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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadtwerke Osnabrück erhöhen Bäderpreise zum 1. Oktober
Zwischenüberschrift:
Anstieg im Mittel um 6,7 Prozent / Freibadsommer sorgt nicht für klingende Kassen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Stadtwerke erhöhen zum 1. Oktober die Schwimmbadtarife im Mittel um 6, 7 Prozent. Grund sind nach Angaben von Bäderchef Wolfgang Hermle vor allem gestiegene Personal- und Betriebskosten.

Letztmalig hatten die Stadtwerke vor knapp zwei Jahren an der Preisschraube gedreht. Nun sei eine Erhöhung unausweichlich, betonte Hermle am Dienstag. Betroffen sind die Basistarife, die Schwimmbadbesucher in jedem Fall zu entrichten haben, egal wie lange sie sich in den Bädern aufhalten. So zahlen Gäste ab dem 1. Oktober grundsätzlich 30 bis 50 Cent mehr für ihren Besuch.

Außerdem wird das Tarifsystem im Nettebad und im Cabriosol auf das, so Hermle, veränderte Kundenverhalten″ angepasst. In beiden Bädern gibt es im Gegensatz zum Moskaubad und dem Sportbereich des Schinkelbades sogenannte Nachzahlstufen. Wer länger als 90 Minuten schwimmt, muss alle 20 Minuten einen Aufpreis von 90 Cent zahlen. Ab Oktober wird im Viertelstundentakt aufgeschlagen, dafür wird der Kostenstopp vorgezogen, ab dem der Preis eingefroren wird. Belastet werden vor allem Langzeitbesucher. Unangetastet bleiben dagegen die Preise für Vereine.

Konkrete Beispiele: Ab 1. Oktober zahlt eine vierköpfige Familie, die länger als vier Stunden im Nettebad verbringt, 32, 30 Euro. In der noch gültigen Tarifstruktur waren es 29, 40 Euro. Schwimmer, die innerhalb von 90 Minuten ihre Bahnen im Sportbecken ziehen wollen, zahlen im neuen Tarif im Schinkel- und Moskaubad 4, 80 Euro (vorher 4, 50 Euro) und im Nettebad 6, 20 Euro (vorher 5, 80 Euro). Auch in der Loma-Sauna im Nettebad passen die Stadtwerke die Preise an.

Die Gründe für die Anhebung sieht Hermle vor allem in gestiegenen Personal- und Betriebskosten. Durch die Anhebung der Gehälter im öffentlichen Dienst, die ja für die Beschäftigen sehr positiv ist, ist die Mehrbelastung spürbar″, so Hermle. Weitere Kostenfaktoren seien die gestiegenen Energiekosten und nicht zuletzt die Aufwendungen für die Instandhaltung der Bäder.

Die Anhebung sei auch vor dem Hintergrund des defizitär arbeitenden Bäderbetriebs zu sehen, sagte Hermle. Rund vier Millionen Euro betrage das negative Betriebsergebnis. Fast 75 Prozent davon entfallen auf die Angebote der sogenannten Daseinsvorsorge. Darunter versteht Hermle das Angebot für Sport- und Fitnessschwimmer, die regelmäßig ein paar Bahnen ziehen wollen und nicht die bunten Freizeitangebote wie Rutschen nutzen. Hier sind wir gezwungen, an der Preisschraube zu drehen, um insbesondere den Schul- und auch den Vereinsschwimmsport langfristig sichern zu können″, sagte Hermle. Nicht zuletzt spiele auch die Erwartungshaltung des Stadtkämmerers hinsichtlich der Stadtwerke-Gewinnausschüttung eine Rolle. Hier haben auch wir Bäder insofern unseren Beitrag zu leisten, als wir unser Defizit zumindest konstant halten″, so Hermle.

Die Preiserhöhung sieht er nicht im Widerspruch zur rekordverdächtigen Freibadsaison. Obwohl wir tolle Besucherzahlen im Moskaubad hatten, ist dies nicht gleichbedeutend mit klingenden Kassen′.″ Mehr Besucher seien vielmehr gleichbedeutend mit gestiegenen Personal- und Energiekosten. Die positiven Zahlen würden dazu beitragen, das Betriebsergebnis konstant zu halten.

Eintrittspreise im Vergleich: Lesen Sie mehr auf noz.de/ os
Autor:
Sebastian Philipp


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