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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
An drei Straßen werden Stolpersteine verlegt
Zwischenüberschrift:
Erinnerung an Annette Garnerus, Wilhelm Franz Niemann und die Familie Meyer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Sechs weitere Stolpersteine an drei Straßen: Am Mittwoch, 22. August, werden Gedenksteine vor den früheren Wohnungen der Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Das kündigt die Stadt an.

Erste Station ist um 14 Uhr vor dem Haus Am Wulfekamp 17. Dort lebte Annette Garnerus, die im Sommer 1941 in Hadamar ermordet wurde wie so viele langjährige Psychiatrie-Patienten. Seit 1914 hatte sie in den USA gelebt, wo sie erkrankte. Sie kam wieder nach Osnabrück, lebte kurze Zeit bei ihrer Familie und wurde dann in die Provinzial-, Heil- und Pflegeanstalt am Gertrudenberg aufgenommen. Die Patenschaft für den Stolperstein, der an sie erinnert, übernehmen Giesela Brandes-Steggewentz und Heidi Reichinnek.

Um 14.45 Uhr wird an der Marienstraße 11 ein Stolperstein für Wilhelm Franz Niemann verlegt. Niemann wurde als Homosexueller stigmatisiert und 1944 in der Gaskammer von Hartheim ermordet. Pate des Steins ist der Verein Schlau Osnabrück.

Gegen 15.30 Uhr findet in Anwesenheit von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Angehörigen der Opfer aus Israel an der Krahnstraße 1–2 die Verlegung von vier Stolpersteinen für die jüdische Familie Meyer statt. Carl Meyer floh 1936 zunächst alleine nach Argentinien. Seine Frau Clara Meyer und die beiden Töchter Ingeborg und Helga sind ihm 1937 gefolgt. Die Patenschaft übernehmen die Digitalredaktion der Neuen Osnabrücker Zeitung″, Matthias Lauxtermann, Jessica Wienecke und Axel van Lil. Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat das Projekt Stolpersteine Mitte der 1990er-Jahre ins Leben gerufen, mit dem mittlerweile europaweit an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert wird. Die Gedenksteine sind mit einer Messingplatte versehen und werden vor dem letzten freiwilligen Wohnort in den Gehweg eingelassen. In Osnabrück werden die Gedenksteine seit 2007 verlegt.
Autor:
jweb


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