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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Baumpaten-Aktion ein voller Erfolg
Zwischenüberschrift:
Werbung für die Landesgartenschau
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Den Bahnhofsvorplatz begrünen seit April Bäume in Pflanzkübeln. Sie wurden als Werbung für die Landesgartenschau aufgestellt und können seitdem gegen eine Geldspende erworben werden. Bisher haben sich 70 bis 75 Baumpaten der 90 aufgestellten Bäume gefunden, eine gute Bilanz für das Stadtbaumpatenprogramm am Hauptbahnhof in Osnabrück.

Osnabrück Der Baum, das Symbol schlechthin für die Natur. Mit der Natur befasst sich auch die Landesgartenschau (kurz Laga) in Bad Iburg, auf die die Stadt Osnabrück auch im öffentlichen Raum hinweisen möchte. Dafür pflanzte sie mit Beginn der Laga 90 Spitzahorn- und Vogelkirschbäume am Umstiegsknotenpunkt Theodor-Heuss-Platz. In einer grünen Kette zieren sie in Pflanzenkübeln den Hauptbahnhof. Als Sonderaktion des Stadtbaumpaten-Programms kann man diese gegen eine Spende von 300 Euro als Pate erwerben. Bis zum Ende der Laga am 14. Oktober bleiben die Bäume dort stehen. Danach werden sie in städtische Grünanlagen gepflanzt.

Bisher wurden 70 bis 75 an Paten vermittelt. Wir hoffen, bis zum Ende der Landesgartenschau alle Bäume an Paten verteilt zu haben″, so OSB-Experte Thomas Maag. Sollten nicht alle Pflanzen bis dahin einen Spender gefunden haben, werden diese auch in andere städtische Anlagen gepflanzt. Es ist nicht so, dass wir die Bäume danach abholzen und verbrennen″, sagt er weiter lachend.

Personell und finanziell hielt sich die Aktion am Hauptbahnhof im Rahmen. Die Auszubildenden des OSB stellten die Pflanzkübel auf, wodurch weniger Aufwand für den OSB entstand. Finanziell decke die Spende der Paten zwar die Materialkosten der Aktion, jedoch kaum die laufenden Kosten, wie die Bäume zu bewässern und instand zu halten, sagt Maag ohne genaue Zahlen zu nennen: Es ist nicht ganz ein Nullgeschäft, aber das ist ja auch nicht der eigentliche Sinn der Patenschaft.″ Dennoch sei die Baumaktion als Projekt am Bahnhof dauerhaft nicht unterhaltbar. Dafür sei der Aufwand zur Instandhaltung zu hoch. Bei einem entsprechenden Anlass könne sich der OSB jedoch vorstellen, eine temporäre Aktion wie diese zu wiederholen.

Die Stadtbaumpatenschaft gibt es in Osnabrück seit 2011. 2016 und 2017 wurden jeweils etwa 20 Paten gewonnen. Dieses Jahr sind es bisher ähnlich viele, wobei es durch die Aktion am Hauptbahnhof deutlich mehr werden würden, erklärt Maag. Derzeit haben sich 150 gefunden, ohne die Pflanzen am Hauptbahnhof hinzuzurechnen. Die Patenschaften sind in Osnabrück schon Tradition geworden. Sowohl Einzelpersonen als auch Firmen und Vereine übernahmen bisher einen Baum, oft zum Anlass eines Jubiläums.

Jungbäume leiden

Dieses Jahr erschwerten die Hitze und die wenigen Regentage die Sonderaktion am Bahnhof. Denn bei den Pflanzen handelt es sich noch um Jungbäume, deren Wurzelwerk noch nicht vollständig ausgebildet ist. Die Wurzeln sind zu kurz und erreichen tiefer liegendes Wasser somit nicht. In den regenfreien Wochen konnten sie deswegen kein Wasser aufnehmen und mussten regelmäßig von der Grünunterhaltung des städtischen Servicebetriebes gewässert werden. Dabei unterstützte die Freiwillige Feuerwehr den OSB. Bei vielen städtischen Bäumen wurden bereits Hitzeschäden im ganzen Osnabrücker Land gemeldet. Wie schwerwiegend diese bei den Patenschaftsbäumen am Hauptbahnhof im Endeffekt sein würden, lasse sich erst ab Herbst genau sagen, sollten die Bäume wenig austreiben und Totholz im Geäst haben.

In Städten haben es Bäume generell schwerer zu überleben. Abgase, Leitungen und Fundamente im Boden erschweren ihnen, tiefe Wurzeln zu schlagen. Derzeit arbeitet die Stadt an einem neuen Baumkonzept. Dieses sieht bisher vor, mehr Bäume zu pflanzen, besonders diese, die in den rauen Bedingungen einer Stadt überleben können.

Bildtext:
70 bis 75 Bäume haben bereits einen Patengefunden. Ein großer Erfolg für das Stadtbaumpaten-Projekt der Stadt.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Viktoria Koenigs


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