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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Jugendliche fordern Gratis-Radmitnahme im Bus
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke winken ab: Platz vorrangig für Kinderwagen und Rollatoren gedacht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Bei der neunten Sitzung des Osnabrücker Jugendparlaments ging es jetzt vor allem ums Busfahren: Günstig soll es sein und am besten mit dem Radfahren kombinierbar.

OsnabrückEin Gratis-Transport von Fahrrädern im ÖPNV das ist die Idee des Jugendparlaments. So könnte ein flexibler Mix aus Rad- und Busfahren entstehen, die Straßen würden von Autos entlastet, die Umwelt geschont. Die Machbarkeit dieser Idee diskutierten die 18 anwesenden Mitglieder des Parlaments mit Lea Hilling von den Stadtwerken Osnabrück. Sie erklärte, dass der Ticketpreis von 1, 70 Euro für die Radmitnahme im ÖPNV ein Steuerungselement″ sei. Der Platz im Bus sei vorrangig für Kinderwagen oder Rollatoren gedacht. Zu viele Fahrräder würden ein Platzproblem verursachen. Darauf hatten die Schüler und Azubis direkt zahlreiche neue Vorschläge, etwa Busse mit Anhängern und Klappsitzen oder zumindest bessere Abstellmöglichkeiten für Räder an den Haltestellen. Hilling, die als Vertretung einer Kollegin gekommen war, sagte, sie werde die Vorschläge weitergeben. Das Parlament beschloss, einen Antrag auf kostenlose Fahrrad-Mitnahme im Schul- und Sportausschuss einzureichen.

Das Jugendparlament vertritt die Interessen der Jugendlichen, die in Osnabrück leben oder im Stadtgebiet zumindest zur Schule gehen. Im Schul- und Sportausschuss sowie im Jugendhilfeausschuss darf das Parlament Anträge stellen, mit denen sich dann die Ratsmitglieder beschäftigen. Die engagierten Jugendlichen wollten in diesem Jahr ihren Spielraum ausweiten und auch bei den Ratssitzungen aktiv dabei sein allerdings ohne Erfolg: Das gewünschte Rede- und Antragsrecht sei ihnen nicht gewährt worden, wie Parlamentarier Lars Düsterberg berichtet.

Davon lassen sich die jungen Politiker aber nicht entmutigen. Aktuell setzen sie sich für günstigere Busfahrkarten für Schüler aus der Stadt ein. Diese bezahlen rund 15 Euro mehr für ihr Monatsticket als die Schüler aus dem Landkreis und das, obwohl das Ticket für die Städter weniger Strecken umfasst. Darüber sind die Jugendparlamentarier mit Stadtwerken und Politikern im Gespräch.

Ein weiteres Anliegen ist die Betreuung von Senioren. Benno Bals erzählte von dem Vorhaben, Jugendliche und ältere Menschen zusammenzubringen. Während dies im betreuten Wohnen schwer zu sein scheine, gebe es gute Aussichten auf ein Modellversuch mit einem Altenheim.

Das Parlament verzeichnete bereits erste Erfolge, etwa die Einrichtung eines Tonstudios, das auf einen Antrag des Parlaments zurückgeht. Das Parlamentsmitglied Emrah Men, Gitarrist und Gitarrentechniker, hatte den Bau des Tonstudios unterstützt. Das Studio ist jetzt für Hörbücher fertig″, erklärte er. Es befindet sich im Altbau hinter dem Haus der Jugend und steht Jugendlichen kostenfrei zur Verfügung.

Zuletzt warfen die Jugendlichen einen Blick in die Zukunft: Sie sammelten Fragen für einen anstehenden Besuch bei Innenminister Boris Pistorius und planten die Aufgaben der Arbeitsgruppen neben freiem W-Lan und Großveranstaltungen speziell für Jugendliche steht auch der Radverkehr mit auf der Themenliste.

Bildtext:
Jugendliche sind in der regel mit dem Bus und dem Fahrrad unterwegs - dementsprechend sind der ÖPNV und der Radverkehr auch Schwerpunktthemen des Osnabrücker Jungendparlaments.
Foto:
Archiv/ David Ebener
Autor:
Julia Schächtele


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