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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Leider wieder nicht verschont″
Zwischenüberschrift:
Warum ein Wald an der Rheiner Landstraße abgeholzt wird
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OsnabrückKahlschlag am Kreisel an der Rheiner Landstraße im Osnabrücker Stadtteil Hellern: Wo bis vor Kurzem noch ein Fichtenwald stand, ist es licht geworden. Der Wald musste Platz machen für einen Wald.

Das Grundstück zwischen Kreisel Rheiner Landstraße, der Straße zum Flugplatz und der angrenzenden A30 gehört den Evangelischen Stiftungen Osnabrück und die hoffen darauf, hier bald einen Wald zu haben, der es besser mit Sturm und Dürre aufnehmen kann.

Am 18. Januar 2018 wütete nämlich das Sturmtief Friederike auch in der Region und hinterließ umfangreiche Schäden. Leider wurde unser Wald auch dieses Mal wieder nicht verschont, sagt Johannes Andrews, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stiftungen. Das wieder nicht″ bezieht sich auf den Orkan Kyrill, der ebenfalls am 18. Januar, allerdings im Jahr 2007, über Osnabrück hinweggefegt war.

Schwere Schäden

Auf einer Fläche von rund 0, 9 Hektar müssen nun umgestürzte und beschädigte Bäume entnommen und abtransportiert werden. Direkt am Kreisverkehr war der Schaden so groß, dass fast alle Bäume geschlagen werden mussten. Da seien die Fichten wie Mikadostäbe″ ineinander gefallen. Eine noch größere Maßnahme müssen wir in Lotte-Leeden durchführen″, sagt Johannes Andrews. Dort sei der Schaden ungleich größer.

Dass die Waldarbeiten erst rund sieben Monate nach dem Sturm erfolgen, hat laut Andrews unterschiedliche Gründe. Zum einen ein Problem, das sämtliche Waldbesitzer betrifft: Es gab schlicht zu wenige Transporter, um das Holz aus dem Wald zu schaffen. Auch die Dürre bereitete Probleme: Wegen der niedrigen Flussstände konnte der Abnehmer in Belgien nicht beliefert werden. Und ehe das Holz austrocknete und sich die Käfer darüber hermachten, beschloss man daher, die Bäume zunächst im Wald zu lassen, wo sie zumindest mit ihren Wurzeln noch etwas Feuchtigkeit ziehen konnten.

Aufforstung geplant

Im Herbst sollen die Flächen mit standortgerechten Bäumen″ wieder aufgeforstet werden. Standortgerecht bedeutet eine Mischung aus Buchen- und Edellaubholz, in der Hoffnung, dass die Wälder so stabilisiert werden können. Das nun geschlagene Holz werden die Evangelischen Stiftungen verkaufen, auch wenn es für den optimalen Verkauf zu früh gefallen sei″, sagt Johannes Andrews. Es sei nicht wirklich reif″.

Bildtext:
Autor:
Cornelia Achenbach


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