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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zeichen für Toleranz und Humanität
Zwischenüberschrift:
Friedensstelen in der Innenstadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Fünf Meter misst die Hoffnung auf Frieden. So hoch sind die 25 Stelen, die Volker-Johannes Trieb jetzt in der Innenstadt inszeniert hat. Auf drei Meter hohen Säulen hat er Apfelbäumchen platziert. Mit ihnen will er ein unübersehbares Zeichen setzen für Frieden, Toleranz und Menschlichkeit.

Auf den rostigen Stelen stehen Zitate: Unwürdig ist es, Kriege nicht zu Ende zu führen″, diesem Spruch von Justin hat Trieb Bitte abkratzen zu dürfen″ von Erich Maria Remarque gegenübergestellt.
Ich möchte den Blick der Menschen für die Schlachten und das Schlachten der Jahrhunderte schärfen″, sagt Volker-Johannes Trieb bei der Eröffnung im Theater und richtet den Blick auf historische Daten: Vor 2000 Jahren wurde in Kalkriese die Varusschlacht geschlagen, 1648 wurde in Osnabrück und Münster der Westfälische Frieden geschlossen.
Und auf ein weiteres Datum weist Trieb hin: In diesem Jahr wäre Erich Maria Remarque 110 Jahre alt geworden. Es ist der Osnabrücker Autor, der mit Im Westen nichts Neues″ ein weltweit bekanntes Antikriegsbuch verfasst hat.
Auf jeder Stele hat Trieb Zitate des militanten Pazifisten″ römischen Zitaten gegenübergestellt. Auf Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben″ von Horaz folgt Wann wird zum Mord, was man sonst Heldentum nennt″ von Remarque. Nicht jeder der historischen Sätze verherrlicht den Krieg. Immer jedoch stimmen sie nachdenklich, machen das Töten zum Gespräch. Unterstützt wurde Trieb bei der Auswahl der Zitate von Prof. Dr. Bernd Schneider, Universität Osnabrück, und Tilmann Westphalen, Remarque-Gesellschaft.
Zu finden sind die Stelen am Neumarkt, am Theater, auf der Großen Straße und vor dem Rathaus. Mit ihnen will Trieb nicht allein Kriege infrage stellen. Frieden bedeutet für mich mehr als die Abwesenheit von Krieg.″ Ihm geht es auch um das Abschaffen sozialen Unrechts, von Indoktrination und politischer Verblendung: Es geht mir um eine Haltung für den Alltag.″ Gerade auch in der Friedensstadt Osnabrück.
Ein Zeichen für diese Haltung setzten bei der Eröffnung Schüler des Gymnasiums Carolinum. Mit ihrem Lehrer Radulf Beuleke haben sie die Collage Sag Nein″ mit Texten von Christa Wolf, Robert Gernhardt und Ingeborg Bachmann erarbeitet. Ihre Aufführung beeindruckt.
Bis Oktober sind die Stelen in der Innenstadt zu sehen.

Bildtext:
Ein Apfelbäumchen krönt jede Stele: Radulf Beuleke (Lehrer), Sarah Vortmann, Boris Pistorius und Sarah Masch (Schülerinnen), Volker-Johannes Trieb, Tilmann Westphalen und Bernd Schneider (von links) bei der Präsentation vor dem Theater.
Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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