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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stress auf der Römerbrücke
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum Pye: Getrennte Wege für Autos und Radfahrer über dem Altarm der Hase?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Eine weitere Brücke für Pye? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Bürgerforum Pye ebenso wie mit Einkaufsmöglichkeiten und dem Busnetz.

Osnabrück Sie ist 300 Jahre alt und verbindet die Stadtteile Pye und Eversburg miteinander. Die Römerbrücke ist beliebt zu beliebt, wie Anwohner finden, denn auf dem schmalen Bauwerk über dem Altarm der Hase kommen sich Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer so sehr in die Quere, dass es oft zu gefährlichen Situationen kommt. Heinrich Halbrügge ist einer der Anwohner, die von vielen kleinen Unfällen″ berichten und auf eine Verbesserung drängen.

Aber wie? Stadtbaurat Frank Otte berichtete, dass die Stadtplaner zwei Machbarkeitsstudien entwickelt haben. Beide sehen den Bau einer weiteren Brücke über den Altarm der Hase vor entweder für Autos oder für Fußgänger und Radfahrer. Welche der beiden Gruppen künftig die historische Römerbrücke und welche den Neubau nutzen wird, beraten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses am 18. Oktober und der Rat entscheidet. Wie der Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen″ mitteilte, soll das erforderliche Geld für die Planung und den Bau in die Haushalte 2019 ff″ eingestellt werden. Im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung die Kosten für eine 25 Meter lange neue Brücke auf 300000 Euro geschätzt.

Eng ist es auch auf dem Moorweg, der nach Lechtingen führt und für viele Pyer besonders wichtig ist, weil es sich um den Weg zu den Lebensmittelgeschäften in der Nachbargemeinde handelt. Anja Hilbert beobachtet dort häufig, dass Fußgänger von Autos bedrängt werden. Sie zeigte sich überzeugt, dass wesentlich mehr Leute diese kurze Strecke zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen″ würden, wenn sich dort ein Fuß- und Radweg befände. Stadtbaurat Otte stimmte ihr zu: Wir haben diese Strecke auf dem Schirm und steigen in die Vorplanung ein.″ Die Stadt werde sich mit Wallenhorst abstimmen. Der Moorweg soll zur Veloroute″ werden. Für die Strecke sei eventuell noch Grunderwerb″ erforderlich. Die Anwohner werden sich noch etwas gedulden müssen, denn die finanziellen Mittel sind noch nicht im Haushaltsplan eingestellt″.

Auch wer in Pye statt in Lechtingen einkaufen möchte, wird sich noch gedulden müssen. Ein Lebensmittelgeschäft steht seit vielen Jahren ganz oben auf der Wunschliste der Pyer. Vor zwei Jahrzehnten hatte ein großer Anbieter auf Anfrage der Neuen OZ abgewinkt. Damals hieß es, man brauche ein Einzugsgebiet mit 6000 Menschen fast doppelt so viele, wie Pye hat. Inzwischen scheint es in der Branche auch andere Konzepte zu geben: Stadtbaurat Otte berichtete von Gesprächen zwischen der Verwaltung und potenziellen Investoren. Die Zeit spielt für Pye″, meint Otte. Denn es besteht auch die Aussicht, dass mehr Menschen in den Stadtteil ziehen etwa in das geplante Baugebiet an der Ecke Fürstenauer Weg/ Am Weingarten. Heinrich Halbrügge wollte wissen, wie es dort um die Pläne bestellt ist. Otte berichtete, dass die Verwaltung mit dem Investor im Gespräch ist. Sobald der Vertrag unterschrieben sei, könne es losgehen.

Warten auf neue Bushaltestellen: Stefan Hengelbrock wies darauf hin, dass die Haltestellen Feldkamp″ und Schule Pye″ modernisiert werden sollten. Das werde frühestens 2020″ geschehen, kündigte Otte an, denn wegen der Veränderungen im Busnetz hätten sich andere Prioritäten ergeben. Heinrich Halbrügge vermisste bei den neuen Plänen für das Liniennetz die Anbindung der Pyer an die Tangentialverbindung. Klaus Siedhoff von den Stadtwerken erläuterte, dass zwar kein Abstecher″ vorgesehen sei, aber die Pyer dennoch von Umstiegsmöglichkeiten in Haste profiteren würden.

Halbrügge kritisierte, den durchgehenden Einsatz von Gelenkbussen″ auch zu verkehrsschwachen Zeiten″, in denen doch Standardbusse″ reichen müssten. Siedhof antwortete, dass dann ja die Busse während des Betriebes ausgetauscht werden müssten. Das ginge nur mit zusätzlichem Personal und mit zusätzlichen Bussen. Beides sei so sehr unwirtschaftlich″, dass die Stadtwerke wie auch die anderen beteiligten Unternehmen darauf verzichten.

Bildtext:
Oft wird es eng auf der Römerbrücke. Dass sich Autos, Radfahrer und Fußgänger die schmale Verbindung zwischen Pye und Eversburg über dem Altarm der Hase teilen müssen, soll sich ändern. Aber wie? Das entscheidet der Rat.
Foto:
David Ebener
Autor:
Jann Weber


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