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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Hüte des Herrn Do
 
Kirche, die im Vorbeigehen begeistert
 
Eine Pflanze, die kaum Wasser mag
Zwischenüberschrift:
Hitzesommer führt zu reißendem Absatz für Kopfbedeckungen
 
Erfolgreiches Engagement auf der Laga
Artikel:
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Originaltext:
In Thang Dos großem Verkaufszelt auf der Landesgartenschau gibt es Hüte in jeder erdenklichen Form und Farbe. Er hat uns erzählt, was ein Hut mit Parfüm gemeinsam hat und ob er an die Mär vom Hutgesicht glaubt.

BAD IBURG Thang Do trägt immer einen Hut. Im Sommer schützt er vor der Sonne, im Winter verhindert er, dass zu viel Wärme über den Kopf abgegeben wird″, lacht Do. Und tatsächlich: Dieses Jahr schien die Sonne so intensiv wie seit Jahren nicht mehr. Für die Besucher der Landesgartenschau in Bad Iburg bedeutete dies, dass sie sich entweder viel im Schatten aufhielten oder einen Hut trugen. Da viele der schönsten Blumen und Beete in sonnenbeschienen Bereichen liegen, steuerten die Gäste direkt nach der Ticketkontrolle das Zelt von Thang Do und seiner Frau Thi Mai Anh To an.

Hier gibt es Hüte in verschiedenen Farben und aus unterschiedlichem Material. Groß und Klein, Mann und Frau, jeder findet hier einen passenden Hut. Auf die Frage, was es mit dem Hutgesicht″ auf sich habe, erwidert der Hutverkäufer: Das ist alles Einbildung. Es gibt für jeden Menschen den richtigen Hut.″

Der gebürtige Vietnamese hat sich heute für ein blaues Modell entschieden. Die seien dieses Jahr ohnehin sehr beliebt. Genau wie weiße und naturfarbene. Diese Farben erinnern die Kunden an das Meer und Urlaub″, vermutet er.

Vor 18 Jahren war Do zum ersten Mal als Händler auf einer Landesgartenschau. Damals bot er noch Kräuter an. Schon bald wusste er, dass die Arbeit auf Gartenschauen seine Berufung ist. Ihm gefiel die Stimmung. Arbeiten, wo andere Leute Urlaub machen.″ Do sagt, er könne sich nichts Schöneres vorstellen.

Seit etwa fünf Jahren verkauft der 47-Jährige nun Hüte. Mit seiner Frau gründete er das Familienunternehmen Do und To. Dass ihre Namen so ähnlich klängen, sei reiner Zufall, sagt Do und lacht. Als er sich um einen Stand in Bad Iburg beworben hatte, reiste er aus seiner Heimatgemeinde Sinzheim in den Kurort, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Nach einem Blick auf das Schloss und den Charlottensee habe er sofort gewusst, dass hier einfach alles passe, schwärmt Do. Die Lage an der Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bietet außerdem die Besonderheit, dass im Einzugsgebiet der Laga unterschiedliche Ferienzeiten gelten und somit besonders viele Leute, über einen ungewöhnlich langen Zeitraum verteilt, Zeit fänden, um die Gartenschau zu besuchen.

Eine Kundin kommt ins Zelt und begutachtet sich in einem der drei Spiegel. Ihren Kopf ziert ein eleganter Hut. Das ist ein Kofferhut aus Strohpapier. Den können sie rollen, falten und knautschen″, erklärt ihr Do. Das Argument überzeugt die Kundin. Sie mustert sich erneut, setzt den Hut ab und kramt nach ihrer Geldbörse.

Do schätzt, dass eine Frau durchschnittlich drei bis vier Hüte ausprobiere, bevor sie sich entscheide. Viele Kundinnen würden außerdem den Hut erst wieder zurücklegen und nach einer halben Stunde wiederkommen, um ihn doch zu kaufen.

Do empfiehlt, nie mehr als fünf Hüte auszuprobieren. Mit Hüten verhält es sich wie mit Parfüm: Probieren Sie zu viele, wird die Entscheidung schier unmöglich″, erklärt er.

Heute tragen deutlich weniger Menschen Hüte als noch vor 50 Jahren. Trotzdem sei der Hut ein zeitloses Modestück. Man müsse sich nur wieder daran gewöhnen, versichert Do und schmunzelt.

Bildtext:
Thang Do lüftet seinen Hut zum Gruß. Der gebürtige Vietnamese verkauft in seinem Zelt auf der Landesgartenschau in Bad Iburg Hüte. Besonders beliebt sind seine rollbaren Kofferhüte und die Farbe Blau.
Foto:
David Ebener

BAD IBURG Sie haben einen besonderen Ort geschaffen: Die evangelische und die katholische Kirche machen die Waldterrasse″ am Rande des Waldkurparks unter dem Motto Farben des Lebens″ zu einer der Anlaufstellen der Laga.

Die bunten Figuren sind Hingucker und ein beliebtes Fotomotiv aber sie haben auch einen tieferen Sinn. Es geht um Standortbestimmung. Die Kunstinstallation wurde, wie auch der Pavillon der Waldkirche, von Berufsschülern entworfen und umgesetzt. So zeigt schon die Gestaltung des Kirchenraums″, was den Organisatoren, der evangelischen Pastorin Petra Rauchfleisch und dem katholischen Pastoralreferenten Michael Göcking, wichtig ist: Beteiligung und Vielfalt. Beides spiegelt sich im Programm der Kirche wider, das ganz unterschiedliche Musiker, Chöre, Gemeindekreise sowie Vereine und Institutionen gemeinsam gestalten.

Ökumene war uns beiden wichtig″, so Göcking: Wir haben alle Menschen im Blick und ein christliches Programm, ohne das katholisch oder evangelisch darauf steht.″ Rauchfleisch ergänzt: Mir war es wichtig, dass wir dahin gehen, wo die Menschen sind und etwas bieten, das sie nicht erwarten.″ Das fängt schon damit an, dass die Waldkirche eine Kirche ohne Dach und Wände ist. Das ist Kirche für Leute im Vorbeigehen, Kirche am Wegesrand″, so bringt die Pastorin es auf den Punkt. Damit das umsetzbar ist, sind 150 Ehrenamtliche in Zweierteams und zwei Schichten täglich auf der Laga präsent und ansprechbar. Das ist ein unglaubliches Engagement″, lobt sie. Dass zu den täglichen Andachten um 12 und 17 Uhr sowie den sonntäglichen Gottesdiensten viel Stammpublikum″ kommt, hat sie auch beobachtet.

Ich bin sehr glücklich, mit dem, was wir gemacht haben″, so Michael Göcking, nach einem Fazit gefragt: Die Leute, die da sind, sind glücklich. Hier herrscht eine gute Stimmung.″ Petra Rauchfleisch ergänzt: Ich glaube, dass wir mit dem Konzept einen Treffer gelandet haben. Es ist aufgegangen.″ Beide loben zudem die besondere Atmosphäre des Ortes und weisen auf das Wochenende der Kirchen″ am 8. und 9. September hin mit dem Pop-Oratorium Die 10 Gebote″ des Crescendo-Chors, einem Gottesdienst mit Kirchenchören der Region sowie einem Konzert des Liedermachers mit Fritz Baltruweit. Mehr Infos auf www.laga-kirche.de.

Bildtext:
Die bunten Figuren haben Berufsschüler entworfen. Sie sind ein beliebtes Fotomotiv auf der Laga.
Foto:
Gert Westdörp

Der Agapanthus, auch Schmucklilie genannt, zeichnet sich durch elegante Stiele, lange grüne Blätter und Blütenstände aus, die aus vielen kleinen Kelchen bestehen. Beliebt war die Pflanze bereits im Barock bei den Adeligen. Die Schmucklilie ist äußerst robust und kann mit einem Minimum an Pflege sehr alt werden. Selbst im Sommer kommt die Staude bis zu zwei Wochen ohne Wasser aus. Leichte Fröste kann der Agapanthus zwar ab, dennoch sollte sie im Herbst ins kühle Winterlager gestellt werden. Dabei ist eine Temperatur deutlich unter 10 Grad Celsius wichtig. Denn wenn im Sommer Blüten ausbleiben, war oft der Winterplatz zu warm. Apropos Blüten: Der Agapanthus blüht von Juli bis Mitte August in Blau, Dunkelviolett und Weiß.
Autor:
Greta Lenzing, cs, is


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