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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Noch ein Problem mehr für Karmann
 
Ist im Mai bei Karmann Schluss?
Zwischenüberschrift:
Heute außerordentliche Aufsichtsrats-Sitzung – Problemkind Fahrzeugbau
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Schon wieder eine Hiobsbotschaft für Karmann: Die Produktion des Mercedes CLK wird voraussichtlich schon Ende Mai auslaufen und nicht wie geplant im August. Heute tritt der Aufsichtsrat zusammen, morgen soll eine Betriebsversammlung stattfinden.
Mitte Dezember hatte das Unternehmen die Sozialplanverhandlungen für die mehr als 1700 Beschäftigten des Fahrzeugbaus ausgesetzt. Wie es hieß, sollten die laufenden Gespräche über den Verkauf von Unternehmensteilen nicht gefährdet werden.
Sollte es zu keinem erfolgreichen Abschluss gekommen sein, hat Karmann ein Problem mehr: Die Mitarbeiter des Fahrzeugbaus müssten bis zu sieben Monate beschäftigt werden, obwohl es keine Arbeit mehr gibt. Das bedeutet jeden Monat weitere Millionen-Kosten.

OSNABRÜCK. Die dunklen Wolken über dem Traditionsunternehmen Karmann scheinen sich weiter zu verfinstern. Nach Informationen unserer Zeitung soll die Produktion des Mercedes CLK Cabrio nicht erst im August auslaufen sondern bereits Ende Mai. Heute kommt der Aufsichtsrat zusammen.

Trotz Kurzarbeit dürfte es heute auf dem Karmann-Werksgelände alles andere als ruhig zugehen. Wenn gegen Mittag der Aufsichtsrat zusammentritt, steht er vor großen Problemen. Mitte Dezember hatte der Autobauer die Sozialplanverhandlungen für die mehr als 1700 Beschäftigten des Fahrzeugbaus ausgesetzt. Damals sollten laufende Gespräche über den Verkauf von Unternehmensteilen nicht gefährdet werden.
Die Beschäftigten erwarten in einer für morgen um 11 Uhr angesetzten Betriebsversammlung Antwort darauf, ob diese Verhandlungen erfolgreich gewesen sind. Sollte es zu keinem erfolgreichen Abschluss gekommen sein, hat Karmann ein dickes Problem mehr: Wegen der Verhandlungspause würde sich jetzt nämlich auch die Kündigung der betroffenen Mitarbeiter des Fahrzeugbaus verzögern. Bei vielen Beschäftigten muss das Unternehmen eine Kündigungsfrist von sieben Monaten berücksichtigen. Nachdem Auslaufen der CLK-Produktion hätten sie dann möglicherweise monatelang nichts mehr zu tun und Karmann müsste trotzdem weiter zahlen. Das könnte bedeuten, dass auf die Firma monatlich weitere Millionen-Kosten zukämen.
Wegen der allgemeinen Krise der Automobilindustrie hat Mercedes nach Neue-OZ-Informationen an allen Standorten die Produktion gekürzt. Darunter fällt auch der Mercedes CLK Cabrio, der ursprünglich noch bis August bei Karmann in Osnabrück gebaut werden sollte. Jetzt kommt das für den Sommer erwartete Ende des mehr als 100-jährigen Fahrzeugbaus in Osnabrück möglicherweise schon Ende Mai. Noch in diesem Monat wird im Karmann-Werk Rheine der letzte Audi A 4 Cabrio von Band laufen. Bereits gestern wurden Arbeitnehmer-Stimmen laut, die für die heutige Aufsichtsratssitzung eine Mitarbeiter-Demonstration auf dem Werksgelände angekündigt haben. Ein Unternehmenssprecher bestätigte zwar die heutige Sitzung, wollte sichaber zu Einzelheiten nicht äußern.
Autor:
Stefan Prinz, Gerhard Placke


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