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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wärmespeicher fasst 25 000 Liter
Zwischenüberschrift:
Osnabrückerin baut ein Sonnenhaus mit zehn Wohnungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Sonne wärmt auch, wenn sie nicht scheint. An der Natruper Straße 207 entsteht Osnabrücks erstes Mehrfamilien-Sonnenhaus. Zentrales Element ist ein Pufferspeicher mit 25000 Liter Wasser, der von einer 140 Ouadratmeter großen Kollektoranlage aufgeheizt wird.

Osnabrück Bei einem Sonnenhaus muss mindestens die Hälfte des Energiebedarfs für Brauchwasser und Heizung mit Solarenergie gedeckt werden. Die Bissendorfer Architektin Anja Machnik hat sich darauf spezialisiert. In Eversburg steht bereits ein Einfamilienhaus, das sie geplant hat. Wenn die Wärme aus dem Speicher verbraucht ist, wird dort mit dem Kachelofen geheizt.

Das war für Bauherrin Christine Korte und ihr Mehrfamilienhaus mit insgesamt zehn Wohnungen keine Option. Als Zusatzheizung für die 910 qm Wohnfläche dient eine gasbetriebene Brennwerttherme. Architektin Machnik setzt aber darauf, dass diese Heizung nicht allzu sehr strapaziert wird, denn der Wärmespeicher soll schon etliche trübe Tage im Winter überbrücken können.

Der passende Behälter war nicht leicht zu finden. Er musste eine Reise vom bayrischen Landshut bis nach Osnabrück antreten wegen seiner üppigen Ausmaße als Schwertransport. Um beim Abladen kein Verkehrschaos auszulösen, durfte der Lkw erst nach Mitternacht die Natruper Straße ansteuern. Inzwischen ist der acht Meter hohe, von einer 20 cm dicken Dämmschicht umgebene Tank fest eingebaut.

Das Sonnenhaus wird nach dem KfW-55-Standard gedämmt. Christine Korte, die mit ihrer Familie ins Dachgeschoss ziehen will, rechnet mit so geringen Heizkosten, dass sie auf Wärmemengenzähler verzichtet: Das lohnt sich nicht″, meint sie. Raumthermostate sollen für die optimale Temperatur sorgen. Da stellt sich die Frage, wie viel Mehraufwand die spezielle Bauweise erfordert. Frank Höving von der Firma OS-Concept, der für die Bauabwicklung zuständig ist, beziffert die zusätzlichen Kosten gegenüber einer konventionellen Bauweise mit fünf bis zehn Prozent.

Bei der Planung hat Christine Korte nicht allein mit der Heizung einen Akzent gesetzt. Alle Ebenen des Hauses sind barrierefrei mit dem Fahrstuhl zu erreichen. Und auf dem Parkplatz wird demnächst ein Stadtteilauto parken. Vielleicht ein Anreiz für den einen oder anderen Mieter, auf ein eigenes Auto zu verzichten.

Bildtexte:
Sperrig und schwer: Der acht Meter hohe Wärmespeicher für das Sonnenhaus wurde um Mitternacht angeliefert, um kein Verkehrschaos zu erzeugen.
Die Sonne im Zentrum: Ein 25000-Liter-Pufferspeicher fängt die Wärme auf, die von den Sonnenkollektoren auf dem Dach abgegeben werden.
Foto:
Hermann Pentermann
Zeichnung:
Anja Machnik
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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