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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Herbstzauber und Farbenpracht
 
Der Mann für alle Fälle
 
Schönheit vom Juli bis zum ersten Frost
Zwischenüberschrift:
Die Laga-Blumenhalle wurde ein letztes Mal verwandelt
 
Patrick O. Schulz plant und packt an / Bindeglied zwischen allen Abteilungen
Artikel:
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Originaltext:
Ernte und Dank″ lautet das Motto, das am gestrigen Freitag in der Blumenhalle auf der Landesgartenschau in Bad Iburg eingeläutet wurde. Zum letzten Mal im Veranstaltungszeitraum der Laga wechselten die Gärtner und Floristen nun die Dekoration.

Bad Iburg Mit insgesamt 13 verschiedenen Blumenschauen schmückten Ulla Rankers-Langels und ihr Team in den letzten fünf Monaten die Blumenhalle. Nach einem Indian Summer″-Thema zieren nun typische Herbstpflanzen wie Heidekraut, Astern, Gräser, Alpenveilchen und Chrysanthemen den stets gut besuchten Laga-Bereich. Auch regionales und saisonales Obst und Gemüse darf beim neuen Motto Ernte und Dank″ nicht fehlen. Die Düfte der entsprechenden Blumen und dazu die Vielfalt an Früchten versprühen einen richtigen Herbstzauber″, schwärmt Ulla Rankers-Langels während sie grüne, gelbe und orange Kürbisse in einem Regal verteilt.

Besucher schlendern in der Halle vorbei an einem üppig ausgestatteten und nostalgisch anmutenden Marktstand: Äpfel, Birnen, Kohl und sogar Kartoffeln in Herzform gibt es zu bestaunen. Vier Tage benötigte das fünfköpfige Gärtner- und Floristen-Team für die herbstliche Verwandlung der Blumenhalle, die während des Umbaus geöffnet blieb.

Dabei standen die kreativen Experten den Besuchern auch für Fragen und Anregungen rund um Gartengestaltung zur Verfügung. Viele Leute die hierherkommen, sind sehr interessiert und fachkundig″, stellte Ulla Rankers-Langels fest, die häufig nach Gießtipps oder Gehölzarten gefragt wurde. Bei der Dekoration ginge der Trend aktuell zu Einfachheit und Natürlichkeit. Das spiegele sich nicht nur in der Blumenhalle, sondern auch draußen in der Wechselbepflanzung und den Höhenabstufungen in den Laga-Blütenterrassen und dem Blütenfeuerwerk wider.

Rückblickend auf die Laga und auch aus ihrer vierzigjährigen Erfahrung als europaweit tätige Gartenschau- und Event-Floristen, können Ulla Rankers-Langels und ihr Mann Willi Rankers sagen, dass gerade die farbenprächtigen Pflanzen-Dekorationen des Herbsts bei den Besuchern gefragt sind. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stünden aber auch Rosenschauen, wie sie im Juni
in der Laga-Blumenhalle stattfand, sowie das Ausstellungsthema Kräuter und Gewürze.

Was das Ehepaar mit dem grünen Daumen bisher noch nicht so erlebt habe, sei die Aktionsfreude der Besucher: Die Ich-war-hier-Wände″ der Blumenhalle sind bunt und voll geschrieben, sogar über die Papiere hinaus auf die Holzhintergründe. Einige Gäste, die uns von anderen Gartenschauen kennen, habe uns sogar persönliche Grüße auf der Wand hinterlassen″, staunen die beiden, bevor sie sich wieder ganz dem Herbstzauber widmen und einen Tontopf mit dunkelroten Astern in die von der warmen Altweibersommer-Sonne durchflutete Blumenhalle tragen.

Bildtext:
Die Blumenhallen-Verwandler schwelgen in Herbst-Stimmung: (von links) Marlies Holiet-Franken, Ulla Rankers-Langels, Manuela Weertz, Willi Rankers und Norbert Bendick.
Foto:
Carolin Hlawatsch

Bad Iburg Projekte Durchführung″, das ist die Aufgabe von Patrick O. Schulz auf der Laga. Doch was steckt dahinter? Schulz ist, so lässt es sich zusammenfassen, ein Mann für alle Fälle″. Kaufmännische Aufgaben sind ebenso Teil seines Arbeitstages wie das Anpacken vor Ort.

Schulz ist gelernter Hotelkaufmann, hat lange im Vertrieb gearbeitet und ist seit der ersten Stunde Mitglied im Förderverein der Laga. Am Job reizte ihn das Sinnhafte″: Wir tun etwas für den Ort und die Menschen hier″, erklärt er. Die Laga ist eine Stadt in der Stadt, und als kaufmännischer Projektmanager habe ich Überschneidungen mit allen Abteilungen. Teamarbeit, die toll und lehrreich war.″ Während der Vorbereitung der Laga brachte Schulz Ausschreibungen auf den Weg, hatte die Kosten im Blick und organisierte den Aufbau. Dazu gehörten die Ver- und Entsorgung auf dem Gelände, Stichwort: Strom, Wasser, Abfall, aber auch die rund 50 temporären Gebäude der Laga und der Steg auf dem Charlottensee. Zudem verhandelte er mit Sponsoren und Lieferanten beispielsweise über Eis.

Dann ging die Laga los: Schulz tauschte seinen Platz am Schreibtisch gegen gute Laufschuhe: Ich bin Springer und darf mir nicht zu fein sein, auch mal anzupacken.″ Er schaut nun, dass alles läuft, und hat einmal sogar das Schloss eines Toilettencontainers knacken müssen. Als Hotelkaufmann gehe ich immer mit dem Blick des Gastes über die Laga und möchte, dass sich die Besucher wohlfühlen″, so der Iburger, der dafür täglich die Outdoormöbel der Laga ordentlich hinstellt. Das Schönste für ihn? Wenn die Besucher ein positives Feedback geben.″ Und ihn freut auch: Nach den Weihnachtsfeiern, die wir hier am Tannenbaum auf der Lichtung mit dem Namen Sommer? Absurd′ hatten, haben Christkind oder Weihnachtsmann meist etwas für das Team dagelassen.″

Während die Besucher die sonnigen Herbsttage genießen, ist Schulz längst mit dem Abbau der temporären Elemente beschäftigt: Die Herausforderung dabei ist, dass wir alles auf einer Baustelle aufgebaut und dann alles schön gemacht haben.″ Nun muss er den Abbau so koordinieren, dass die gestalteten Flächen so wenig wie möglich tangiert werden.

Das Organisieren und Planen in Kombination mit dem Umsetzen und Machen, der kaufmännische Teil, der hohe operative Anteil und das Draußen-Arbeiten zu verbinden, das ist natürlich top″, zieht er zufrieden Bilanz.

Wie geht es für ihn nach der Laga weiter? Schaun wir mal″, so der Iburger schmunzelnd.

Bildtext:
Der gelernte Hotelkaufmann Patrick O. Schulz ist bei der Landesgartenschau in Bad Iburg verantwortlich für die Durchführung.
Foto:
PR/ Claudia Sarrazin

Elegant und filigran ist die Prachtkerze (Gaura lindheimeri). Die sommergrüne Staude hat kleine, schalenförmige Blüten mit einer Besonderheit: Jede öffnet sich nur für einen Tag. Da sich permanent neue Blüten bilden, kann die Blütezeit dennoch von Juli bis zum ersten Frost dauern. Die zur Familie der Nachtkerzengewächse gehörende Staude kommt ursprünglich aus der Region zwischen Mexiko und den USA, verträgt Hitze und Trockenheit. Nässe und Kälte mag sie nicht. Geeignet sind windgeschützte, sonnige Standorte . Davon abgesehen ist die Prachtkerze ein guter Begleiter für Gewächse mit ähnlichen Bodenansprüchen wie Rosen oder Gräser. Die 50 bis 150 Zentimeter hohe Gaura eignet sich als Beet- und Rabattenstaude, Bodendecker, Balkon- und Kübelpflanze.

Bildtext:
Die Prachtkerze wird auch oft Präriekerze genannt.
Foto:
Imma Schmidt
Autor:
Carolin Hlawatsch, pm, sarr, cs


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