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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Koste es, was es wolle!″
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Umweltzone: Kein Freifahrtschein für Busse″ (Ausgabe vom 19. Januar).

Die Informationspolitik der Stadt Osnabrück bei der Einrichtung der Umweltzone ist wohl nicht recht glücklich verlaufen. Mir jedenfalls war überhaupt nicht klar, dass die Emission von Feinstaub und Stickoxyden pro Fahrgast berechnet wird. Das entschärft doch die Lage für so manchen. Wenn also jemand ganz ohne oder ab 2011 mit der roten Plakette in die Stadt fahren will, sucht er sich ein oder zwei Nachbarn, die er freundlicherweise mitnimmt. Der Handwerksmeister mit dem alten Bulli stellt einen Lehrling ein, und der Trucker von außerhalb nimmt zwei Anhalter mit in die Innenstadt. Da hätten wir uns die ganze Aufregung sparen können!

Alfred Cordes
Dr.-Eckener-Straße 23
Osnabrück

Mir war ja gar nicht bewusst, dass der Schadstoffausstoß auf die Insassen des jeweiligen Fahrzeuges umgelegt wird. Wenn das so ist, dann muss ja nur jeder Besitzer eines plakettenlosen Fahrzeuges immer nur dafür sorgen, dass er genug Mitfahrer hat, um die Abgasnorm′ zu erfüllen. Das darf doch nicht sein!
Also: Wenn schon, denn schon. Wir leben hier schließlich in Deutschland! Weg mit den Schadstoff-Bussen! Sofort! Koste es, was es wolle! Wann merkt denn mal jemand bei den entsprechenden Stellen, dass diese Umweltzonen-Farce der größte Mist ist. Weiteres Beispiel gefällig? Kein Problem: Ein alter Fiat Panda mit einem Verbrauch von maximal 5 Litern (Benzin, also kein Feinstaub) wird verboten, aber riesige Allrad-Nobel-Kisten mit einem Verbrauch von mindestens 15 Litern erhalten eine grüne Plakette! [. . .]″

Martin Schlütz
Natruper Straße 183
Osnabrück

Ungeachtet aller Probleme, mit denen derzeit die Unternehmen des Verkehrsgewerbes in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu kämpfen haben, werden jetzt die Busunternehmen, die in Osnabrück Regionalverkehr betreiben, von der Stadt Osnabrück zu Neuanschaffungen gezwungen, weil ihre derzeitige Bus-Flotte weitgehend nicht den aktuellen Abgasnormen der neu errichteten Umwelzone entspricht. [. . .] Dass diese Entscheidung möglicherweise für betroffene Unternehmen existenzbedrohende Auswirkungen haben kann, kümmert die Stadt offensichtlich ebenso wenig wie die Tatsache, dass diese Regelung letztlich für die Bürger zu einer Fahrpreiserhöhung führen wird und muss.″

Dieter Schürmann
Karl-Adams-Weg 5
Belm

Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln als Erbsenzähler′ zu bezeichnen, finde ich anmaßend. Als mündiger Bürger habe ich das Recht zu erfahren, ob das von mir genutzte Verkehrsmittel umweltfreundlich ist und den aktuellen Schadstoffnormen entspricht.
Die Nordwestbahn hält sich auf meine Anfrage hin, ob die Dieseltriebwagen mit einem Rußfilter ausgestattet sind, ebenfalls bedeckt. Offensichtlich sind sie es nämlich nicht. Auch wäre es der Sache dienlich, bei den Tatsachen zu bleiben. Wie eine Berechnung zustande kommt, dass pro Fahrgast bis zu 400-mal weniger Feinstaub freigesetzt werden soll, wird nicht erklärt, zumal dieses natürlich von dem Schadstoffausstoß jedes einzelnen Busses abhängt.
Für Busse und schwere Nutzfahrzeuge existieren darüber hinaus sehr wohl unterschiedliche Abgasstufen, die in den Fahrzeugpapieren dokumentiert sind. Allerdings werden die Schadstoffe im Gegensatz zu Pkws in g/ kWh gemessen und sind so direkt nicht mit den Werten für Pkws zu vergleichen, die in mg/ km festgelegt werden. Wichtig anzumerken ist, dass die Ökobilanz des öffentlichen Nahverkehrs nur in Euro-5- und Euro-6-Technik weit vor dem Pkw liegt, wohlgemerkt natürlich auch hier nur im ausgelasteten Zustand der Busse.″

Peter Wranik
Dröper 9
Georgsmarienhütte
Autor:
Alfred Cordes, Martin Schlütz, Dieter Schürmann, Peter Wranik


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