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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine Schablone für den Sperrmüll
 
Kratersee auf dem Piesberg: Vulkanische Kräfte im Untergrund
 
Der neue Dienstwagen wird ein Porsche sein
 
Dänischer Glögg
 
WAHR UND UNWAHR
Zwischenüberschrift:
Nie mehr zu viel an die Straße stellen: Stadt bietet Konstruktion zum Ausleihen an
 
Geologe sieht Theorie vom Bramscher Pluton bestätigt
 
Pistorius: Ein Akt des Stadtmarketings
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Wie viel zum Teufel sind denn fünf Kubikmeter? Ein Schrank, ein Sofa, ein Tisch und drei Polstersessel? Oder nur zwei Sessel? Viele, die im neuen Jahr Sperrmüll vor die Tür stellen wollen, sind verzweifelt, fehlt ihnen doch das räumliche Vorstellungsvermögen. Denn nur fünf Kubikmeter sind erlaubt. Eine zusammenklappbare, würfelförmige Holzkonstruktion soll helfen, die richtige Sperrmüllmenge nicht zu überschreiten.

Seit der Rat beschlossen hat, dass die Sperrmüllabfuhr künftig 29 Euro kosten soll und die Höchstmenge auf fünf Kubikmeter begrenzt ist, laufen beim Abfallwirtschaftsbetrieb die Telefone heiß. Schon manch einer hat sich bereits über Rauminhalt und Volumen kundig gemacht, weiß, dass fünf Kubikmeter so viel sind wie 5000 Liter Wasser. Doch was nützt das?
Gebetsmühlenartig erklärten die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes den Hilfesuchenden, man möge doch einen Würfel von 1, 71 Meter Kantenlänge vor dem geistigen Auge entstehen lassen und in ihn quasi virtuell das Sperrgut hineinpacken. Dann werde man ja sehen (vor dem geistigen Auge), ob alles hineinpasst.
Nein, so fantasievoll war kaum ein Osnabrücker. Ich möchte nicht nachzahlen müssen, wenn ich die erlaubten fünf Kubikmeter überschreite″, klagten sie ihre Not. Ein findiger Kopf im Abfallwirtschaftsbetrieb hatte ein Einsehen. Der Hobbybastler entwickelte den Prototyp für eine Holzkonstruktion, die ein Volumen von fünf Kubikmetern hat. Die Maße der Latten: 1, 17 m breit, 1, 72 m hoch, 2, 49 m lang. Die Konstruktion, deren Produktion derzeit auf Hochtouren läuft, ist dank vieler Scharniere zusammenklappbar und passt somit in jeden Kofferraum. Vor der Haustür entfaltet, kann der Bürger sein sperriges Gut hineinpacken und weiß so, wie viel Platz er für 29 Euro zur Verfügung hat. Die Konstruktion kann gegen ein Pfand von 20 Euro beim Abfallwirtschaftszentrum am
Piesberg ausgeliehen werden. Übrigens ist die Schablone 5, 010876 Kubikmeter groß. Die Stadt schenkt den Bürgern also einige Kubikmillimeter.

Bildtext:
Nicht viel Sperrmüll passt, wie man sieht, in fünf Kubikmeter. Damit niemand für seine 29 Euro zu viel an die Straße stellt und nachzahlen muss, bietet die Stadt jetzt diese Schablone an, die beim Abfallwirtschaftsbetrieb ausgeliehen werden kann.
Foto:
Moritz Münch

OSNABRÜCK. Streng abgeschirmt von der Öffentlichkeit, hat sich bereits Mitte Dezember auf dem Piesberg eine geologische Sensation ereignet: Gleichsam über Nacht hat sich die Erde aufgetan, und es öffnete sich ein kreisrunder Krater mit einem Durchmesser von 28 Metern. In dem See steht eine trübe, schlammige Flüssigkeit.
Geologen des Bundesamtes für Bergsicherung aus Clausthal-Zellerfeld sicherten die Einbruchstelle ab. Der Einbruch befindet sich in unmittelbarer Nähe der Südrippe im gesperrten Areal nahe der verfüllten Mülldeponie auf dem Piesberg. Erste Erklärungsversuche sprachen deshalb auch davon, Setzungsprozesse in dem weiterhin Methan ausstoßenden Hausmüll hätten eine Gaseruption hervorgerufen.
Inzwischen steht fest, dass es sich vielmehr um eine wissenschaftliche Sensation handelt. Die hohe Temperatur des Wassers selbst jetzt im Winter hat der Schlammsee noch satte 38 Grad Celsisus, weshalb der Schnee der letzten Tage im weiten Umkreis geschmolzen ist hat im Untergrund zu Auswaschungen im Piesberger Karbonquarzit geführt. Deshalb ist das Deckgebirge eingestürzt und versunken, ein Phänomen, das sonst fast ausschließlich in Kalksteingebirgen auftritt.
Geophysiker und Geologensind allerdings alarmiert. Sie sehen vulkanische Aktivitäten wirken und stellen einen Zusammenhang mit dem sogenannten Bramscher Pluton″, einem vor Jahrmillionen im Untergrund stecken gebliebenen Vulkan, her: Wenn jetzt warmes Wasser austritt, müssen die Kräfte im Untergrund gewaltig sein″, sagte Dr. Horst Klassen, früherer Direktor des Museums für Natur und Umwelt am Schölerberg, der bereits vor Jahren die These vom Bramscher Pluton entwickelte.
Die Stadt will den Piesberger Kratersee für ein Geothermie-Kraftwerk nutzen. OB Pistorius: Man stelle sich vor, wir hätten uns auf die Bundesgartenschau eingelassen. Dann wäre diese wirklich intelligente Nutzung des Piesbergs überhaupt nicht denkbar.″

Bildtext:
Kreisrund und 28 Meter Durchmesser: Gleichsam über Nacht ist auf dem Piesberg ein Kratersee entstanden.
Foto:
Heinz Hesse

OSNABRÜCK. Künftig kommen die beiden Porsche-Modelle Boxter und Cayman aus Osnabrück. Dieser Befreiungsschlag für Karmann hat Auswirkungen auch im Rathaus. Oder zumindest vor der Rathaustür: Dort wird künftig der Audi A6, Dienstwagen von OB Boris Pistorius, durch einen Porsche abgelöst. So hat es der Verwaltungsausschuss in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen.
Oberbürgermeister Boris Pistorius wurde bereits im Autohaus an der Blumenhalle gesichtet, um schon mal Probe zu sitzen: Ein Cayman S in Silber-metallic soll es sein, 320 PS stark und in 5, 2 Sekunden auf Tempo 100. Die Verbrauchswerte übrigens sind bemerkenswert moderat: 9, 8 Liter Durchschnittsverbrauch, was die städtische CO2 - Bilanz mit 230 Gramm pro gefahrenen Kilometer belastet.
Die Stadtverwaltung wie auch die VW-Spitze in Wolfsburg stellten die Entscheidung als Akt der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings dar. Ein Argument mit Tradition: Auch der frühere städtische OMT-Geschäftsführer Elmar Schmitz hatte 2002 sein bei Karmann gebautes Luxus-Cabrio als Dienstwagen in diesem Sinne gerechtfertigt.
Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart, so hieß es. Bekannt ist dagegen schon eine andere Auswirkung der Investition: Das rasante Beschleunigungsverhalten des Sportwagens verlangt nach direkter Interaktion eine Umschreibung dafür, dass Pistorius künftig selbst fahren wird. Das Wort Fahrspaß″ komme ihm zwar nicht über die Lippen, so wird der OB zitiert, aber das Gefühl, von 320 PS in die Sitze gepresst zu werden, sei schon ein irres Erlebnis.
Und deshalb habe er sich auch entschlossen, auf die Dienste seines bewährten Fahrers Robert Mithöfer zu verzichten, kündigte Pistorius an. Herr Mithöfer bleibt selbstverständlich bei der Stadtverwaltung beschäftigt.″
Eine andere Übung wird dagegen beibehalten: Auch die neue Staatskarosse der Friedensstadt Osnabrück behält das Kennzeichen OS - E 1648. Nur für die Proberunden auf dem Nürburgring ist ein Kennzeichentausch vorgesehen: OS - BP 007.

Bildtext:
Schon mal Probe gefahren: OB Boris Pistorius bekommt einen Porsche Cayman als Dienstwagen.
Fotomontage:
Gert Westdörp

Alle Jahre wieder nippt Till mit seinen Kollegen schon vorher am Silvesterpunsch. Herausgekommen dabei ist diese Seite, damit es in den letzten Stunden des Jahres noch etwas zu lachen gibt. Till hat in diesem Jahr das Originalrezept von 1870 für Dänischen Glögg herausgesucht. Für acht Portionen nehme man 1 Flasche Rotwein, 100 ml Wodka oder Korn, weil der dänische Schnaps Bröndum sicher schwer zu bekommen ist. Ein Teelöffel Kardamom zerstoßen, 10 g Zimt in kleine Stücke brechen, ein kleines Stück Ingwer in ein Glas mit Schraubverschluss geben, mit dem Schnaps auffüllen und ein paar Stunden ziehen lassen. Den Schnaps durch einen Kaffeefilter laufen lassen und mit dem Wein in einen Topf füllen. Eine gute Handvoll Mandeln häuten, je nach Geschmack ebenso viele Rosinen, 300 g Zucker, 1 Teelöffel Vanillezucker zufügen und langsam erwärmen. Wer mag, kann alles noch mit der Schale einer halben ungespritzten Orange verfeinern. Der Glögg wärmt die Seele in der Silvesternacht, an der es knackig kalt werden soll. Till hofft, dass den Lesern diese Seite so viel Spaß macht, wie ihn Till und seine Kollegen schon beim Schreiben hatten. Noch mehr hofft Till, dass wir auch 2010 trotz aller schlechten Nachrichten immer was zu lachen haben. In diesem Sinne erhebt Till feierlich sein Glögg-Glas und ruft lauthals: Prosit Neujahr

Wahr ist, dass 2010 die Umweltzone eingeführt wird.
Unwahr ist, dass sie eingeführt wird, um den Ossensamstag zu verhindern.

Wahr ist, dass Blütenbert das Maskottchen der Landesgartenschau in Bad Essen ist.
Unwahr ist, dass Landrat Manfred Hugo für die Figur Modell gestanden hat.

Wahr ist, dass der Zuschussfür das Figurentheater gestrichen werden soll.
Unwahr ist, dass die Marionetten deshalb demnächst im Ratssitzungssaal tanzen.

Wahr ist, dass die Thronrede von Grünkohlkönig Hans-Gert Pöttering witzig war.
Unwahr ist, dass jemand damit gerechnet hat.

Wahr ist, dass der Hasetor-Bahnhof Osnabrück Altstadt″ getauft wurde.
Unwahr ist, dass nun die Kaufleute der Johannisstraße den Hauptbahnhof Osnabrück Neustadt″ nennen wollen.
Autor:
Beate Dammermann, Frank Henrichvark, Rainer Lahmann-Lammert, Ulrike Schmidt.


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