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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Umweltzone ist fragwürdig
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Umweltzone spaltet die Fraktionen Mehrheit spricht sich für den Vorschlag der Stadtverwaltung aus FDP sieht den Sinn nicht′″ (Ausgabe vom 10. Mai).

Ich halte die Einrichtung von Umweltzonen zur Verringerung der Feinstaubemissionen für wirkungslos, unnötig Kosten verursachend und daher für überflüssig. Rund 80 Prozent des Feinstaubes in einer Großstadt entstehen durch Haushalte, Industrie oder natürlichen Feinstaub. Feinstaub, der von Autos stammt, wird durch Brems- und Reifenabrieb verursacht. Abgase von Benzinern enthalten überhaupt keinen Feinstaub. Also ist jedes Fahrzeug betroffen, egal welcher Euronorm es entspricht oder welche Plakette es zugeteilt bekommt. Konsequenterweise müsste also jedes Auto aus der Innenstadt verbannt werden, was aber leider die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben lahmlegen würde. Hier hat die Stadt Osnabrück ihre Hausaufgaben nicht gemacht, denn dass bis 2012 strengere Luftreinhaltenormen eingeführt werden sollen, ist von Brüssel bereits 1999 vorgeschrieben worden. Nun versucht sie in einem Verzweiflungsakt analog der Großstädte Berlin, Köln und so weiter in nutzlosem Aktionismus mitzuziehen, um den Politikern in Brüssel zu zeigen: Wir tun was′, damit aber der schwächelnden Autolobby zuspielt, indem der Neuwagenverkauf angekurbelt wird. Benachteiligt sind einkommensschwächere Haushalte oder Gewerbetreibende mit Dieseltransportern, die sich auf die Schnelle kein neues Auto oder eine Umrüstung leisten können. Richtig lautet dagegen der Vorschlag, intelligente Ampelschaltungen einzuführen, eine Idee, die allerdings auch schon seit Jahren durch den Lokalteil der Zeitung geistert, jedoch noch zu keinem spürbar verbesserten Verkehrsfluss geführt hat. Außerdem sollte jeder Verkehrsteilnehmer selbst einmal überlegen, ob er für jede Kurzstrecke unbedingt das Auto einsetzen muss oder nicht mit dem Fahrrad oder im Erdgasbus umweltfreundlicher und gesundheitsfördernder zum Barbecue bei Freunden unterwegs ist.
Natürlich ohne Zigarette und Holzkohle, denn sonst muss die Stadt demnächst noch das Grillen und Rauchen wegen zu hoher Umweltbelastung verbieten. Aber über die hohen Spritpreise braucht man sich dann auch nicht mehr so stark aufzuregen.″

Tim Wrede
Am Riedenbach 54
Osnabrück

Bildtext:
Die Umweltzone steht in der Kritik.
Autor:
Tim Wrede


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