern für rund 400 Helfer überstiegen die Messungen der Feuerwehr den Grenzwert.

Dass keine Evakuierung erfolgte, lag einzig daran, dass die Messwerte nicht über einen Zeitraum von vier beziehungsweise acht Stunden festgestellt wurden. Nur wenn Menschen einer Konzentration von Kohlenmonoxid in der gemessenen Höhe über eine solche Dauer ausgesetzt sind, wäre der Bereich nach gängigen Richtlinien sinnvollerweise zu räumen.

Spannend ist in diesem Zusammenhang die Frage, warum an den jeweiligen Messpunkten keine Werte über einen längeren Zeitraum erhoben worden sind, um genau diese Notwendigkeit zu prüfen. Stattdessen fanden an den Stellen Einzelmessungen statt, die maximal eine gute halbe Stunde dauerten.

Mit dem Thema unmittelbar befasste Feuerwehrkreise erheben im Gespräch mit unserer Redaktion schwere Vorwürfe gegen die Bundeswehr. Die Messdaten aus der Nacht seien der Einsatzleitung der Bundeswehrfeuerwehr unverzüglich mit der klaren Empfehlung gemeldet worden, die Messpunkte weiter zu überwachen, an denen es zu kritischen Werten gekommen war. Die Bundeswehr habe dies unter Verweis auf ihre Zuständigkeit barsch abgelehnt. Anschlussmessungen in Stavern erfolgten erst wieder nach etwa 40 Stunden, konkret am Abend des 20. September. Ergebnis: Die Grenzwertüberschreitungen blieben folgenlos. Weder das Dorf noch das THW-Lager mussten formal evakuiert werden.

Zieht man in Betracht, dass viele Anwohner der WTD dem Qualm am 19. September bereits über einen langen Zeitraum ausgesetzt waren in den ersten zwei Wochen des Brandes erfolgten keine Messungen; als sie schließlich erfolgten, begann die Rauchentwicklung abzuklingen –, wären Evakuierungen aus Feuerwehrsicht bereits nach den ersten Messergebnissen keine unrealistische Option gewesen. Mindestens wäre die sofortige Information der Bevölkerung geboten gewesen, auf dass die Anwohner selbst hätten entscheiden können, ob sie ihre Häuser verlassen oder nicht. So aber gehe Vertrauen in staatliche Institutionen verloren, ärgert man sich bei der Feuerwehr.

Gar nicht witzig″ sei zudem die pauschale Aussage von Bundeswehr und Behörden gewesen, dass die Messwerte nicht auf eine akute Gesundheitsgefährdung für Anwohner und Einsatzkräfte hätten schließen lassen. Mindestens für Alte, Schwangere, Kinder und Kranke gelte das trotz der ermittelten, in Relation niedrigen und auch in Privaträumen zuweilen erreichten Schadstoffwerte nicht. Bei anderen Menschen hänge es von der Dauer der Belastung ab.

Zudem sei sehr wahrscheinlich, dass in Stavern auf dem Höhepunkt der Verrauchung an den Tagen vor den ersten Messungen ebenfalls kritische Werte ermittelt worden wären. Spätestens dann hätte sich die Frage nach der einschlägigen Dauer der Belastung und einer fälligen Evakuierung von selbst beantwortet. Das aber bleibt Spekulation, weil weder Bundeswehr noch Landkreis entsprechende Messungen an den Tagen zuvor veranlasst hatten.

Besonders hohe Überschreitungen (20 ppm) hatten die Spezialisten aus Leer in der Nacht auf den 19. September im unbebauten Bereich des Schlagbrückener Weges gemessen. Hier waren Einsatzkräfte regelmäßig in Aktion. Nahe Wohnhäusern stellten die Experten an der Panzerstraße″ genannten Trasse ebenfalls noch beträchtliche Belastungen fest (18 ppm, 0.16 Uhr). Im Amselweg mit seinen Einfamilienhäusern maß die Feuerwehr um 23.36 Uhr 12 ppm, um 23.51 Uhr 14 ppm und um 0.08 Uhr wieder 12 ppm.

Der Grenzwert, ab dem ein Mensch laut Weltgesundheitsorganisation maximal acht Stunden am Stück einer Kohlenmonoxidbelastung ausgesetzt sein sollte, beträgt 9 ppm. Er wurde ebenfalls gerissen an der Kiesbergstraße (10 ppm) sowie nur knapp unterschritten an den Messpunkten Schützenstraße und Raddegrund (8 ppm).

Auf der WTD, wo professionelle und ehrenamtliche Helfer in großer Zahl im Einsatz waren, müssen laut Experten wesentlich höhere Schadstoffkonzentrationen als außerhalb geherrscht haben. An anderen Messpunkten in der Nacht sowie an den Folgetagen waren die Werte weitgehend unerheblich.

Die maximal erlaubte Arbeitsplatzkonzentration von Kohlenmonoxid beträgt 30 ppm und liegt also höher als die in Stavern gemessenen Werte. Die normale Konzentration in der Luft ist kleiner als 0, 5 ppm. Zu hohe Werte führen zu Kopfschmerz und Konzentrationsstörungen, gegebenenfalls auch zu Gefäß- und Herzproblemen. Bei extremen Dosen folgen Bewusstlosigkeit und schließlich rascher Tod. Auch gravierende Spätfolgen einer überstandenen Vergiftung sind möglich.

Nachdem sie die ersten Grenzwertüberschreitungen festgestellt hatte, ordnete die Feuerwehr Leer vorbeugend an, dass die eigenen Kräfte nur noch mit Atemschutz zu operieren hätten.

Die Bevölkerung erfuhr von alldem nichts.

Bildtexte:
Messprotokolle des ABC-Zuges der Feuerwehr zeigen für Kohlenmonoxid (CO) einen Wert von 14 bzw. 18 ppm (parts per million). Laut Weltgesundheitsorganisation sollte ein Mensch maximal acht Stunden am Stück einer Belastung von 9 ppm ausgesetzt sein.
Stavern, 18. September, 20 Uhr: Das THW-Lager liegt im Qualm. Die Feuerwehr maß in der Nähe eine Kohlenmonoxidkonzentration, die den Grenzwert überschritt.
Fotos:
Burkhard Ewert, Hermann-Josef Mammes

Osnabrück Niedersächsische Behörden warten noch immer auf Messdaten aus den ersten Wochen des Moorbrandes, um eine Gefährdung von Einsatzkräften auf dem WTD-Gelände bei Meppen ausschließen zu können. Aktuellen Aussagen des Bundesverteidigungsministeriums zufolge werden sie aber keine erhalten.

Bisher liegen nur erste Daten von Luftmessungen aus der Nacht zum 19. September und umfassende Messwerte ab dem 20. September vor. Der Brand aber brach am 3. September aus. In der Zeit bis zum 19. September waren bereits zahlreiche Kräfte von THW und Feuerwehr auch in unmittelbarer Nähe der Brandherde im Einsatz.

Inzwischen ist klar, dass es Daten aus dieser Zeit nicht gibt. Obwohl die Bundeswehr dies unserer Redaktion gegenüber bereits erklärt hatte, war das niedersächsische Innenministerium bis zuletzt davon ausgegangen, welche zu erhalten. Noch am Freitag zitierte der NDR den zuständigen Referatsleiter, dass in Hannover seit der Anfrage vom 27. September auf eine Antwort gewartet werde. Damals habe es geheißen, es werde geprüft, welche Daten erhoben worden seien und ob diese veröffentlicht werden könnten.

Hilfskräfte ohne Infos

Neben dem Ministerium haben allerdings auch das THW, die Feuerwehrkräfte aus ganz Norddeutschland und der Landkreis Emsland nie Messdaten aus der Zeit bis zu der Nacht auf den 19. September zur Verfügung gestellt bekommen. Selbst diese wurden teilweise erst am vergangenen Freitag übermittelt.

Warum es keine früheren Werte gibt, ist spätestens seit der Bundespressekonferenz vom Freitag in Berlin klar. Dort erklärte der Sprecher von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Berlin, Jens Flosdorff, es gebe aus jener Zeit keine Daten, weil die örtlichen Kräfte der Bundeswehr keine hätten erheben lassen. Warum hat es dort keine Messungen gegeben? Weil sie dort nicht angefordert waren″, sagte Flosdorff wörtlich. Und: Wir haben Gasmessungen aus der Zeit rund zwei Wochen nach Ausbruch des Brandes, also ab dem 18. September.″

Bildtext:
Ministeriumssprecher Jens Flosdorff.
Foto:
imago/ Jens Schicke

Osnabrück Auch unsere Redaktion hat keine Hinweise, dass auf dem WTD-Gelände der Bundeswehr im Emsland Uranmunition verschossen worden ist. Der damalige Dienststellenleiter soll dies abgelehnt haben. Unterlagen gibt es dazu keine mehr, aber gelagert wurde die Munition auf der Anlage in jedem Fall.

Die Bundeswehr untersucht das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle bei Meppen nach dem massiven Moorbrand der vergangenen Wochen gegenwärtig auf Strahlung. Erste Ergebnisse blieben negativ. Hintergrund: Auf der WTD war in den Jahren 1978/ 1979 zur Erprobung vorgesehene uranhaltige Munition eingelagert. Das hatte unsere Zeitung bereits um das Jahr 2000 herum berichtet.

Die Dienststelle wollte die Informationen seinerzeit weder bestätigen noch dementieren. Sie bestritt allerdings energisch Meldungen des NDR, die sich auf einen anonymen Informanten stützten und nach denen auf der WTD 91 mit uranhaltiger Munition geschossen worden sei. Dies sei zu keiner Zeit″ geschehen.

Ende der 70er-Jahre war der NOZ zufolge zunächst tatsächlich in Erwägung gezogen worden, entsprechende Munition im Emsland zu erproben. Konkrete Unterlagen über diese Erprobungszeit gab es im Jahr 2000 nicht mehr; die Aufbewahrungsfrist für entsprechende Akten beträgt zehn Jahre. Nachforschungen innerhalb der Dienststelle hätten jedoch ergeben, so verlautete aus vertraulicher Quelle, dass die Erprobung nicht durchgeführt worden sei.

Zum Verschuss der Munition sei es nicht gekommen, weil der damalige Dienststellenleiter das Vorhaben abgelehnt habe. Dies wiederum sei in weiser Voraussicht″ geschehen: Man habe eine Kontaminierung der schließlich für andere Vorhaben benötigten Anlagen befürchtet und diese Verseuchung auf jeden Fall verhindern wollen .

Bei den seinerzeit zu Versuchszwecken nach Meppen gelieferten Geschossen hat es sich dem Vernehmen nach um eine auf das Kaliber 20 Millimeter umgebaute″ Munition gehandelt. Es sei nicht um große Mengen gegangen, sondern um unter hundert Stück″, berichtete unsere Zeitung im Jahr 2001.

Den Verantwortlichen war diesen Informationen zufolge seinerzeit bekannt, dass die Patronen Uran enthielten. Konkret ging es um Uran 238. Hierbei handelt es sich wie auf Anfrage von Experten bestätigt wurde um einen Alpha-Strahler, der, solange er von einer Hülle umgeben sei, als harmlos″ eingestuft werden könne. Entsprechend sei die Einlagerung nicht gefährlich″ gewesen. Schaden könnten lediglich die bei einem Verschuss frei werdenden Stäube anrichten oder falls ein entsprechendes Geschoss tagelang von einem stark qualmenden Moorbrand bekokelt wird.

Zur Herkunft wie zum weiteren Verbleib der Munition gibt es keine konkreten Angaben. Aus vertraulicher Quelle hieß es, sie sei geraume Zeit nach der Einlagerung in Meppen wieder abgegeben″ worden.

Die Bundesregierung reagierte in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach auf parlamentarische Anfragen zur Uranmunition. Darin stellte sie klar, dass aufgrund der politischen Entscheidung, solche Geschosse nicht einzusetzen, auch keine Erprobung nötig gewesen sei. Das stimmt unseren Recherchen der vergangenen Tage nach nur zum Teil. So wurden sehr wohl Vergleiche von uranhaltiger Munition mit ähnlich wirkenden, aber teureren Geschossen mit Wolfram durchgeführt. Wolfram-Munition wurde in Meppen auch abgeschossen, die uranhaltigen Vergleichsgeschosse aber diesen Informationen nach in den USA. Beide besonders harten Munitionstypen werden verwendet, um Panzerungen und Bunker zu durchbrechen.

Bildtext:
Dieses Geschütz verschießt bei einem Test uranhaltige DU-Munition - in Schottland. Der Direktor der WTD hat solche Tests in Meppen abgelehnt.
Foto:
dpa
Autor:
Burkhard Ewert, Hermann-Josef Mammes


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