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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Papier ist geduldig: 150 Jahre Prelle-Shop
Zwischenüberschrift:
Eine Erfolgsgeschichte in der „heimlichen Hauptstraße von Osnabrück″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Computer, E-Mail oder SMS werden Füller und Papier nicht ersetzen. Davon ist Franz-Josef Westerholt mehr denn je überzeugt. Der Chef vom Prelle-Shop blickt heute mit seiner Familie und 25 Mitarbeitern auf eine 150-jährige stolze Firmentradition zurück.
Am 10. April 1860, auf den Tag genau vor 150 Jahren, gründet der damals 25-jährige Carl Prelle eine Papiergroßhandlung an der Krahnstraße. Prelle übernimmt das Geschäft von seinem verstorbenen Meister Erdbrink und legt damit den Grundstein für eines der ältesten Handelshäuser in Osnabrück.
Auf Carl folgen 1904 Wilhelm und Rudolf Prelle. Die Söhne Wilhelm Prelles, Willi und August, steigen nach dem Ersten Weltkrieg ein und bauen eine dreistöckige Druckerei an der Hakenstraße. Der Zweite Weltkrieg bringt eine scharfe Zäsur: Willi und August sterben an der Front. Deren Ehefrauen führen zusammen mit Prokurist Willi Elbrecht die Papierhandlung und Druckerei durch die schwere Zeit. Das Stammhaus an der Krahnstraße wird durch eine Luftmine zerstört, die Druckerei an der Hakenstraße brennt komplett aus.
Karl-Heinz Städler, der die jüngste Tochter von August Prelle heiratet, beginnt 1951 einen Modernisierungsprozess. Höhepunkt ist der Umzug in das Eckhaus Krahnstraße (Webersches Haus), den heutigen Standort.

Westerholt startet 1971

Irene und Franz-Josef Westerholt übernehmen am 1. Februar 1971 die Firma Carl Prelle. Westerholt war als Handelsvertreter mit der Familie Prelle und dem Geschäft vertraut. Ich habe es einfach versucht″, sagt er.
Der Versuch ist erfolgreich. Westerholt formt aus dem Papiergeschäft den Prelle-Shop und wagt in den Siebzigerjahren eine futuristische Innenausstattung. Doch er blickt auch vor die eigene Ladentür: Westerholt ruft die Werbegemeinschaft Krahnstraße ins Leben. Das Motto 1975: Das königliche Einkaufsvergnügen″ in der heimlichen Hauptstraße Osnabrücks″, wie die Kaufleute heute ergänzen.
Einer Phase der Orientierungslosigkeit″ um den Jahrtausendwechsel, wie Westerholt sagt, folgt eine schwerwiegende Richtungsentscheidung: die Renaissance der besonderen Papeterie″. Der Mont-Blanc-Shop wird eingerichtet, die Markenphilosophie hält Einzug und den Prelle-Shop auf Erfolgskurs. Besser noch: Seit 2006 machen wir jährlich zehn Prozent Umsatzplus pro Jahr″, sagt Westerholt. Die Branche meldet bundesweit im gleichen Zeitraum ein Minus von drei Prozent.
Es gab Zeiten, da konnte sich auch Franz-Josef Westerholt nicht vorstellen, dass jemand einen Füller für 2500 Euro kaufen würde. Heute weiß er, dass exklusives Schreibgerät immer gefragt ist und dass alle Visionen über das papierlose Büro die Nachfrage nach Papier und Bleistift nicht geschmälert haben.
Deshalb sieht auch die Familie Westerholt optimistisch nach vorn. Mit den Töchtern Eva, Katrin und Uta wirkt schon die nächste Generation im Geschäft mit.

Bildtexte:
Der Grundstein des Prelle-Shops: Carl Prelle gründete 1860 eine Papierhandlung und Druckerei an der Krahnstraße.
Die Westerholts übernahmen den Prelle-Shop 1971. Und die nächste Generation wirkt im Geschäft schon mit. Von links: Uta, Irene, Franz-Josef, Kati und Maximilian.
Fotos:
Egmont Seiler

Aktionen

Prelle-Shop und Werbegemeinschaft Krahnstraße wollen das Jubiläum mit monatlichen Schwerpunkten feiern. Höhepunkt ist die offizielle Jubiläumsfeier am 9. Oktober zum Moonlight-Shopping.
Heute: Wer alte Dokumente in Sütterlin besitzt, kann sie im Prelle-Shop übersetzen lassen. Der eigene Name wird gegen eine Spende in Sütterlin übertragen. Der Erlös ist für die Krebshilfe.
Mai: Aktionen zum Muttertag am 7. und 8. Mai.
12. Juni: Zur Fußball-WM: Rabatt-Schießen auf eine Torwand, Autogrammstunde mit VfL-Profis.
Juli: Ferienziele der Region stellen sich vor.
August: Schule früher und heute.
September: Der persönliche Brief auf Büttenpapier in Zeiten von SMS, Chat und E-Mail.
9. Oktober: Jubiläumsfeier zum Moonlight-Shopping mit 200 geladenen Gästen. Roter Teppich und Aktionen in der Krahnstraße und Lortzingstraße. Gezeigt wird der teuerste Füller der Welt. Er ist mit Diamanten besetzt und 100 000 Euro wert.
Autor:
hin


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