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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Piesberg soll Steinbruch bleiben
 
Steinbrecher wollen das Beste vom Piesberg
Zwischenüberschrift:
Ein Teil der 196 Meter hohen Felsrippe soll abgetragen werden – Ende des Gesteinsabbaus nicht in Sicht
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Welche Zukunft hat der Piesberg: Steinbruch oder Landschaftspark? Der Steinbruch-Betreiber will jetzt auch das Beste vom Berg anknabbern, eine 6, 5 Hektar große Erweiterungsfläche der zentralen Felsrippe. Dort stehen auch die Windräder der Stadtwerke. Ohne Verlängerung wäre 2022 Schluss für die Steinbrecher om Piesberg. Für Cemex-Regionalleiter Peter Graf von Spee ist das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht. Sein Unternehmen stellt die Weichen, um auch das Gestein der Felsrippe abzubauen. Beim Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg wurde ein entsprechender Antrag gestellt. Am Genehmigungsverfahren ist auch die Stadt Osnabrück beteiligt. In ihren Plänen gilt die ins Auge gefasste Erweiterungsfläche schon als Teil des künftigen Landschaftsparks.

OSNABRÜCK. Aus dem Piesberg soll zwar ein Landschaftspark werden, aber der Steinbruch wird wohl noch viel länger zur Landschaft gehören, als es den Planern lieb ist. Die Cemex Kies & Splitt GmbH will den westlichen Teil der Felsrippe abtragen, um den Betrieb um 15 Jahre zu verlängern.

Ohne Verlängerung wäre 2022 Schluss für die Steinbrecher vom Piesberg. Für Cemex-Regionalleiter Peter Graf von Spee ist das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht. Sein Unternehmen stellt die Weichen, um auch das Gestein der Felsrippe abzubauen. Beim Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg wurde ein entsprechender Antrag gestellt. Am Genehmigungsverfahren ist auch die Stadt Osnabrück beteiligt. In ihren Plänen gilt die ins Auge gefasste Erweiterungsfläche schon als Teil des künftigen Landschaftsparks.
Die Felsrippe ist das beste Stück vom Piesberg. Mit 196 Meter Höhe über Normalnull überragt sie das ganze Stadtgebiet. Seit 20 Jahren drehen sich die Windgeneratoren der Stadtwerke auf diesem Hochplateau, kein anderer Standort in Osnabrück verspricht eine so gute Energieausbeute. Mit großem Aufwand wurden Wanderwege angelegt, um die Felsrippe als Aussichtsturm zu nutzen.
Die Pläne der Steinbrecher stoßen deshalb bei der Stadt nicht auf uneingeschränkte Zustimmung. Als Kompromiss″, sagt Detlef Gerdts vom Fachbereich Umwelt, habe man sich geeinigt, die Erweiterungsfläche auf ein 6, 5 Hektar großes Areal im Westen der Felsrippe zu begrenzen. Entschieden ist noch nichts. Zum Genehmigungsverfahren gehört auch eine Bürgerbeteiligung, in der Anwohner und Interessierte ihre Stellungnahmen abgeben können.
Der Piesberg gilt als Rohstofflagerstätte von überregionaler Bedeutung. Cemex-Prokurist Peter Graf von Spee ist überzeugt, dass es einen langfristigen Bedarf für den Piesberger Karbonquarzit gibt, der vor allem für der Autobahn- und Straßenbau, aber auch für Kanäle und Bahnstrecken verwendet wird. Jeder Bundesbürger verbraucht im Schnitt sechs Tonnen mineralische Rohstoffe pro Jahr″, sagt von Spee. Bei keinem anderen Material seien kurze Wege so wichtig.
Es entspreche einer gewissen Logik, vorhandene Lagerstätten konsequent auszunutzen, meint der Cemex-Chef. Er will sich nicht festlegen, dass 2035 oder 2040 endgültig Schluss ist mit dem Gesteinsabbau auf dem Piesberg. Zudem werde der Steinbruch seine jetzige Ausdehnung behalten, weil die Löcher mit Abraum gefüllt werden sollen.
Den Anwohnern in Pye verspricht von Spee weniger Lärm und weniger Staub, weil die Vorbrecheranlage in sieben bis acht Jahren zum tiefer liegenden Schlammteich verlegt werden soll. Mit dem Abbau der Felsrippe will das Steinbruchunternehmen in drei bis vier Jahren beginnen. Vorher muss eine neue Zufahrt zu den Windgeneratoren gebaut werden. Drei neue Riesen sind zurzeit im Bau. Die vorhandene Anlage im Westen wird wohl spätestens 2016 den Baggern weichen müssen.

Bildtext:
6, 5 Hektar groß ist die Erweiterungsfläche, auf der die Firma Cemex bis 2037 Gestein abbauen will. Ob es anschließend noch weitergeht, ist derzeit offen.
Autor:
rll


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