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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Straßen umbenannt und doppelt beschildert
Zwischenüberschrift:
Namensgeber mit NS-Hintergrund
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt hat Mitte Mai drei Straßen mit nationalsozialistisch belasteten Namensgebern umbenannt. Mittlerweile wurden die neuen Straßenschilder angebracht, wobei die alten immer noch vorhanden sind und rot durchstrichen wurden. Diese Doppelbeschilderung soll noch ein Jahr dort bleiben.

Nachdem der Arbeitskreis Erinnerungskultur erneut öffentlich gemacht hatte, dass die Namensgeber der ehemaligen Straßen Heinrich-Röper-Weg″, Carl-Diem-Straße″ und Giesbert-Bergerhoff-Straße″nationalsozialistisch vorbelastet waren, wurde das Verfahren im Mai 2017 eingeleitet, diese Straßen umzubenennen. Die Namensgeber sollen das nationalsozialistische Regime auf unterschiedliche Weise aktiv gestützt und getragen haben.

Ein Jahr später beschloss der Stadtrat, den Straßen neue Namen zuzuteilen. An diesem langen Prozess haben sich die Anwohner aktiv beteiligt, indem sie Vorschläge einreichten. Am 8. Mai dieses Jahres entschied sich der Rat in Absprache mit den Anwohnern für die Namen Färberweg″ anstelle von Heinrich-Röper-Weg″, An der Moorweide″ für die Carl-Diem-Straße″ und Frieda-Schröer-Straße″ ist nun die ehemalige Giesbert-Bergerhoff-Straße″. Für die Anwohner sind, nach Angaben der Stadt, durch die Änderungen keine Kosten entstanden.

Für viele Anwohner war es wichtig, die Straßen nicht nach Personen zu benennen, um einer etwaigen weiteren Umbenennung entgegenzuwirken. Einzige Ausnahme bildet die Frieda-Schröer-Straße. Diese ist nach Frieda Schröer benannt. Sie starb im Alter von 25 Jahren in einer medizinischen Klinik an Hunger oder Medikamentenvergiftung. Sie steht, nach Information der Stadt, stellvertretend für zahlreiche Krankenmorde zur Zeit des NS-Regimes.

Die alten Straßenschilder befinden noch sich gut lesbar über den aktuellen und sind rot durchgestrichen. Nach Angabe einer Sprecherin der Stadt Osnabrück wird diese Doppeltbeschilderung noch ein Jahr bestehen bleiben, damit die Straße auch von Personen gefunden werden kann, die von der Straßenumbenennung noch nichts wissen.

Bildtexte:
Die Straße An der Moorheide″ gehört zu den Straßen, die umbenannt wurden. Oben der ehemalige Name Carl-Diem-Straße″. Dessen Namensgeber ist nationalsozialistisch vorbelastet, weswegen eine Umbenennung der Straße eingeleitet wurde.
Die Giesbert-Bergerhoff-Straße wurde umbenannt in Frieda-Schröer-Straße″ Bisher hängen noch zwei Namenschilder an dem Straßenpfahl.
Die Doppelbeschilderung wird noch ein Jahr bleiben. Bis dahin weisen der aktuelle und der ehemalige Name die Straße.
Fotos:
Johannes Bartelt
Autor:
Viktoria Koenigs


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