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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bunte Vielfalt im Großformat
Zwischenüberschrift:
Erweitertes Fest der Kulturen auf dem Markt mit Musik, Tanz und mahnenden Worten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Erstmals zu einem viertägigen Festival ist in diesem Jahr das Fest der Kulturen ausgewachsen, das am Sonntag zum Höhepunkt und Ausklang bei fast durchgängigem Sonnenschein zahlreiche Besucher auf den Markt lockte.

Osnabrück An jedem dritten Sonntag im September verwandelt sich der Platz zwischen Rathaus, Marienkirche und Giebelhäusern zum Tummelplatz der Nationen. So auch gestern: Internationale kulinarische Spezialitäten und unterschiedliche künstlerische Darbietungen aus 30 Ländern erfreuten die vielen neugierigen Besucher, nachdem dort am Vorabend Sinti-Musik in verschiedenen Ausprägungen auf dem XXL-Programm gestanden hatte.

Jenseits des Marktes hatte das neue, erweiterte Fest der Kulturen bereits am Donnerstag mit der Cosmo Club Night und musikalischen Themenpartys in sieben unterschiedlichen Locations begonnen, bevor die Premiere der Weltenbummlernacht am Freitagabend an einer Handvoll unterschiedlicher Orte inklusive des Passagierschiffes Lyra unter anderem albanische, afrikanische und anatolische musikalische Akzente setzte.

Pop und Folklore

Daran schloss das große Abschlussfest am Sonntag nahtlos an, wo unter anderem polnische, russische, alevitische, serbische und türkische Folklore- und Pop-Formationen auftraten. Zudem gab es auf der großen Bühne vor der alten Stadtwaage chinesische, portugiesische, philippinische und tamilische Volkstänze inklusive stilechter Trachten ebenso zu bewundern wie orientalischen Bauchtanz, Bollywood- und lateinamerikanische Tänze sowie eine Hip-Hop-Performance, Zumba zum Mitmachen und generationenübergreifenden, an der Panflöte begleiteten rumänischen Solo- und Chorgesang.

Auf dem Fritz-Wolf-Platz hinter der Stadtbibliothek erfreuten sich Kinder an einem Puppentheater. Der Exil-Verein präsentierte Texte von Geflüchteten, und auf brasilianische Art konnten nicht nur gemischt zusammen getrommelte mitreißende Sambaklänge und - rhythmen vernommen, sondern auch Capoeira-Kampfkunst bestaunt werden. Rund 60 Stände informierten zudem über die Arbeit von in der Stadt ansässigen Landes- und Kulturvereinen.

Als Zeichen für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen und gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung im Alltag wollen nicht nur die Veranstalter das Fest der Kulturen auch und gerade in seiner neuen XXL-Variante verstanden wissen. Auch Bürgermeister Burkhard Jasper sprach in seinem Grußwort von dem wichtigen Beitrag, den die Veranstaltung für das vielfältige Zusammenleben in der Stadt leiste, die sich nicht nur den Frieden auf die Fahnen geschrieben habe, sondern auch etwas dafür tue.

Horizonte öffnen

Im Anschluss unterstrich das multinationale, derzeit siebenköpfige Band-Projekt Ikatar dies virtuos, indem es mit unterschiedlichen Saiten- und Percussion-Instrumenten Weltmusik aus Brasilien, Syrien, Weißrussland, Portugal und Deutschland gekonnt miteinander verband.

Jeder Musiker habe aus seiner Kultur etwas mitgebracht, betonte die als Fels in der Brandung″ angekündigte Lead-Sängerin Tabea Mangelsdorf das Konzept des rund halbstündigen Auftritts, der zu einem musikalischen Höhepunkt geriet. Dass kulturelle Vielfalt zur Bereicherung sämtlicher Facetten des Lebens beiträgt, Horizonte öffnet und Fortschritt befördert, machte das 18. Fest der Kulturen in diesem Jahr im Großformat deutlich.

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Bildtexte:
Das Fest der Kulturen auf dem Markt: Tanz - und Musikgruppen aus 30 Nationen unterhielten die vielen Besucher beim extralangen multikulturellen Spektakel.
Vor dem großen Auftritt.
Bunte Vielfalt in Fahnen.
Das Ikatar-Ensemble .
So wird Tee aufgegossen.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Matthias Liedtke


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